- Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit -
Alt werden in einer vertrauten, gewohnter Umgebung - das ist der Wunsch fast aller. Aber man weiß nie, was das hohe Alter für den Einzelnen bereit hält an guten und weniger guten Ereignissen.
Deshalb sollten Senioren rechtzeitig über Folgendes nachdenken:
Fühle ich mich wohl in meiner Umgebung?
Werde ich auch in späteren Jahren in meinem Wohngebiet zurecht kommen?
Wer sich zeitig genug im Leben diesen Frage stellt, kann sich noch in Ruhe entscheiden, ob nur seine Wohnung dem Alter angepasst werden muss oder er besser noch einmal umzieht.
Mit zunehmendem Alter sollte man dabei einige Dinge beachten, die früher wahrscheinlich gar keine Rolle spielten, jetzt aber wichtig werden - z. B. ein seniorenfreundliches Umfeld:
Nicht jeder wird im Alter ein Auto zur Verfügung haben - also sollte man sich darauf einstellen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß Wege erledigen zu können. Straßenbahn, Bus, S- Bahn oder U- Bahn müssen deshalb gut erreichbar sein.
Und wo kann man ohne Schwierigkeiten seine Einkäufe erledigen? Wie weit ist es zu den Geschäften? Am günstigsten ist ein kleines Einkaufszentrum in der Nähe, mit vielfältigen Angeboten, möglichst mit einem Fahrstuhl. Hoffentlich bietet der Supermarkt einen Liefer- Service, wenn man nicht mehr so gut zu Fuß ist oder das Tragen zur Qual wird.
Wie weit ist es von der Wohnung zum Hausarzt und Facharzt? Hat die Apotheke einen Bringedienst? Und die Bibliothek vielleicht auch?
Gibt es im Wohngebiet eine Filiale meiner Bank und möglichst auch eine Post?
Und genau so wichtig ist es, Kontakte zu anderen Menschen zu haben, Geselligkeit und Ablenkung zu finden. Wo also ist die nächste Seniorenfreizeitstätte oder ein anderer Treffpunkt nach meinem Geschmack? Und reicht mir mein gemütlicher Balkon mal nicht - finde ich dann in der Nähe ein Plätzchen im Grünen, mit Bänken, wo sich auch andere zum Plaudern niederlassen?
Das sind sogenannte "Standortfragen", die jeder mit zunehmendem Alter bedenken und prüfen sollte. Den Idealfall wird es kaum geben, aber jeder kann versuchen, für sich die optimale Variante zu finden, um zu sagen: Ja, hier kann ich alt werden!
Annemarie Arkuszewski
Mitglied im Arbeitskreis Vermieterkontakte, Bedarf, Wohnumfeld
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