Start des gemeinwesenorientierten Konflikt- und Platzmanagements

Pressemitteilung Nr. 017/2016 vom 18.01.2016

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, informiert:

Zum 1. Januar 2016 startete im Bezirk Mitte das neue gemeinwesenorientierte Konflikt- und Platzmanagement. Das durch das Bezirksamt Mitte finanzierte Projekt wird vom Verein Fixpunkt durchgeführt. Es knüpft an die erfolgreiche Arbeit des Projektes „Gemeinwesenorientiertes Platzmanagement Leopoldplatz“ an und soll u.a. die bisherige Arbeit am Leopoldplatz fortführen. Das neue Projekt ist nicht auf eine ausgewählte Region beschränkt und wird sich auch inhaltlich weiterentwickeln.

Im Rahmen des Projekts werden die Veränderungsprozesse im öffentlichen Raum begleitet und unterstützt und die vielschichtigen Interessen berücksichtigt. Problemverursachende Gruppierungen werden in den Veränderungsprozess einbezogen und bestehende Konflikte zwischen den unterschiedlichen Nutzungsinteressen entschärft.

Dazu der Bezirksbürgermeister, Dr Christian Hanke:
„Durch das Instrument des Konflikt- und Platzmanagements kann kurzfristig auf die sich schnell verändernden Situationen im öffentlichen Raum reagiert werden. Die Nutzung der Plätze, wie dem Leopoldplatz als offener Markt-, Veranstaltungs- und Kommunikationsort, soll nicht nur für bestimmte Gruppierungen, sondern für alle Bewohner*innen und Besucher*innen möglich sein.“
Dabei werden die problematischen Gruppen nicht verdrängt, sondern ein verträgliches Miteinander angestrebt. Darüber hinaus trägt das Projekt zum friedlichen und respektvollen Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wie z.B. Armut, Obdachlosigkeit und Sucht, bei und wird diesen Menschen konkrete Hilfe anbieten.

Unterstützt werden diese Bemühungen unter anderem durch die vom Präventionsrat geleiteten Runden Tische, welche sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam Lösungsansätze für Konflikte im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Am Runden Tisch kommen unter der Leitung des Präventionsrates des Bezirksamtes Mitte regelmäßig unterschiedliche Akteure zusammen: Anwohner*innen, Gewerbetreibende, Vertreter*innen von Kirchengemeinden und sozialer Initiativen sowie der Polizei, der Bezirkspolitik und der Bezirksverwaltung.

Astrid Leicht, geschäftsführende Projektleiterin des Fixpunkt e. V. konstatiert: „Die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die wachsende Stadt Berlin und insbesondere im Bezirk Mitte werden den Nutzungsdruck auf den öffentlichen Raum in den nächsten Jahren noch erhöhen. Probleme und Konflikte bleiben dabei nicht aus. Sie sollen frühzeitig erkannt und gemeinsam mit der Nachbarschaft und den Behörden lösungsorientiert angegangen werden. Wir freuen uns darüber, dass das Bezirksamt die Bedeutung der sozialen Arbeit bei der Stadtentwicklung und speziell im öffentlichen Raum erkannt hat und gezielt einsetzt. Wir hoffen, dass wir die Erwartungen, die der Bezirk und wir selbst an uns stellen, auch erfüllen können.“

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de