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Ein Park mit Hochseecontainer

Pressemitteilung Nr. 120/2017 vom 31.03.2017

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, informiert:

Der Kleine Tiergarten zwischen Turmstraße und Alt-Moabit ist kürzlich erneut Thema eines Fernsehbeitrags gewesen. In einem Film der RBB-Abendschau war unter anderem vom Szene-Aufenthaltsbereich die Rede, der als „Drogencontainer“ bezeichnet worden ist. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel stellt klar, dass diese Formulierung den tatsächlichen Sachverhalt „stark verkürzt, irreführend und nicht korrekt“ wiedergibt.

Der Kleine Tiergarten/Ottopark wurde im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms “Aktive Zentren” als ein Handlungsschwerpunkt im Fördergebiet Turmstraße umgestaltet. Der Verein für suchtbegleitende Hilfen Fixpunkt wurde beauftragt, das Projekt durchzuführen.

Ein zentrales Ziel war das Motto: „Ein Park für alle“.

Beachtet wurden die Bedürfnisse nach Komfort (Park als offener Erholungs- und Kommunikationsort) und nach subjektiver Sicherheit der Moabiter Bevölkerung. Es ging aber auch um die Lebenssituation von Menschen, die sich in problematischen Lebenssituationen befinden und ebenfalls überwiegend aus Moabit stammen.
Der Park ist für viele Szene-Angehörige ein wichtiger sozialer Anlaufpunkt. Der Aufenthalt im Freien und in der Öffentlichkeit ist für sie häufig die einzige Alternative zu Vereinsamung und Langeweile, da sie weder Geld haben um Lokale aufzusuchen noch Wohnungen, in die sie einladen könnten. Es wurde deshalb ein Aufenthaltsbereich mit einem umgebauten Hochsee-Container im mittleren Teil des Kleinen Tiergartens errichtet. Dort halten sich die Szenen seit Errichtung des Containers im Jahr 2014 regelmäßig auf. Damit konnten die bisher vorhandenen Nutzungskonflikte entschärft und zugleich für die Szene ein Ort der Identifikation mit „eigenem Verantwortungsbereich“ geschaffen werden, erläutert Fixpunkt e.V.

Der Verein betont, dass der Standort des Aufenthaltsbereichs Nutzungskonflikten vorbeugt und in diesem Teil des Kleinen Tiergartens zu einer erheblichen Entlastung des U-Bahn-Eingangs Turmstraße geführt hat. Zuvor standen zahlreiche Personen im Bereich des U-Bahn-Eingangs, was zu Beschwerden geführt hatte. Außerdem ermöglicht der Container in Kombination mit der offenen Gestaltung des Parks eine soziale Kontrolle und dient der Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Das Nutzungskonzept wurde in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dem Bezirksamt Mitte, der Polizei und der Prozess-Steuerung (Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH) für das „Aktive Zentrum Turmstraße“ entwickelt.
Zum Aufgabenbereich der Sozialarbeit gehören auch die Mit-Gestaltung des Raumes durch die ansässigen Szenen sowie die Konfliktprävention und Konfliktregulierung bei unterschiedlichen Nutzungsinteressen.

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel: „Das Bezirksamt beabsichtigt, das von allen beteiligten Akteuren als erfolgreich bewertete Modell im nächstem Jahr aus eigenen Mitteln fortzuführen“.

Kontakt Fixpunkt: (030) 616 755 883

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, Tel.: (030) 9018-32200