Ziviler Ungehorsam: Gedanken gegen Krieg und Sklaverei

Pressemitteilung vom 26.06.2009

4. Juli 2009, 18.00 Uhr
Anti-Kriegs-Museum
Brüsseler Str. 21,13353 Berlin

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, übernimmt die Schirmherrschaft für die neue Ausstellung des Anti-Kriegs-Museum zu Henry David Thoreau.

Die Ausstellung wurde realisiert von Christian Bartolf und Thomas Oertzen in der Peace Gallery des Anti-Kriegs-Museums und ist vom 4. Juli bis 29. August 2009 zu sehen. Sie dokumentiert Thoreaus Gedanken gegen Krieg und Sklaverei, zusammen mit Fotografien von seiner Umgebung am Walden-See (Walden Pond) und in Concord, Massachusetts.

Henry David Thoreau (geb. 12. Juli 1817 in Concord, Massachusetts; gest. 6. Mai 1862) war US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.
In seinem Werk “Walden” beschrieb er sein einfaches Leben am See, zudem kommentierte er auch Themen wie Wirtschaft und Gesellschaft.
Er lebte etwa zwei Jahre zwar allein und selbständig, aber nicht abgeschieden, in einer selbstgebauten Blockhütte bei Concord am Walden-See.
Thoreau weigerte sich jahrelang, Steuern zu zahlen und damit die US-amerikanische Regierung (und so Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Inspiriert durch eine Nacht im Gefängnis verfasste Thoreau den Essay “Resistance to Government” (1849), welcher unter dem späteren Titel “Civil Disobedience” (Ziviler Ungehorsam) bekannt wurde. Die Schrift avancierte zum Standardwerk und Namensgeber des Zivilen Ungehorsams und diente unter anderen Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen Krieg und Sklaverei.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten täglich zwischen 16 und 20 Uhr

Medienkontakt:
Anti-Kriegs-Museum e.V. (für Bildung gemeinnütziger Verein), Telefon 45490110