Schutzräume für Menschen mit Demenz in Neukölln eingerichtet

Pressemitteilung vom 13.05.2015

Werden Menschen auf der Straße angetroffen, die verwirrt und orientierungslos scheinen und Anzeichen einer Demenzerkrankung vermuten lassen, wird in der Regel die Polizei verständigt, um sich um diese Personen zu kümmern.

Diese ist anschließend bestrebt, die Identität, den Wohnort oder ein bereits bestehendes Hilfesystem zu ermitteln. Während der Ermittlungen wurden bisher die Hilfebedürftigen auf einer Polizeiwache oder in einem Krankenhaus untergebracht. Da dies keine geeignete Betreuungs- und Versorgungsform für Menschen mit Anzeichen einer demenziellen Erkrankung ist, bestand hoher Bedarf, ihre Versorgung zu verbessern und zu sichern. Auch seitens der Polizei wurde der dringliche Wunsch nach fachlich geeigneten und an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichteten Unterbringungsmöglichkeiten geäußert.

Das Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abteilung Soziales, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Frau Smaldino, und Mitgliedseinrichtungen des Geriatrisch- Gerontopsychiatrischen Verbundes Neukölln haben daher eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet, um diese Lücke im Versorgungssystem des Bezirks zu schließen.

Am 11.05.2015 übergab der Neuköllner Sozialstadtrat Bernd Szczepanski ein Amtshilfeersuchen zur Unterbringung von Personen in Schutzräumen an Herrn Stefan Weis, den Direktionsleiter der zuständigen Polizeidirektion 5 und händigte den 3 Schutzraumanbietern die unterzeichneten Kooperationsvereinbarungen aus.

Hierbei handelt es sich um folgende Einrichtungen:

Neukölln Süd
· Casa Reha „Gartenstadt“
Waltersdorfer Chaussee 160 in 12355 Berlin
Tel.: 030 670 65-0

Neukölln Nord
· Seniorenheim St. Richard
Schudomastraße 16 in 12055 Berlin
Tel. 030 319 861 6711

Haus Rixdorf, Seniorenheim am Lietzensee GmbH
Delbrückstraße 25 in 12051 Berlin
Tel.: 030 62 88 4110

Bezirksstadtrat Szczepanski dankte den Kooperationspartnern, die hiermit eine freiwillige, gemeinwohlorientierte Leistung zur Versorgung hilfebedürftiger Bürgerinnen und Bürger anbieten wie auch den Beamtinnen und Beamten der Polizei für ihren verantwortungsvollen Einsatz.