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Die Wuhle


Die Wuhle entspringt in der Nähe von Ahrensfelde, wo heute aber keine richtige Quelle mehr zu finden ist. Der sichtbare Beginn der Wuhle ist ein schmaler Graben in der Nähe der Bahnstation Ahrensfelde-Friedhof. Von hier bis zu ihrer Mündung in die Spree legt die Wuhle 16,4 km zurück.
Zunächst fließt sie durch besiedelte Gebiete: durch das Ahrensfelder Dreieck, wo sie in eine parkähnliche Gestaltung mit einbezogen wurde und dann durch den Ortskern von Ahrensfelde, den sie in einem schmalen, betonierten Kanal durchfließt.

Wuhle Ahrensfelder Berge

Von Ahrensfelde bis zur Landsberger Allee bildet die Wuhle die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Auf der östlichen Seite beginnt südlich eine weitläufige Freifläche des Ortsteils Hoheneiche, die sich weit in das Wuhletal hineinschiebt.
Vom kleinen Schwarzerlen-Wäldchen im Nordwesten bis zu den Ahrensfelder Bergen markieren Bäume und Sträucher den Verlauf der Wuhle.

Der für das Wuhletal folgenreichste Eingriff war die Anlage des Klärwerksableiters, der die Bezeichnung "Neue Wuhle" erhielt. Nachdem das Klärwerk Falkenberg 1968 seinen Betrieb aufnahm, reichte der Marzahn-Hohenschönhauser- Grenzgraben bald nicht mehr als Klärwerksableiter aus und so wurde Ende der achtziger Jahre die Neue Wuhle angelegt, die von dort das Klarwasser mit dem Regenwasser in die Spree ableitete. Die Natur eignete sich die Neue Wuhle schnell an und bot einen interessanten Lebensraum für Libellen, Amphibien und einzelne Vogelarten. 2003 stellte das Klärwerk Falkenberg seinen Betrieb ein. Dies gab der Wuhle und der Niederung die Chance, Verhältnisse zu schaffen, die dem ursprünglichen Zustand nahe kommen.

Am Fuße der Ahrensfelder Berge erreicht der Klärwerksableiter das Wuhletal, Neue und Alte Wuhle fließen von hier einige Kilometer gemeinsam durch das grüne Wuhletal. Sie bewegen sich vorbei am Wiesenpark, dem Erholungspark Marzahn(Externer Link) und umschlängeln den Kienberg und den Jelena-Santic-Friedenspark(Externer Link) bis die Alte Wuhle in den Wuhleteich fließt und sich danach mit der Neuen Wuhle vereinigt. Von dort fließt die Wuhle kontinuierlich weiter Richtung Süden und zieht dabei am Wuhlegarten, in der Nähe des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses, an der Biesdorfer Höhe und den Schmetterlingswiesen vorbei.

Wuhleblase mit Holunderbüschen

In Biesdorf-Süd fließt die Wuhle über mehrere Stufen in ein breites, tiefer gelegenes Becken- die Wuhleblase. Die Kaskaden sind bereits von Büschen (Heckenkirsche und Holunder) eingerahmt. Wo das Becken sich wieder verengt, führt eine Holzbrücke über die Wuhle. Hier reichen die alten Gehölze bis dicht an die Ufer heran.
In den fünfziger Jahren wurde die Wuhle tiefer gelegt, um den Grundwasserspiegel in den Siedlungsgebieten abzusenken. Dadurch liegt der Wasserspiegel der Wuhle nur noch wenige Dezimeter über dem der Spree an der Wuhle-Mündung, daher rührt auch der dauernde Einstau von der Spree bis zur Brücke an der Heesstraße.

Der Wuhlesee

Schild Wuhletal-Wanderweg Wuhlesee

Nachdem die Wuhle die Wuhleblase verlassen hat, fließt sie weiter um den Wuhlesee. Landschaftlich bilden der Wuhlesee und seine Umgebung eine Abwechslung im südlichen Wuhleverlauf. Die weite Wasserfläche, das Röhricht und die Baumgruppen am Ostufer, die Freiflächen auf der westlichen Seite, die einzelnen Altbäume in den Gärten und auf den Brachflächen, schließlich die Büsche und Sträucher am Wegrand - all das gibt dem Landschaftsbild wieder mehr Offenheit und Vielfalt. m Zuge der Bauarbeiten in den fünfziger Jahren erfolgte eine Verlegung des Gewässers nach Osten sowie die Herstellung des Wuhlesees. An seiner Stelle befand sich vorher ein lang gestreckter Sandrücken, den die Wuhle auf westlicher Seite umfloss.

Wuhlesee

Der neu geschaffene See hatte die Funktion, das Grundwasser in der Umgebung abzusenken. Ende der achtziger Jahre wurde der See auf eine Tiefe von 5 m ausgebaggert und auf der westlichen Seite von einem Damm umfasst, so dass die Wuhle jetzt den See umfließt. Ziel war es, über eine Stauanlage die Wasserführung sowie den Grundwasserstand zu regulieren und die Wasserqualität des Sees zu verbessern.
Von dem Wuhlesee fließt die Wuhle Richtung Bezirksgrenze und verlässt somit den Bezirk Marzahn-Hellersdorf, von hier aus sind es nur knapp drei Kilometer bis zur Mündung in die Spree.

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