Realisierung des Gedenkorts Güterbahnhof Moabit

Pressemitteilung Nr. 071/2017 vom 24.02.2017

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

In den letzten 25 Jahren haben sich zahlreiche Akteure in immer wieder neuen Konstellationen für einen Gedenkort am historischen Ort des Güterbahnhofs Moabit, zwischen Quitzowstraße und Ellen-Epstein-Straße, eingesetzt. Dass von dort die meisten Menschen in Berlin durch die Nationalsozialisten in Ghettos und Vernichtungs-lager in Osteuropa deportiert wurden, war dennoch lange nicht bekannt. Ab Mitte Februar beginnen nun die Arbeiten zur Realisierung des Gedenkortes auf den Flurstücken 359 und 360. Grundlage für die Gestaltung des Gedenkorts ist die Empfehlung des Preisgerichts zum Kunstwettbewerb „Gedenkort Güterbahnhof Moabit“; dieser wurde vom Land Berlin in Abstimmung mit dem Bezirk Mitte von Berlin 2016 ausgelobt. Die Realisierung des Ergebnisses obliegt dem Bezirk Mitte von Berlin und wird finanziert durch Mittel der LOTTO-Stiftung Berlin.

Weiterführende Informationen zum Gedenkort Güterbahnhof Moabit, zum Siegerentwurf „Hain“ des Künstlerkollektivs raumlabor berlin sowie zum Kunstwettbewerb sind veröffentlicht auf:
http://www.berlin.de/kunst-und-kultur-mitte/kunst-im-stadtraum/erinnerungskultur/

Der Siegerentwurf „Hain“ des Künstlerkollektivs raumlabor berlin sieht u.a. die Pflanzung eines Kiefernwaldes vor; hierfür werden ab Mitte Februar die acht Linden auf dem Flurstück 360 durch acht Kiefern in einer höheren Qualität ersetzt sowie weitere Kiefern auf dem angrenzenden Flurstück 359 gepflanzt. Außerdem werden die noch existierenden Gleisfragmente herausgearbeitet und ggf. ergänzt sowie zwei Tafeln zur Geschichte des Orts an der Quitzowstraße und an der Ellen-Epstein-Straße angebracht.

Die Fertigstellung des Gedenkorts ist für Sommer 2017 geplant.

Medienkontakt:
Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Straßen und Grünflächen, Tel. (030) 9018-33500
Dr. Ute Müller-Tischler, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur, Tel. (030) 9018-33408