Erfolgreiche Sommerschule für zugezogene Kinder in Neukölln wird als „Sommerfreizeit“ fortgeführt

Pressemitteilung vom 19.07.2011

Basierend auf den guten Erfahrungen, die der Bezirk Neukölln seit Beginn der Ferien mit der Sommerschule an der Hans-Fallada-Schule gemacht hat, teilt die Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Dr. Franziska Giffey , mit:

Das Bezirksamt Neukölln führt die Sommerschule als „Sommerfreizeit“ für zugezogene Kinder fort, um sie aktiv auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. Bis zum Ferienende wird in den Räumen der Kita des Trägers Tandem BQG in der Treptower Straße täglich von 9.00 bis 13.00 Uhr ein spielerisches Sprachförderangebot für Kinder zwischen 5 und 14 Jahren rumänischer und bulgarischer Herkunft gemacht. Die Kita liegt in unmittelbarer Nähe zur Hans-Fallada-Schule – in einem Wohngebiet, das die derzeit in Berlin größte Ansiedlung von Menschen aus Rumänien (etwa 500 Personen) beherbergt.

In der Hans-Fallada-Schule wurden bereits im letzten Schuljahr 60 Kinder aus diesen Familien unterrichtet. Für das neue Schuljahr werden 13 weitere Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse und Schulerfahrung in den dortigen ersten Klassen erwartet. Hier setzen die Sommerschule und jetzt die Sommerfreizeit an. Den Kindern soll der Start in das deutsche Schulsystem erleichtert und möglichst schnell eine Integration in die Regelklassen ermöglicht werden. Auch soziales Lernen steht auf dem Programm, beispielsweise das Verhalten im Straßenverkehr oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Lerneifer der Kinder wird mit pädagogisch sinnvollen Angeboten von fünf Betreuer/-innen, die alle fließend rumänisch sprechen, unterstützt. Zum Morgen begrüßen sich alle im Morgenkreis und danach können sich die Kinder entscheiden, ob sie basteln, malen oder vorgelesen bekommen wollen – natürlich alles in deutscher Sprache. Einige ältere Kinder wünschen sich explizit eine stärkere Unterstützung in der deutschen Grammatik und werden diese auch erhalten.

Die Sommerfreizeit wird mit 6.000 Euro gefördert durch Mittel der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel , erklärt dazu:
“Der Rat der Bürgermeister hat eindringlich auf die besonderen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen aus Romafamilien hingewiesen. Es wurde deutlich, dass hier Unterstützungsbedarf besteht. Es freut mich deshalb sehr, dass die Landeskommission Berlin gegen Gewalt den Bezirken Neukölln, Mitte und Marzahn Hellersdorf kurzfristig Mittel in Höhe von insgesamt 30.000 Euro für die präventive Arbeit mit diesen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen kann.”

Kontakt:
Bezirksamt Neukölln von Berlin
Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport
Bezirksstadträtin
Dr. Franziska Giffey
Tel.: 030 90239 2230
E-Mail:franziska.giffey@bezirksamt-neukoelln.de