Cannabis hat im öffentlichen Verkauf nichts zu suchen

Pressemitteilung vom 07.10.2015

Keine Coffeeshops für Berlin-Kreuzberg

Gestern wurde bekannt, dass Cannabis im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nicht reguliert verkauft werden darf. Das Bundesinstitut für Arzneimittel hat somit seinen Standpunkt klargestellt. Der Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken sei nicht mit dem Schutzzweck des Betäubungsmittelgesetzes vereinbar. Cannabis legal zu verkaufen suggeriere die Unbedenklichkeit der Droge und würde somit ein falsches Signal senden.

Jugend- und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke äußert sich deutlich zur Ablehnung des Bundesamtes: „Für mich ist klar, dass sich unsere Gesellschaft keine weitere legale Droge leisten kann, denn für viele junge Leute ist Gras ein unterschätztes Rauschmittel, das oftmals zu weiterem Drogenkonsum mit fatalen Folgen für die Gesundheit führt.“

Und: Die Zahlen sind alarmierend, Cannabiskonsum ist bei unter 25-Jährigen der Hauptgrund für die Inanspruchnahme von Einrichtungen, die Suchthilfe anbieten. Laut der Berliner „Jugend-Drogen-Hintergründe-Studie“ haben 69% der Befragten bereits Cannabis konsumiert, 14% greifen regelmäßig zum Rauschmittel. Die Studie legt außerdem dar, dass die Intensität des Cannabiskonsums mit einem höheren Konsum anderer Substanzen in Wechselwirkung steht. Der regelmäßige Gebrauch des Rauschmittels kann in einigen Fällen zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Psychosen und Abhängigkeit führen.

Aktuelle Informationen und Zahlen der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht möchten wir an dieser Stelle empfehlen: http://www.dbdd.de

Rückfragen: heike.hentschel@bezirksamt-neukoelln.de