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Zusammenrücken und solidarisch sein mit den Flüchtlingen aus Ungarn

Pressemitteilung Nr. 414/2015 vom 08.09.2015

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, informiert:

„Gestern Nachmittag gab es eine Telefonschaltkonferenz zum Thema Unterbringung von Flüchtlingen zwischen Senator Czaja und Staatssekretär Gerstle sowie den Bezirksbürgermeistern. Da wir als Berlin zusätzlich zu den normal zugewiesenen Flüchtlingen nun auch aus München in Größenordnungen aufnehmen, müssen analog zum Katastrophenfall auch Unterbringungsmöglichkeiten der Bezirke ausgeschöpft werden. Es gibt zur Zeit keine freien Kapazitäten mehr. Angesichts dieser Ausnahmesituation bitte ich um Verständnis und Unterstützung, wenn nun auch bezirkliche Unterkünfte des Katastrophenschutzes wie beispielsweise Sporthallen aktiviert werden. Obdachlosigkeit ist zwingend zu vermeiden und es ist menschlich richtig, dass wir als Berlin den zusätzlichen Flüchtlingen aus Ungarn helfen.

Mit Blick auf die vielen Flüchtlinge fordere ich ein nationales Wohnungsbauprogramm. Es ist gut, dass der Bund jetzt mehr Geld für die Versorgung der Asylbewerber bereitstellt. Das ist aber nur ein Anfang. Langfristig müssen jedoch u.a. Mittel für den Bau von mehr Wohnungen bereitgestellt werden. Es geht darum, dass die Ballungsräume in die Lage versetzt werden, nicht nur Unterkünfte zu bauen, sondern Wohnungen mit sozialen, bezahlbaren Mieten für Alle. Die geflüchteten Menschen sollen integriert werden und in ordentlichen Wohnungen leben. Wir wollen aber keine Ghettos bauen, sondern eine soziale Bevölkerungsmischung, damit Integration gelingt und unsere Gesellschaft gemeinsam mit den Geflüchteten vorankommt.

Ich fordere eine nationale “Geflüchteten-Konferenz”, die in den nächsten Jahren Strategien für die Integration und Aufnahme von Geflüchteten erarbeitet. Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung müssen genauso nüchtern wie empathisch gute Handlungsstrategien für die Hunderttausende, die gekommen sind und kommen werden, entwickeln. Wir können das, aber nicht durch Abschreckung, sondern durch konstruktives und kooperatives Willkommen. Wir müssen vom Reagieren zum Agieren kommen. Unsere Erfahrungen mit dem modernen, hilfsbereiten und vielfältigen Deutschland werden uns helfen.“

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de