Gender Mainstreaming, Gender Budgeting

Was ist Gender Budgeting?

Der öffentliche Haushalt ist Politik, die sich in Zahlen ausdrückt. Mit Geld werden Schwerpunkte gesetzt und finanziert.
Bei der Verteilung staatlicher Gelder kann es zu Diskriminierungen von Frauen und Männern kommen. Mit der Strategie des Gender Budgeting kann dem entgegengewirkt werden. Die öffentlichen Mittel können eine gerechtere Verteilung zwischen Frauen und Männern erfahren. Maja Kuhl hat eine Studie erarbeitet.

Öffentliche Gelder wirkungsvoll, gerecht und transparent verteilen... mit Gender Budgeting

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Das Märchen von der Genderverschwörung

Fortschrittliche Gleichstellungspolitik wird in den letzten Jahren häufig von verschiedenen Gruppen angegriffen.
Die Wissenschaftlerinnen Barbara Stiegler und Dorothee Beck haben sich mit den Märchen zur Genderverschwörung auseinandergesetzt. Die Märchen werden hier entzaubert.

Das Märchen von der Genderverschwörung - Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft

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Männerperspektiven auf dem Weg zu mehr Gleichstellung 2017

Der Bericht untersucht, wie heute bei Männern die Einstellungen zu Gleichstellung, Geschlechergerechtigkeit und Männlichkeit sind.
Zudem werden die Strukturen und Entwicklungen innerhalb von sozialen Mileus und zwischen den Milieus gezeigt.

Sozialwissenschaftliche Repräsentativbefragung zu Männerperspektiven

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Väterreport 2016 - Vater sein in Deutschland

Das BMFSFJ hat einen Report erstellt, in dem die aktuelle Situation von Vätern beleuchtet wird. Es geht um Fragen, wie Vater sein in der Familie und im Beruf heute geht. Ein Abschnitt vergleicht zudem Väter in Deutschland und international.

Väterreport 2016

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Jahresbericht des Weltwirtschaftsforums zur Geschlechtergleichstellung

Bis Frauen und Männern weltweit für die gleiche Arbeit gleich bezahlt werden, wird es einer neuen Studie zufolge noch 170 Jahre dauern. Wenn sich an der momentanen Entwicklung nichts ändere, werde die wirtschaftliche Gleichstellung von Frau und Mann erst im Jahr 2186 erreicht, heißt es in der jährlichen Untersuchung des Weltwirtschaftsforums zur Geschlechtergleichstellung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Es gebe eine “dramatische Rückwärtsentwicklung” in diesem Bereich.
Im vergangenen Jahr hatte das Weltwirtschaftsforum die Zeitspanne bis zur wirtschaftlichen Gleichstellung noch mit 118 Jahren angegeben. Doch seit Erreichen des bisherigen Bestwerts im Jahr 2013 habe sich die Ungleichheit weiter vergrößert, heißt es in dem Bericht.
Besonders was politische Teilhabe und ihre wirtschaftliche Lage betrifft, geht es Frauen in weiten Teilen der Welt nach wie vor deutlich schlechter als Männern, stellt der Jahresbericht des Weltwirtschaftsforums (WEF Gender Gap Report) fest. Obwohl es etwa Fortschritte im Bildungsabstand gab, habe sich dies “nicht in gleichen Gewinnen für Frauen auf wirtschaftlichem oder politischem Gebiet ausgewirkt”, stellen die Auftraggeber des Berichts fest. Das Forschungsteam des Weltwirtschaftsforums, das in der Schweiz ansässig und wegen seiner jährlichen Treffen im Alpenort Davos bekannt geworden ist, veröffentlicht bereits seit zehn Jahren Daten zum “Gender Gap”, Dafür wurden die Daten aus 144 Ländern in allen Teilen der Welt ausgewertet. Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche und politische Teilhabe von Frauen und Männern sind die vier Kernfelder der Untersuchung.
Auf den beiden ersten Gebieten verzeichnet der Bericht in diesem Jahr deutliche Verbesserungen. Im Schnitt hat sich die Geschlechterlücke zu 95 Prozent in Sachen Bildung geschlossen, zu sogar 96 Prozent ist demnach in der Gesundheitsversorgung, bei Lebenserwartung und Krankheitsrisiken von Frauen und Männern, schon Gleichheit nahe. Für die Bildung sei das der höchste Wert, den man in zehn Jahren gemessen habe, wie das Forschungsteam erfreut vermerkt, ein Fortschritt von fast einem Prozent in nur einem Jahr. Anders sieht es politisch und wirtschaftlich für Frauen aus: Die Geschlechterlücke ist, was ihre politische Teilhabe angeht, um inzwischen 23 Prozent kleiner geworden, “womit sich der Trend zu langsamer, aber stetiger Verbesserung” fortsetze. Geradezu desaströs ist aber die wirtschaftliche Lage von Frauen: Sie ist im weltweiten Schnitt nicht nur um 59 Prozent hinter der der Männer her, die Kurve zeigt auch nach unten: Hier setze sich “nach einigen Jahren des Fortschritts ein negativer Trend fort”, schreiben die Autorinnen und Autoren des Berichts. Der aktuelle Wert sei zudem der niedrigste, den sie seit 2008 gemessen hätten.
68 Länder haben ihre Gender-Werte verbessert
Insgesamt beträgt die weltweite Geschlechterlücke auch im laufenden Jahr noch mehr als 31 Prozent, und sie sieht noch etwas trister aus, wenn man sie nicht im statistischen Durchschnitt, sondern im Detail ansieht: Von den 142 Staaten, die letztes Jahr untersucht wurden, haben 68 ihre Gender-Werte verbessert. In noch mehr, also 72, hat sich die Lage von Frauen aber verschlechtert. Der Fortschritt, sei “bestenfalls ungleich” verteilt, schreiben das Autorenteam. Und während die Gesundheitsdaten nach oben zeigen und immerhin neun Länder weltweit hier den Abstand zwischen den Geschlechtern beseitigt hätten, sei es noch immer in keinem einzigen der untersuchten Länder gelungen, die wirtschaftliche und politische Lage von Frauen denen der Männer ganz anzugleichen.
Im Ranking der Geschlechtergleichheit hat auch im Bericht des Weltwirtschaftsforums Europas Norden die Nase vorn: Im achten Jahr in Folge ist Island das Land mit dem höchsten Maß von Gleichberechtigung, gefolgt von Finnland, Norwegen und Schweden. Darauf folgt bereits Ruanda, das zwar in Sachen Frauengesundheit und Bildung weit abgeschlagen ist, aber viel für die wirtschaftliche Gleichheit zwischen Männern und Frauen erreicht und zudem die weltweit höchste Zahl von Parlamentarierinnen hat. Die Länder mit dem weltweit höchsten Grad von Ungleichheit sind Saudi-Arabien, Syrien, Pakistan und Jemen.
Niederlande schlechter als Deutschland
Deutschland steht, zwischen Namibia und Burundi, erst auf Platz 13 der Rangliste, zwei Plätze hinter der Schweiz. Die Niederlande (Platz 16), Frankreich (17) und Dänemark (19) haben allerdings noch schlechtere Plätze. Die deutsche Position scheint vor allem durch eine magere Bilanz in Bildung (Platz 100) und dem wirtschaftlichen Abstand zwischen Männern und Frauen (Rang 57) zu leiden. Das Land müsse die Einkommenslücke der Geschlechter schließen, mahnt der Bericht, die Bildungsungleichheit bleibe im europäischen Vergleich sehr hoch.
Das Weltwirtschaftsforum ruft auch angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung auf, den Fortschritt in Sachen Gleichberechtigung endlich zu beschleunigen: Die vierte industrielle Revolution, in der die Welt gerade stecke, könne “nachhaltiges Wirtschaftswachstum und unzählige Vorteile für die Gesellschaft” bringen. “Wenn aber die Hälfte der Talente in die laufenden Umwälzungen nicht einbezogen ist – sei es, indem sie nicht profitieren oder auch sich nicht einbringen können – dann wird dies den Fortschritt behindern und den Grad der Ungleichheit erhöhen”, heißt es im Bericht.
Quelle: Tagesspiegel

Projekt Gendersensible Jugendarbeit in Moabit

In 2015 hat im Jugendamt das Projekt Gendersensible Jugendarbeit in Moabit stattgefunden.
Koedukative gendersensible Jugendarbeit, Jungenarbeit oder Mädchenarbeit sind geschlechter-pädagogische Konzepte, die viele Schnittmengen haben, die aber auch deutlich voneinander abgrenzbar sind.
Es wurde deutlich, wie wichtig die Genderthematik im Alltag der Einrichtungen ist und wie sehr Handlungskonzepte benötigt werden. Genderprozesse müssen nach den erprobten Verfahren umgesetzt werden, d.h. es braucht ein klares Führungsstatement, bzw. eine Top – Down Strategie. Akteur_innen in leitenden und steuernden Funktionen müssen die Umsetzung von Genderprozessen zur Führungsaufgabe erklären und sie mit der entsprechenden Relevanz umsetzen. Gleichzeitig lebt das Gleichstellungskonzept von dialogischen Aushandlungsprozessen, von gemeinsamer Reflexion und offenen Interaktionen. Daher ist der umgekehrte Weg, bottom – up, ebenso bedeutsam. Beides miteinander zu verzahnen und die Zielgruppen nach Möglichkeit an den Prozessen partizipieren zu lassen, darin liegt die große Herausforderung aber auch die große Chance, geschlechtsbewusste und gleichstellungsorientierte Jugendarbeit weiter zu entwickeln.

Dokumentation Projekt gendersensible Jugendarbeit Moabit

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Handlungsempfehlung Gendersensible Jugendarbeit Moabit

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Gender Mainsteaming, Gender Budgeting

Das Bezirksamt Mitte hat am Bezirkswettbewerb für Gender-Budgeting-Verfahren 2014 teilgenommen und den 3. Platz gewonnen.
Thema: “Gemeinsam Älterwerden in Mitte – moderne Generationenpolitik in Mitte”
Die Jury begündet ihre Entscheidung mit der ressortübergreifenden Arbeitsweise und der reichhaltigen, gezielten Datenanalyse. Dieser Wettbewerbsbeitrag fokussiert die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren erstmalig im Rahmen eines Gender Budgeting-Prozesses.

Moderne Generationenpolitik in Mitte

PDF-Dokument (525.7 kB) - Stand: 2014

Geschlechtergerechte Gestaltung einer Freifläche in Sportpark Poststadion

Das Foto zeigt einen Teil des neugestalteten Platzes im Sportparkt Poststadion.
Bild: Bezirksamt Mitte Pressestelle

Das Programm Stadtumbau West ermöglichte die Gestaltung einer Freifläche im Sportpark Poststadion. Diese Fläche war bekannt unter dem Namen Wurfplatz oder Werferplatz.
Da es einen Mangel an Bewegungsangeboten für Mädchen und Frauen nicht nur im Poststadion gibt, hat sich der Fachbereich Sport für eine Gestaltung für Mädchen und Frauen entschieden. Dazu erfolgte ein breiter Beteiligungsprozess. Mädchen und Frauen aus der Umgebung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Fachämter des Bezirkamts, des Quartiersmanagements Moabit Ost, Ehrenamtliche der Sportvereine usw. haben sich aktiv an den Planungen beteiligt.
Das Ergebnis ist fertig und kann genutzt und besichtigt werden.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat auf ihrer Internetseite dazu berichtet.

Ergänzend dazu können alle Menschen Vorschläge für einen neuen Namen einreichen. Die Mailadresse finden Sie rechts oben in der Kontaktspalte. Einsendefrist ist der 31. Januar 2015. Es gibt ein Buch zu gewinnen.

Literaturtipps

Gender Mainstreaming - auf Dauer in den Kommunen nicht aufzuhalten

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Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie

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