"Kino für Moabit" präsentiert STADTGESICHTER. Das erste Film- und Videofestival über und mit Moabit

Pressemitteilung Nr. 401/2017 vom 21.09.2017

22.-24. September 2017

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

Das Gesicht eines Berliner Stadtteils in bewegten Bildern “Kino für Moabit” hat Videos und verborgene Filmschätze aus mehreren Jahrzehnten aufgespürt und präsentiert diese auf einem dreitägigen Festival. Es findet an vier Spielorten statt.
Ablauf und Adressen s. unter http://moabiter-filmkultur.de/stadtgesichter/

Darunter ist auch die gläserne Werbevitrine vor dem Rathaus Tiergarten, in der an zwei Abenden (22. und 23. September) die “Moabiter Streiflichter” – Nachrichten und Filmaufzeichnungen über den Stadtteil vor 40, 50, 60 Jahren – direkt auf der Straße projiziert werden.

Zum wiederholten Mal gestaltet “Kino für Moabit” die Vitrine zur Projektionsfläche um, platziert Kino damit unmittelbar im Straßenraum und erzeugt ein faszinierendes Zusammenspiel aus realen und gefilmten Stadtbildern.
Eindrücke vom Kino in der Glasvitrine unter
http://moabiter-filmkultur.de/unserangebot/strassenkino/

Die Berliner Abendschau berichtete in den 1960er Jahren aus Moabit über typische Ereignisse der Kategorie “Vermischtes”: Ein Richtfest, eine neue Städtepartnerschaft, eine Bibliothekseröffnung, um 1968 herum aber auch über eine Studentendemonstration zum Prozessbeginn gegen Fritz Teufel und einen Sprengstoffanschlag auf das Kriminalgericht.

Die historischen Filmaufzeichnungen aus dem Bestand der früheren Landesbildstelle, deren Quartier über Jahrzehnte ja in Moabit selbst, Levetzowstraße/Wikinger Ufer, lag, sind seit der Auflösung derselben im Jahr 2000 schwer zugänglich und kaum noch zu sehen gewesen. Tagsüber können an den zwei Festivaltagen die Programme “Inselbetrachtungen” (23. und 24. September) und “Moabit im Kino” (23. September) gesichtet werden.

Sie umfassen eine Vielzahl an Porträts und kurzen Spielfilmen, Berichten und Dokumentationen, und sie stammen von in Moabit lebenden, professionellen und nicht-professionellen FilmemacherInnen, von Initiativen und Privatleuten. Neben den einschlägig bekannten Gebäuden und anschaulichen Bildern von Spree und Brücken zeigt STADTGESICHTER Eindrücke aus dem Moabiter Alltag, von kulturellen Aktivitäten und lokalen Initiativen, Geschäften und Straßenfesten. Und Geschichten über Menschen, die seit Jahrzehnten im Stadtteil leben und arbeiten.

Das audiovisuelle Gesicht Moabits: ein berlin- und landesweit immer noch eher unbekannter Stadtteil, seit jeher im Schatten von symbolträchtigen Orten wie dem Gefängnis oder dem Regierungsviertel, entfaltet bei STADTGESICHTER die Vielfalt seiner Geschichte und Lebenswelten.

Erste Eindrücke vermitteln die Filmbilder im Anhang.

Ein detailliertes Programm erscheint in den nächsten Tagen, abrufbar über http://moabiter-filmkultur.de/stadtgesichter/

STADTGESICHTER wird gefördert durch den Bezirkskulturfonds Mitte (Fachbereich Kunst und Kultur, Bezirksamt Mitte von Berlin). Kooperationspartner sind das Stadtplanungsamt Mitte und das Landesarchiv Berlin.

Medienkontakt:
Veranstalter, Moabiter Filmkultur e.V.
Projektleitung: Maren Dorner, Susanne Elgeti
E-Mail: info@kinofuermoabit.de

Filmbild zu PM 401 "Kino für Moabit"

PNG-Dokument (271.5 kB) Dokument: Rocco Di Mento

Filmbild zu PM 401 "Kino für Moabit"

PNG-Dokument (216.4 kB) Dokument: Landesarchiv Berlin - Filmsammlung