- Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit -
Das Älterwerden beeinträchtigt häufig die körperliche Mobilität und führt dann nicht selten zu Problemen beim Wohnen. Dennoch überwiegt bei Senioren der Wunsch, in der vertrauten Wohnung zu bleiben und den Haushalt so lange wie möglich selbstständig zu führen. Deshalb sind ältere Bürger sehr an Wohnungsanpassungsmaßnahmen interessiert.
Viele Maßnahmen können sie selbst realisieren, z. B. Gefahrenquellen beseitigen und sich durch Umräumen oder die Anschaffung seniorengerechter Möbel zweckmäßiger einrichten.
Manchmal sind auch verordnungsfähige Hilfsmittel wie Haltegriffe an der Badewanne oder eine Toilettensitzerhöhung die Lösung. Bauliche Vorhaben dagegen müssen durch eine Firma technisch geprüft, vom Hauseigentümer vorher genehmigt und dann fachgerecht ausgeführt werden.
Oft ist vom Wohnzimmer zum Balkon eine gefährlich hohe Schwelle zu überwinden. Dieses Problem kann durch einen Stufentritt und einen Haltegriff gemildert werden.
Umfangreichere technische Umbauten wie die komplette Entfernung der Balkonschwelle oder der Einbau einer niedrig schwelligen bzw. ebenerdigen Dusche sind mit mehr Aufwand und höheren Kosten verbunden.
Bauliche Wohnanpassungsmaßnahmen sollten so früh wie möglich vorbereitet werden, weil sie Zeit und Energie erfordern und Kosten verursachen. Zweckmäßig ist es, im Zuge angekündigter Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen die gewünschten individuellen Veränderungen mit zu besprechen und zu klären, ob Maßnahmen vom Vermieter oder der Kranken- bzw. Pflegekasse mitfinanziert werden könnten und dies dann gleich zu beantragen.
Wir empfehlen Senioren - Mietern genau so wie Eigenheimbesitzern - sich in solchen Fragen vertrauensvoll an die Koordinierungsstelle Rund ums Alter Marzahn-Hellersdorf zu wenden, sich beraten und eventuell auch unterstützen zu lassen. Von Dienstag bis Donnerstag kann man von 10.00 Uhr - 16.00 Uhr in der Mehrower Allee 50 selbst vorsprechen und sich die ständige Ausstellung ansehen.Unter der Telefonnummer 514 30 93 kann auch ein Hausbesuch vereinbart werden.
Harry Wohlfahrt
Mitglied im Arbeitskreis Vermieterkontakte, Bedarf, Wohnumfeld
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