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Netzwerk im Alter - Interessenverbund "Wohnen im Alter"

Eine gelungene Wohnungsanpassung

- Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit -

Im Februar 2001 wandte sich Frau K. telefonisch unter der Nummer 514 30 93 an die Koordinierungsstelle Rund ums Alter Marzahn - Hellersdorf und bat um einen Hausbesuch und Beratung.
Herr K. hatte vor längerer Zeit einen Schlaganfall erlitten und war seitdem ständig auf einen Rollstuhl angewiesen. Frau K. pflegte ihren Mann, hatte aber Probleme in der Wohnung, den Alltag zu meistern. Das 80jährige Ehepaar wollte verständlicherweise nicht mehr umziehen.
Es handelte sich um zwei Problembereiche: Herr K. konnte weder den Balkon noch das Bad nutzen. Auch mit Hilfe seiner Frau kam er mit dem Rollstuhl nicht über die Türschwellen. Er musste auf das Sitzen im Freien mit Blick ins Grüne verzichten. Und gewaschen wurde er von seiner Frau mit Hilfe einer Schüssel im Wohn- oder Schlafzimmer.
Nach Prüfung der Möglichkeiten schlug die Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Rund ums Alter vor, die Balkonschwelle herausschneiden und eine neue Balkontür einbauen zu lassen. Für die Überwindung der Badschwelle war eine mobile Rampe der geeignete Kompromiss.
Bei diesem Hausbesuch wurde auch die Finanzierung besprochen. Der Vermieter übernimmt derartige Kosten nicht, der Mieter muss sie u. U. selbst tragen. Die mobile Rampe konnte über den behandelnden Facharzt auf Rezept verordnet und von der Krankenkasse finanziert werden. Und da Herr K. eine Pflegestufe hatte, war in diesem Falle die Beantragung eines Zuschusses für die Baumaßnahme Balkonschwelle bei der Pflegekasse möglich.
Folgendes war nun zu tun: Anruf beim Facharzt mit der Bitte um Verordnung einer mobilen Rampe, Schreiben an den Vermieter mit der Bitte um Zustimmung zur geplanten Baumaßnahme Balkon, Anruf bei entsprechenden Firmen zur Vereinbarung von Ortsterminen für Aufmaß und Erstellung von Kostenvoranschlägen, Anträge an die Kranken- und Pflegekasse.
Da Frau K. sich diese Aufgaben nicht zutraute und weitere familiäre Unterstützung nicht zur Verfügung stand, wurden von der Koordinierungsstelle Rund ums Alter für Herrn K. die Anrufe getätigt, die Briefe verfasst, die Verhandlungen geführt und die Realisierung der Maßnahmen begleitet.
Der Vermieter gab umgehend und unbürokratisch sein Einverständnis. Auch die Kranken- bzw. Pflegekasse bewilligten nach Prüfung die Anträge. Daraufhin wurden an die Firmen die entsprechenden Arbeitsaufträge erteilt und einige Wochen später realisiert.
Inzwischen kann Herr K. wieder gemeinsam mit seiner Frau den schönen Balkon nutzen. Und für beide ist es eine große Erleichterung, dass seine tägliche Körperpflege wieder im Bad möglich ist.

Werner Bock
Mitglied im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit



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