Ausstellung „Düne Wedding“ in der Galerie Wedding

Pressemitteilung Nr. 427/2016 vom 22.09.2016

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sa-bine Weißler, informiert:

Am Freitag, dem 30. September 2016 wird um 19 Uhr in der Galerie Wedding die „Düne Wedding“ eröffnet. Im Kontext der Ausstellungsreihe Post-Otherness-Wedding (POW) untersuchen Constanze Fischbeck und Sven Kalden in Zusammenarbeit mit Carlos Manuel mit der „Düne Wedding“ die Aus-prägungen deutscher Kolonialgeschichte im Stadtteil Wedding. Es begrüßt Dr. Ute Müller-Tischler, Leiterin der Galerie Wedding und des Fachbereichs Kunst und Kultur. Die Kuratorin Constanze Fisch-beck und Sven Kalden führen in die Ausstellung ein. 20 Uhr findet die Performance von Carlos Manuel statt, bei der die Düne in die Galerie einziehen wird.

Mittels Skulptur, Performance und Film wird die ›letzte innerstädtische Sanddüne Deutschlands‹ in der Scharnweberstraße 159 als Düne Wedding symbolisch in die Galerieräume übertragen und der Blick auf das benachbarte Afrikanische Viertel und die Rehberge gelenkt. Nachdem das Gelände der Rehberge um 1900 von Carl Hagenbeck zur Errichtung eines „Zukunftstierparks“ gekauft worden war, wurden die darin liegenden abgeholzten märkischen Sanddünen – Assoziationen von Wüste hervorrufend – in der Weimarer Republik als Filmset für frühe Stummfilme der John Hagenbeck-Film GmbH genutzt. Im Geiste des Exotismus wurden die ehemaligen Kolonien filmisch rekonstruiert. Als Mittelpunkt eines Filmsets dienten die Sanddünen der Rehberge vor dem Bau des Volksparks als Projektionsfläche und Material für Phantasmen exotischer Ferne und die Konstruktion des »Anderen«. Die Ausstellung nimmt Fragilität, Materialität und Veränderbarkeit der Sanddüne als Bezugspunkt, um die Komplexität der Folgen menschlicher Einflüsse in der Konstruktion von Landschaft und Geschichte zu betrachten.
Mehr Informationen: www.galeriwedding.de

Freitag, 07.10.16 um 19 Uhr: Künstlergespräch mit Constanze Fischbeck, Sven Kalden, Carlos Manuel und Dr. Britta Lange, Privatdozentin für Kulturgeschichte, Moderation: Cornelia Klauß, Filmwissenschaftlerin, Regisseurin und Autorin

Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, dem Ausstellungs-fonds für Kommunale Galerien und der miKrOPROJEKTE 2016.

Ausstellungsdauer: 01.10 – 08.10. 2016
Adresse: Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin | Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag, 12-19 Uhr
Der Eintritt ist frei. Die Galerie ist barrierefrei zugänglich. Gäste mit Kommunikations- bzw. Assis-tenzhilfebedarf melden diesen bitte bis zum 27.09.2016 unter (030) 9018-423 86 oder per E-Mail bei post@galeriewedding.de an.

Medienkontakt:
Fachbereich Kunst und Kultur, Galerie Wedding: Nadia Pilchowski, Tel. (030) 9018 423 85