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Galerie Wedding: „NO FOOD FOR LAZY MAN“

Pressemitteilung Nr. 400/2015 vom 31.08.2015

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sabine Weißler, informiert:

Die Ausstellung von Emeka Ogboh, 1977 in Nigeria geboren und heute in Lagos und Berlin lebend, eröffnet am 17.9.2015, 19 Uhr.

Ogboh, der in diesem Jahr mit seinen Klanginstallationen auf der Venedig Biennale vertreten ist, verwendet in seiner Weddinger Solo-Ausstellung verschiedene mediale Mittel wie Sound, Fotografie, Text, Symbole, Zitate, Anekdoten und Straßenschilder, die in Afrika wie auch in Europa gefunden werden können. Diese Objekte und Installationen setzt er in den Kontext von Migration, Essensphilosophien und Kulturen innerhalb von Migrantengemeinschaften.

Ausstellungsdauer bis 31.10.2015. Anschrift: Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin. Öffnungszeiten: Di-Sa, 12-18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Begrüßung und Einführung: Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz; Dr. Ute Müller-Tischler, Leiterin der Galerie Wedding und des Fachbereichs Kunst und Kultur im Bezirksamt Mitte.

Aus dem Ankündigungstext:

Der Titel der Ausstellung ist dem Sprichwort „No Food For Lazy Man“ entnommen, welches auf Aufklebern, in Restaurants, in Taxis, Herrenfriseursalons und anderen Alltagsorten in den meisten westafrikanischen Ländern allgegenwärtig ist. Die Ausstellung nimmt diesen Denkspruch zum Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit einem Sinnbild für Gesellschaften, in denen sich jeder selbst durchschlagen muss, für grünere Wiesen und um schließlich Essen auf den Tisch zu bekommen.

Emeka Ogboh thematisiert so indirekt die Politik und Ökonomien des Essens. Er verfolgt Nahrungsketten, Produktion, Vertrieb und Verbrauch und ihre Effekte auf nationalen und internationalen Ebenen in Bezug auf die Ernährungssicherheit und den Welthandel. Die komplexe und vielschichtige Beziehung zwischen Migration und Essen erschließt sich der Künstler jedoch vor allem, in dem er über die eigentlichen Migrationsgründe (z.B. Essensknappheit) hinausgeht, denn Essen ist für Ogboh immer auch Kulturgut, sozialer guter, geistiger und ästhetischer Gegenstand, sowie Philosophie.

Dieses Kunstprojekt verweist auf die starke Gemeinschaftlichkeit durch geteilte Geschmäcker. Es ist diese Verbindung warum sich Stämme, Städte und Nationen und ihre Völker mit spezifischem Essen identifizieren können. Aus einem sozialen Gesichtspunkt ist Essen eine verbindliche Kraft, die Leute zusammenbringt und ihnen ermöglicht, innerhalb von Gesellschaften zu leben. Dementsprechend spielt Essen und Trinken ebenfalls eine wichtige Rolle für die Erhaltung kultureller und sozialer Netzwerke innerhalb von Migrantengemeinschaften. In der Diaspora formen die fast schon rituellen Momente des gemeinsamen „Brotbrechens und Weintrinkens“ religiöse, kulturelle oder andere Gruppenidentitäten. Essen kann als „Brücke“ zwischen dem jeweiligen Land und der Migrantengemeinschaft funktionieren, da das Bauch-Gehirn-Wissen Verständnis und gegenseitigen Respekt hervorbringen können.

Partizipative Installation „Mama Put“ zur Ausstellungseröffnung: Mama Put ist eine nomadische Köchin aus Westafrika, die für die Ausstellungsbesucher ein Gericht anbieten und „Original Sufferhead Beer“, selbstgebrautes Bier, zapfen wird. Das Rezept für dieses Bier entstand aus einer Geschmacksumfrage unter afrikanischen Migranten in Berlin. Entwickelt von Emeka Ogboh und gebraut in Zusammenarbeit mit einer Weddinger Brauerei.

Kuratiert von Bonaventure S. B. Ndikung und Solvej Helweg Ovesen im Rahmen von POW (Post-Otherness-Wedding). Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien und Bezirkskulturfonds sowie besonderen Dank an Folakunle Oshun, Curator in Residence, Berlin und Lagos.

Parallel zur Ausstellung am 19.9.2015, 14.30 Uhr: Rundgang durch die Ausstellung mit dem Künstler Emeka Ogboh und dem Kurator Bonaventure Soh Bejeng Ndikung.

Gäste mit Kommunikations- bzw. Assistenzbedarf melden diesen bitte bis zum 1.9.2015 unter der Rufnummer 9018-423 86 oder per E-Mail bei post@galeriewedding.de an. Die Galerie ist barrierefrei zugänglich.

Medienkontakt:
Medienkontakt Fachbereich Kunst und Kultur: Bernd Mannhardt, Tel.: 9018 374 61.