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Neue Hausordnung für die Obdachlosenhilfe

Pressemitteilung Nr. 439/2015 vom 21.09.2015

Der Bezirksstadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel, informiert:

In der Fachstelle für Obdachlosenhilfe werden aktuell mehrere Hundert Menschen betreut. Neben den obdachlosen oder von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen mit deutschem Pass oder langjährigem Aufenthalt in Berlin auch immer mehr Asylsuchende, die dringend auf Wohnraum angewiesen sind.

Die existenzbedrohenden Sorgen der Hilfesuchenden führen zu zunehmenden Spannungen auf den Fluren des Sozialamtes und gegenüber den Beschäftigten des Sozialamtes. Das Sozialamt ist personell auf die rapide steigende Zahl der Vorsprachen und Ansprüche nicht eingestellt.

Kurzfristig wurde zur besseren Information der Hilfesuchenden zum Verfahren und zur Klarstellung über angemessenes Verhalten gegenüber anderen Wartenden oder den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Sozialamtes die folgende „Hausordnung“ erlassen. Sie hängt ab heute in den Sprachen Arabisch, Türkisch, Englisch, Französisch, Serbisch und Deutsch in den Fluren der Fachstelle aus.

„Sehr geehrte Bürgerin, sehr geehrter Bürger,

alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sozialamtes wissen, in welcher schwierigen Lebenssituation Sie sind. Wir sind alle bemüht, Ihnen schnell und gut zu helfen. Dabei bevorzugen und benachteiligen wir niemanden.
Damit Sie nicht obdachlos sind, können wir Ihnen nur Notunterkünfte vermitteln. Diese haben oft einen sehr einfachen Standard. Auch wenn es schwer ist, sollten Sie daher versuchen, selbst eine eigene Wohnung zu finden.
Auch wir versuchen, neue und gute Unterkünfte für Sie zu finden. Viele Unterkünfte sind aber von den Behörden nicht genehmigt – zum Beispiel wegen fehlendem Brandschutz. Sie sind illegal. Für solche Unterkünfte dürfen wir die Kosten nicht übernehmen.
Wir behandeln Sie mit Respekt und Verständnis. Bitte zeigen auch Sie Respekt und Verständnis gegenüber allen Beschäftigten. Bitte respektieren Sie unsere Aussagen und Entscheidungen, egal ob sie von einem Mann oder einer Frau getroffen werden.
Beleidigungen und Bedrohungen gegen andere hilfesuchende Menschen oder die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sozialamtes können wir nicht akzeptieren. In solchen Fällen werden wir umgehend die Polizei rufen und Ihnen Hausverbot erteilen.
Das erschwert die Lösung Ihrer Probleme und verzögert die Bearbeitung Ihrer Anliegen.
Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, in Berlin gute Lösungen für alle Menschen zu finden.

Ihr Sozialamt Berlin Mitte“

Medienkontakt
BA Mitte, Bezirksstadtrat Stephan von Dassel, Tel.: (030) 9018-42660