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Vor 200 Jahren wurde das renommierte Berliner Kaufhaus N. Israel gegründet. Anlässlich dieses Jubiläums eröffnet das Mitte Museum am 1. Oktober 2015, um 17 Uhr die Kabinettausstellung DESSA: Kaufhaus Nathan Israel 1815-1939. Eine Künstlerin erforscht Geschichte.

Pressemitteilung Nr. 416/2015 vom 10.09.2015

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sabine Weißler, informiert:

Die Geschichte des Kaufhauses N. Israel, einst im alten Berlin gegenüber dem Roten Rathaus gelegen, ist seit Jahren ein Thema im künstlerischen Schaffen von DESSA – Deborah Sharon Abeles: Von Nathan Israel in der Jüdenstraße begründet, expandierte die Firma bald und siedelte in die Spandauer Straße um. Um die Jahrhundertwende entstand hier der repräsentative Bau des Architekten Ludwig Engel, der schrittweise erweitert wurde. Seit vier Generationen im Familienbesitz musste das florierende Unternehmen 1939 verkauft werden und die Familie Deutschland verlassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gebäudekomplex zerstört.
Das Kaufhaus N. Israel zeichnete sich durch das Engagement für seine Mitarbeiter aus. Eine eigene Kranken- und Altersversicherung traf Vorsorge für die Angestellten, Clubs boten ihnen Freizeitaktivitäten, in Vorträgen und Kursen konnten sie sich weiterbilden. 1925 eröffnete das Unternehmen die erste private Handelsschule Deutschlands, um das Personal selbst auszubilden. Soziale Verantwortung und Gemeinsinn der Inhaber gingen über Firmenbelange hinaus. Bemerkenswert ist das Wirken Wilfrid Israels, der sich entschieden der Forderung der Nationalsozialisten widersetzte, jüdische Mitarbeiter zu entlassen. Nach seiner Emigration organisierte er die Flucht in Deutschland lebender Juden.
Eines der vom Kaufhaus herausgegebenen Jahrbücher inspirierte DESSA zur ersten Hommage an die Philanthropie der Kaufhauseigentümer. Zum 200. Jahrestag entstand eine neue Serie Gemälde mit dem Titel «Stolzesteine». DESSAs intensive Beschäftigung mit dem Leben und Wirken der Familie Israel liegt in ihrer eigenen jüdischen Familiengeschichte begründet. Erstmals werden ihre Werke in Berlin nun im Kontext musealer Auseinandersetzung mit Geschichte gezeigt.

Das Mitte Museum dankt der Galerie Petra Lange, Berlin für die Unterstützung.
Ausstellungsdauer: 4. Oktober 2015 bis 31. März 2016
Öffnungszeiten: So-Do: 10-17 Uhr, Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin
Gäste mit Kommunikations- bzw. Assistenzhilfebedarf melden diesen bitte bis zum 23.9.2015 an.
Tel.: (030)4606019-23 oder E-Mail: mittemuseum@gmx.de

Medienkontakt: Liane Wilhelm Tel.: (030)4606019-23, wilhelm@mittemuseum.de,
www.mittemuseum.de