Unsichere Orte

Lichtspot der eine gemauerte Wand anstrahlt
Dunkle Wand mir kleiner Deckenlampe Bild: Serg Nvns - Fotolia.com

Was sind unsichere Orte, auch Angsträume genannt?

Was ist das?

Versuch einer Definition:
Unsichere Orte oder Angsträume sind Gegenden und Stellen in unserer Stadt, die Angst verursachen und Kriminialität fördern können.
Dies sind meist:

  • schlechte Einsehbarkeit
  • Dunkelheit, schlechte Ausleuchtung
  • Wenig oder keine soziale Kontrolle
  • Enge, Sackgassen, fehlende Fluchtmöglichkeiten
  • Wenig Menschen, zu viele Menschen
  • Einsamkeit und Hilflosigkeit
  • Ein Ort, bei dem es im Notfall keine Menschen gibt, die helfen könnten.
  • Gefühl von Unsicherheit und Unordnung, z.B. durch Müll und Zerstörung.

Betroffen sind vor allem Kinder, Ältere, Frauen und Mädchen, Menschen mit Behinderung. Auch Lesben, Schwule und Transmenschen machen schlechte Erfahrungen in der Öffentlichkeit.
Angsträume sind sowohl subjektive Wahrnehmungen als auch messbare Phänomene, z.B. über Kriminalstatistiken (Alexanderplatz).
Beispiele: Unterführungen, Bahnhöfe, Parks, Parkgaragen, Parkhäuser. Oder auch spezielle Gegenden.

Orte sexualisierter Gewalt:
In der Fachwelt gibt es zudem den Begriff Gendered Spaced, zu Deutsch vergeschlechtlichte Räume. Das sind Orte, die sich Männer angeeignet haben oder sie dominieren. Nicht jeder Angstraum ist ein vergeschlechtlichter Raum. Oft sind es keine festen Orte, sondern z.B. der ÖPNV oder Großveranstaltungen. Die Anwesenheit vieler Menschen stellt hier keinen Schutz dar. Die Menschen bleiben anonym ggf. untätig, vergleichbar mit Schaulustigen.

Beratungsstellen

Frauen, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind wenden sich bitte zur Beratung an LARA.
Männer wenden sich bitte an die Opferhilfe Berlin.
Lesbische Frauen können sich ergänzend an die Lesbenberatung wenden.
Schwule Männer finden ein Hilfsangebot bei MANEO.
Transmenschen können sich an TransInterQueer wenden.

Mitteilungen zu unsicheren Orten im Bezirk Mitte

Falls Sie unsichere Orte und Angsträume kennen, bitten wir Sie herzlich uns das mitzuteilen.
Bitte schreiben Sie uns konkret auf, was Sie stört und was Ihnen Angst macht.
Wichtig ist auch zu wissen, wie alt Sie sind, ob Sie eine Frau oder eine Mann, oder eine Person weiterer Geschlechter oder ein Mensch mit Behinderung sind. Interessant ist auch zu erfahren, ob bestimmte Tageszeiten eine Rolle spielen.
Falls Sie Opfer eines Vergehens oder einer Straftat geworden sind, melden Sie sich dringend bei der Berliner Polizei.
Ihre Hinweise werden an die zuständigen Abteilungen des Bezirksamtes weitergeleitet.