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Realisierungswettbewerb zur Erweiterung der Schiller-Bibliothek Berlin Mitte entschieden

Pressemitteilung vom 24.06.2011

Die Ausstellung wird am 4. Juli um 19:00 Uhr durch die Bezirksstadträtin für Personal, Finanzen, Weiterbildung und Kultur, Dagmar Hänisch, eröffnet.
Alle achtzehn eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden vom 5. – 15. Juli 2011 täglich von 14 – 20 Uhr im Stadtbad Wedding, Gerichtsstraße 65, öffentlich ausgestellt.

Der im März 2011 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobte Realisierungswettbewerb für die Erweiterung der Schiller-Bibliothek an der Müllerstraße in Berlin Mitte wurde am 16. Juni 2011 entschieden. Eingebunden in das Verfahren war eine öffentliche Bürgerversammlung mit Präsentation der eingereichten Wettbewerbsarbeiten am Abend vor der Preisgerichtssitzung.

Gegenstand des Wettbewerbs war die Erweiterung der bestehenden Schiller-Bibliothek zu einer Mittelpunktbibliothek sowie der mögliche langfristige Ausbau zu einer Bezirkszentralbibliothek, der im Rahmen des Wettbewerbs als Ideenteil mit zu planen war. Seit 2006 ist die Schiller-Bibliothek in Berlin Mitte, Ortsteil Wedding, im ehemaligen Bezirksverordneten-Saal des Rathauses Wedding an der Müllerstraße untergebracht. Die derzeitigen Bibliotheksflächen im 1. Obergeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes von Fritz Bornemann sind nicht ausreichend.

Der Bezirk Mitte von Berlin hat deshalb im Juli 2009 beschlossen, die Schiller-Bibliothek zu einer Mittelpunktbibliothek zu erweitern. Das für die Mittelpunktbibliothek zu realisierende Raumprogramm umfasst eine Programmfläche von insgesamt 1.780 m². Für die spätere mögliche Erweiterung zu einer Bezirkszentralbibliothek (Ideenteil) sind insgesamt ca. 6.500 m² Nutzfläche vorgesehen.

Ziel des Verfahrens war es, einen funktional und städtebaulich überzeugenden und gestalterisch anspruchsvollen Entwurf zu erhalten, der sich sensibel in das denkmalgeschützte Ensemble auf dem Rathausplatz einfügt. Die Bedeutung der Müllerstraße als ein zu entwickelndes Hauptzentrum im Rahmen des Bund-Länder-Programms ‚Aktives Stadtzentrum‘ soll durch den Ausbau der Schiller-Bibliothek gestärkt werden.

Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten in Höhe von 4.085.000,- Euro vorgegeben. Mit dem Bau der Maßnahme soll 2012 begonnen werden. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm ‚Aktives Stadtzentrum‘ sowie dem EUROPÄISCHEN
FONDS FÜR REGIONALE ENTWICKLUNG (EFRE) der Europäischen Union gefördert.

Neben drei gesetzten Teilnehmern wurden siebzehn weitere Architekturbüros in einem vorangegangenen europaweiten Bewerbungsverfahren für die Teilnahme ausgewählt. Die Preissumme betrug 30.000 €.

Unter dem Vorsitz der Dresdener Architektin Canan Rohde-Can entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

1. Preis
10.000 €

AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern

Butz Dujmovic Schanné Urig

Mitarbeiter: Dipl. Ing. Sascha Pawlik

Dipl. Ing. Hasan Shehu

Dipl. Ing. Sebastian Lelle

2. Preis
7.500 €

Klaus Block Architekt BDA, Berlin

Klaus Block

Mitarbeiter: Mathias Berg

Olga Koch

Ingo Lerch

Sonderfachleute/Berater:

Tragwerksplanung: Tragwerksplanung DBV Berlin_ Dr. Babilon
Haustechnik: Planungsteam Energie und Bauen Berlin

Dr. Kloas

3. Preis
5.000 €

Peter W. Schmidt Architekt BDA, Berlin

Peter W. Schmidt

Mitarbeiter: Alexander Raab

Anja Retzlaff

Barbara Senepart

Herbert Hussmann

Noel Schadt

3 gleichwertige Anerkennungen
je 2.500 €

Eine Anerkennung:

gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Berlin

Meinhard von Gerkan, Prof. Dr. h.c. multi, Dipl. Ing. Architekt BDA
Stephan Schütz, Dipl. Ing. Architekt BDA

Mitarbeiter: Clemens Kampermann, Dipl. Ing. Architekt

Min Li, Dipl. Ing. Architektin

Michael Reiss, Dipl. Ing.

Jochen Sültrup, Dipl. Ing.

Jan Deml

Sonderfachleute/Berater:

Landschaftsarchitekt: REHWALDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

Dresden

Eine Anerkennung:

Eckert Negwer Suselbeek Architekten, Berlin

Eckert Negwer Suselbeek

Eine Anerkennung:

e2a, Zürich

Wim & Piet Eckert

Mitarbeiter: Nikolai Müller

Jaime Daroca

Die Jury empfahl die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Ausarbeitung und Realisierung. Sie erwartet dabei eine Überarbeitung unter Berücksichtigung folgender Aspekte:

 Verzicht auf das zurückversetzte Erdgeschoss und den Arkadengang zur Sicherung einer ausreichenden Raumtiefe für die Bibliotheksnutzung;
 Integration eines Veranstaltungsraums im Umfang von 80m² in das Gebäude als Ausgleich für den nicht nutzbaren BVV-Saal;
 Sicherstellung einer direkten Sichtbeziehung zur Müllerstraße;
 Berücksichtigung der Interessen der Bibliothek bei der anstehenden Umgestaltung des Rathausplatzes.

Die Jury äußerte sich ansonsten wie folgt über das preisgekrönte Konzept, die sich vor allem auf die Realisierung in der 2. Ausbaustufe bezieht:
„Der Rathausplatz erhält durch die gut proportionierte schmale, langgezogene und leicht von der Straße zurückgezogene viergeschossige Brandwandbebauung eine adäquate südwestliche Einfassung und einen Raum bildenden Abschluss, der darüber hinaus noch eine ungestörte Sichtbeziehung zur Leopoldplatz gestattet. Die Mittelpunktbibliothek kann als eigenständiger Baukörper realisiert werden. Auch die spätere Erweiterung ist gestalterisch und technisch gut lösbar. Die geforderte räumliche Anbindung an den BVV Pavillon ist bei dieser konsequenten städtebaulichen Lösung allerdings nicht möglich.
Der Entwurf erzeugt durch die großflächige Gestaltung der Fassade mit Glas ein eigene Architektursprache, die mit Bornemanns Ensemble aus Hochhaus und Pavillon einen Dialog eingeht.
Der Eingang zum Gebäude ist gut auffindbar gegenüber dem BVV Pavillon angeordnet. Bei dieser Arbeit entsteht ein sehr breiter, gut gestaltbarer Außenraum, der sich parkähnlich gestalten lässt und eine angstfreie fußläufige großzügige Durchwegung von der Müllerstraße zur Genterstraße erlaubt. Der kompakte Baukörper, eine vereinfachte Fassadenausbildung und die Beschränkung auf die geforderten Nutzflächen lässt eine Realisierung im Kostenrahmen erwarten.”