Häusliche Gewalt

Das Bezirksamt beteiligt sich an der Aktion Schweigenbrechen des Hilfetelefons.
Bild: Bezirksamt Mitte

Nein heißt Nein

Das Wort Respekt im Duden
Bild: Marco2811 - Fotolia.com

Am 10. November 2016 sind folgende gesetzlichen Neuregelungen in Kraft getreten (§§ 177-179 StGB, §184i StGB):

Ein sexueller Übergriff ist dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine betroffene Person sich gegen den Übergriff gewehrt hat oder warum ihr dies nicht gelungen ist. Alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen werden unter Strafe gestellt.

Außerdem wird mit der Reform auch die Ungleichbehandlung im Strafrahmen bei Betroffenen mit Behinderung abgeschafft, bisher war ein sexueller Übergriff gegen eine ‚widerstandsunfähige‘ Person mit geringerer Strafe belegt.

Ganz neu eingeführt wird der Straftatbestand der sexuellen Belästigung. Dadurch sind künftig auch Übergriffe strafbar, die bislang als nicht erheblich eingestuft waren.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite Nein heißt Nein.

Beratung und Unterstützung

Ab sofort ist das bundesweite kostenfreie Hilfetelefon für Frauen gegen Gewalt geschaltet.
Tel.:(08000) 116 016
Die Internetseite des Hilfetelefons ist barrierefrei.
Alle Informationen gibt es auch in leichter Sprache und in Gebärdensprache.
Die Telefonberatung findet in 17 Sprachen statt.

Beratung in Berlin unter folgender Telefonnummer:
BIG-Hotline Tel.:(030) 61 10 300 (von 8 bis 23 Uhr täglich, 365 Tage im Jahr, Nachts rufen Sie bitte beim Hilfetelefon an. Siehe oben.)
Für die Flucht in ein Frauenhaus bitte diese Hotline anrufen!

Onlineberatung für Frauen und junge Frauen, die von Gewalt betroffen sind bietet gewaltlos.de. Hier können Frauen sich im Chat, als Mailberatung oder in Gruppenforen unterstützen lassen.

Frauenraum ist eine Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt.
Torstraße 112, 10119 Berlin (Ortsteil Mitte, direkt am Rosenthaler Platz)
Telefon (030) 448 45 28
E-Mail: frauenraum@arcor.de
Öffnungszeiten:
Dienstag 12 – 18 Uhr
Donnerstag 9 – 15 Uhr
Freitag 11 – 14 Uhr

Die Gewaltschutzambulanz der Charité erstellt kostenlose rechtsmedizinische Dokumentation von Verletzungen. Diese ist gerichtsfest, falls sich später die Betroffenen für ein Strafverfahren entscheiden. Alles geschieht in Absprache mit den Betroffenenund mit deren ausdrücklichen Einverständnis. Die Gewaltschutzambulanz unterlieget der Schweigepflicht auch gegenüber der Polizei und den Gerichten.
Anmeldung erforderlich unter Telefon: (030) 450 570 270

Alle Personen, also von häuslicher Gewalt Betroffene, betroffene Kinder und Erwachsene können die Leistungen in Anspruch nehmen.
Es erfolgt keine Versorgung von akuten Verletzungen. Hier sind die Rettungsstellen oder Arztpraxen zuständig.

Superheldin gegen Gewalt ist eine barrierefreie Internetseite. Hier können Frauen nach Hilfe und Beratung suchen.

Senatsverwaltung für Frauen
Hilfe und Information zu den Themen häusliche Gewalt, Gewaltschutzgesetz, Frauenhandel, Kinder und häusliche Gewalt sowie sexuelle Gewalt

Frauenkrisentelefon

Traumaambulanz
Seit Januar 2013 betreibt die Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St.-Hedwig-Krankenhaus in Kooperation mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales eine Spezialambulanz. Diese Traumaambulanz bietet im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) psychotherapeutische Unterstützung für erwachsene Frauen und Männer, die Opfer einer Gewalttat geworden sind. Auch Zeugen mit psychischen Belastungserscheinungen können sich melden.

Gesundheit und Gewalt

Ombudsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Menschen mit Behinderungen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat seine Angebotsdatenbank “Starke Netze gegen Gewalt” aktualisiert. Hier bieten Vereine ihre Angebote, wie z.B. Selbstbehauptung und Aktiontage an. Expertinnen und Experten können recherchiert werden. Und Suchende können sich Angebote nach eigenen Bedarfen herausfiltern.

Fachberatungs- und Interventionsstellen im Bezirk Mitte

Hier” finden Sie Einrichtungen, die im Bezirk Mitte ansässig sind.

Beratung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Queer die von Gewalt betroffen sind

Opferhilfe für gewaltbetroffene lesbische, bisexuelle und queere Frauen.
L-SUPPORT ist eine Projektinitiative, die seit September 2014 daran arbeitet, ein Opferhilfeangebot für gewaltbetroffene lesbische, bisexuelle und queere Frauen in Berlin zu schaffen. L-SUPPORT wird momentan von 10 ehrenamtlich engagierten Frauen unterstützt.
Opferhilfe für schwule und bisexuelle Männer
MANEO – das schwule Antigewaltprojekt in Berlin hilft schwulen und bisexuellen Männern, die von schwulenfeindlicher Gewalt und Diskriminierung betroffen sind – egal ob als Opfer, Tatzeugen oder Lebenspartner der Betroffenen.

Informationen zum Thema häusliche Gewalt

Behinderungen und Gewalt gegen Frauen

Das Bundesministerium hat eine repräsentative Studie “Lebenssituationen und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland” veröffentlicht. Hier die Kurzfassung der Ergebnisse.

PDF-Dokument (93.7 kB)

Broschüre Frauenhäuser in Deutschland in leichter Sprache

Die Frauenhauskoordinierung hat eine Informationsbroschüre zu häuslicher Gewalt, Unterstützungsmöglichkeiten und Kontaktinformationen in leichter Sprache herausgegeben. Sie soll Frauen mit Lernschwierigkeiten den Zugang zu Schutz und Hilfe erleichtern und Mitarbeiterinnen von Frauenunterstützungseinrichtungen in ihrer Arbeit unterstützen

PDF-Dokument (1.6 MB)

Leitfaden für den Erstkontakt mit gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderungen

Der Leitfaden soll die Beratung von gewaltbetroffenen Frauen erleichtern helfen. Er wurde für Mitarbeiterinnen in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen und Interventionsstellen erstellt.

PDF-Dokument (170.6 kB)

Broschüre "Frauenhäuser in Deutschland"

PDF-Dokument (618.5 kB)

Broschüre "Frauenhäuser in Deutschland" in Russisch

PDF-Dokument (414.6 kB)

Broschüre "Frauenhäuser in Deutschland"in Türkisch

PDF-Dokument (424.8 kB)

Ergebnisse des Projektes Stopp-Koordinationsstelle gegen häusliche Gewalt im Brunnenviertel

Abschlussbericht des Projektes Stopp

Die Fachberatungs- und Intervertionsstelle bei häuslicher Gewalt FRAUENRAUM hat im QM-Gebiet Brunnenviertel ein Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt umgesetzt.

PDF-Dokument (1.2 MB)

Leitfaden für Einrichtungen bei Fällen häuslicher Gewalt

Das Projekt Stopp hat für Einrichtungen einen Leitfaden entwickelt um mehr Handlungssicherheit zu geben.

PDF-Dokument (424.3 kB)