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Medizinische Versorgung von Geflüchteten in Berlin endlich professionalisieren und systematisieren

Pressemitteilung Nr. 432/2015 vom 18.09.2015

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, informiert:

„Es gab die Verabredung, dass Vivantes die Medikamente für die medizinische Versorgung auf dem LaGeSo-Gelände liefert. Dies hat auch geklappt. Neues Problem: Der Apothekerverband hat Einspruch eingelegt, weil die ambulante Medikamentenversorgung nicht durch Krankenhäuser, sondern nach Gesetz über Apotheken zu erfolgen habe. Vivantes darf also nicht mehr liefern. Das ist nun wirklich nicht die Flexibilität, die die Bundeskanzlerin von uns fordert. (Das ist die freundliche Version der Beschreibung des Problems.)

Lösungsmöglichkeiten: 1. Vivantes beauftragt eine örtliche Apotheke, die Medikamente auszuliefern. 2. LaGeSo als Genehmigungsbehörde erlaubt eine Ausnahme. Handeln, denn es gibt in Berlin zur Zeit keine vernünftige und verantwortliche medizinische Versorgung von nichtregistrierten Flüchtlingen.

Es geht um die humanitäre Versorgung der Geflüchteten und den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz. Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass die gesundheitliche Versorgung vom zuständigen Senator absolut unterschätzt wird. Man hat aus der Masernepidemie des letzten Winters wenig gelernt und mindestens die Grippewelle wird kommen. Seit sechs Wochen keine substanziellen Fortschritte.

Kleiner Lichtblick: StS Gerstle hat heute im RdB gesagt, dass eine Unterarbeitsgruppe des Zentralen Koordinierungsstabes zur gesundheitlichen Versorgung eingerichtet wurde.

Hintergrund: Mitte hat bereits im Januar 2015 gegenüber SenGes einen entsprechenden konzeptionellen Forderungskatalog vorgelegt.

Endlich in der Senatsgesundheitsverwaltung handeln: Medizinische Erstversorgung und Erstcheck für alle ankommenden Geflüchteten ab sofort und auch in der Erstaufnahmestelle in der Bundesallee, denn bisher ist dort wohl kein angemessenes Versorgungszentrum in der neuen Immobilie geplant.“

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de