Der Gedenkort Güterbahnhof Moabit entsteht

19.04.2017

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Bild: Bezirksamt Mitte

Am 19. April 2017 wurden die ersten Kiefern am künftigen Gedenkort Güterbahnhof Moabit, zwischen der Quitzowstraße und der Ellen-Epstein-Straße gepflanzt. Die ersten Spatenstiche durch die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, der Leiterin des Fachbereichs Kunst und Kultur, Dr. Ute Müller-Tischler und Francesco Apuzzo vom Künstlerkollektiv raumlabor symbolisierten an diesem Tag die Umgestaltung des Geländes.

Zum Hintergrund:

In den letzten 25 Jahren haben sich zahlreiche Akteure in immer wieder neuen Konstellationen für einen Gedenkort am historischen Ort des Güterbahnhofs Moabit, zwischen Quitzowstraße und Ellen-Epstein-Straße, eingesetzt. Dass von dort die meisten Menschen in Berlin durch die Nationalsozialisten in Ghettos und Vernichtungslager in Osteuropa deportiert wurden, war dennoch lange nicht bekannt. Ab Mitte Februar begangen dann die Arbeiten zur Realisierung des Gedenkortes auf den Flurstücken 359 und 360. Grundlage für die Gestaltung des Gedenkorts war die Empfehlung des Preisgerichts zum Kunstwettbewerb „Gedenkort Güterbahnhof Moabit“; dieser wurde vom Land Berlin in Abstimmung mit dem Bezirk Mitte von Berlin 2016 ausgelobt. Die Realisierung des Ergebnisses obliegt dem Bezirk Mitte von Berlin und wird finanziert durch Mittel der LOTTO-Stiftung Berlin.

Der Siegerentwurf „Hain“ des Künstlerkollektivs raumlabor berlin sieht u.a. die Pflanzung eines Kiefernwaldes vor. Außerdem werden die noch existierenden Gleisfragmente herausgearbeitet und ggf. ergänzt sowie zwei Tafeln zur Geschichte des Ortes an der Quitzowstraße und an der Ellen-Epstein-Straße angebracht.

Die Fertigstellung des Gedenkorts ist für Sommer 2017 geplant.

Weiterführende Informationen zum Gedenkort Güterbahnhof Moabit, zum Siegerentwurf „Hain“ des Künstlerkollektivs raumlabor berlin sowie zum Kunstwettbewerb sind veröffentlicht auf:

http://www.berlin.de/kunst-und-kultur-mitte/kunst-im-stadtraum/erinnerungskultur/