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Netzwerk im Alter - Interessenverbund "Wohnen im Alter"

Wohnungsumgestaltungen bei der WG Wuhletal e.G.

- Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit -


Wenn sich im Alter das gesundheitliche Befinden verschlechtert, steht mancher vor der Frage, ob er in der bisherigen Wohnung ohne Schwierigkeiten weiter leben kann. Ein Wohnungswechsel wäre eine mögliche Lösung, ist aber aufwendig und führt zu neuen Problemen: das vertraute Umfeld verlassen, neue Nachbarn ...
Auf der anderen Seite haben Wohnungseigentümer großes Interesse, ihren Wohnungsbestand optimal zu vermieten. Und es ist nicht mehr zu übersehen: In den Plattenbausiedlungen von Marzahn - Hellersdorf wird die Mieterschaft deutlich älter. Dem müssen die Vermieter verstärkt Rechnung tragen, wenn ihr Wohnungsbestand attraktiv bleiben soll.

Im Rahmen von Sanierung und Modernisierung gestaltete die Wohnungsbaugenossenschaft Wuhletal e.G. eine Aufgangseite des Hauses in der Maxie-Wander-Straße 90 komplett zu seniorengerechten Wohnungen um. Die WG betrat damit Neuland, sie konnte auf keinen eigenen Erfahrungen aufbauen. Das Haus ist ein 6-Geschosser vom Typ WBS 70. Die ursprünglichen 4-Zimmer-Wohnung wurden durch Änderung des Grundrisses zu 2-Zimmer-Wohnungen mit 70,47 m² umgebaut. Mit Ausnahme einer niedrigen Schwelle von 2 cm an der Eingangstür und am Balkon ist der übrige Wohnraum nun schwellenfrei. Hofseitig wurde ein Außenlift angebaut, der direkt auf den Etagen hält. Dafür wurde ein Kinderzimmer der ursprünglichen Wohnung abgetrennt, das nun den Flur zum Lift bildet. Das 2. Kinderzimmer wurde zur Küche. Durch diese Änderung entstand zusätzlich ein Abstellraum in der Wohnung. Hervorzuheben ist auch das durch die geänderte Führung der Versorgungsleitungen vergrößerte Badezimmer. Die versorgungsseitige Wand ist so verstärkt worden, dass Haltegriffe montiert werden können. Der Montagerahmen in der stabilen Rückwand ermöglicht auch, die Sitzhöhe des WC-Beckens zu variieren. Fünf der Wohnungen sind mit einer Dusche ausgestattet, die sechste auf Wunsch eines Interessenten mit einer Wanne. Da außerdem die lichte Breite der Türen vergrößert wurde, ist jede Wohnung auch rollstuhlgeeignet. Eine weitere wohnwerterhöhende Maßnahme war der Anbau von Loggien.

Weil in diesem Fall gleich mehrere Wohnungen komplett umgestaltet wurden, konnten die Baukosten im Vergleich zu Einzelmaßnahmen gesenkt werden. Die Miete beträgt für die Wohnung im Erdgeschoss
499,64 Euro, davon sind 131,08 Euro Betriebskostenpauschale. Bei den übrigen Wohnungen erhöht sich diese Pauschale wegen des Aufzuges um 17,62 Euro.

Klaus Laube
Mitglied im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit



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