Direkt zum Inhalt der Seite springen

Mahlsdorf


Natur und Stadtgrün

Mahlsdorf Ansichten
Mahlsdorf ist ein Anfang des 13. Jahrhunderts gegründetes Straßendorf; 1345 wurde es als "Malterstop" erstmals urkundlich erwähnt. Die Entwicklung Mahlsdorfs vom späten 19. Jahrhundert an verlief ähnlich wie in den Nachbardörfern Kaulsdorf und Biesdorf. 1895 erhielt der Ort eine Stadtbahn und 1906 eine Straßenverbindung mit Köpenick. Seit Anfang des 20 Jahrhunderts bildeten sich südlich (Mahlsdorf-Süd) wie auch nördlich der Bahnlinie ausgedehnte Siedlungsgebiete, die heute mit den ebenfalls beidseitig der Bahnlinie entstandenen Kaulsdorfer Vorortsiedlungen zusammengewachsen sind. Bei der Eingemeindung nach Berlin im Jahre 1920 zählte Mahlsdorf rund 6000 Einwohner.
Seitenanfang

Das Gründerzeitmuseum

Das ehemalige Gutshaus in Mahlsdorf gehört zu den ältesten Gebäuden in Marzahn-Hellersdorf. Aus einem Lageplan des Jahres 1733 geht hervor, dass das Gebäude nach 1705 erbaut wurde. Das heutige Gutshaus ist um 1815 vollständig neu errichtet worden. Es befindet sich am Südende des ehemaligen Dorfes. Bei dem Bau handelt es sich um einen schlichten eingeschossigen Putzbau mit Krüppelwalmdach im Stil der preußischen Landhausschule. Die Fassade zeichnet sich durch spätklassizistische Formen in der Tradition der Schinkelschule aus.
Seit 1960 befindet sich im Gutshaus ein Gründerzeitmuseum. Das Museum ist weit über Berlin hinaus ein Begriff und damit die wohl bekannteste Kultureinrichtung des Bezirks.

Charlotte von Mahlsdorf (1928 - 2002) hatte das private Museum 1960 eröffnet. Heute gehört die Sammlung zu den beeindruckendsten Europas. Sie besteht aus vollständig, vorwiegend im Neorenaissance-Stil eingerichteten Wohnzimmern aus der Zeit zwischen 1870 und 1900. Vervollständigt wird das Interieur durch gusseiserne Öfen, Uhren, Lampen, Wandschmuck sowie eine Vielzahl kunstgewerblicher Gegenstände. Eine museale Kostbarkeit ist die vollständig erhaltene Lokaleinrichtung der "Mulackritze", der letzten Zille-Kneipe Berlins vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Adresse und weitere Informationen

Seitenanfang

Der Gutspark Mahlsdorf

Gutspark Gutspark Md Gutspark2
Der Gutspark Mahlsdorf ist neben der Parkanlage des Biesdorfer Schlosses die einzig erhaltene historische Parkanlage im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Das Zentrum des Parks ist das Gutshaus, das als Gründerzeitmuseum überregionale Bedeutung besitzt und mit dem Park eine gestalterische Einheit bildet. Der etwa 17 500 qm große Garten ist von einem seiner früheren Besitzer, Hermann Schrobsdorff, bis zu seinem Tode im Jahre 1892 in einen Landschaftspark mit Wegesystem umgestaltet worden. Da es sich um einen Villengarten mit relativ geringer Grundfläche handelte, hat es entgegen dem einsetzenden Trend zu Parks mit landschaftlich angelegten Wegesystemen keine streng geometrischen Vorgaben gegeben.
Seitenanfang

Die Dorfkirche in Mahlsdorf

Die Dorfkirche ist das älteste Gebäude in Mahlsdorf und gehört zu den ältesten Bauwerken Berlins. Das Gotteshaus ist ein frühgotischer Feldsteinbau, erbaut um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Grundriss ist typisch für die Zeit um 1250: Das Kirchenschiff ist als gedrungener Langhaussaal ausgeführt, dem sich im Osten ein eingezogener, rechteckiger Altarraum mit geradem Rechteckchor anschließt. Das kurze Schiff besitzt einen bis zum Traufgesims in Schiffsbreite angelegten Westturm, der im Spätmittelalter als schmaler Rechteckturm weitergeführt und am Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Längssatteldach abgeschlossen wurde. An der Nordseite des Chors befindet sich die Sakristei, ursprünglich mit einem flachen Pultdach und Tonnengewölbe gestaltet. Die Kirchenwände bestehen aus einem zweischaligen, etwa 1,35 m starken Feldsteinmauerwerk. An der Nord- und Südfassade sowie der östlichen Chorseite sind sehr schmale Rundbogenfenster eingelassen.

Kircheninnenraum

Das Altarretabel der Mahlsdorfer Kirche ist 1710 entstanden. Es gehört zu den Höhepunkten des Mahlsdorfer Denkmalbestandes. Der Mittelpunkt der Komposition wird aus einem Kreuzigungsgemälde auf Leinwand gebildet, das sich zwischen Weinlaubsäulen, Pilastern und unter einem gekröpften, stark profilierten Kranzgesims befindet. Den oberen Abschluss bildet ein Segmentbogengiebel mit einem Tafelbild der Auferstehung Christi, der durch eine Strahlenaureole mit zwei seitlich angeordneten Blumenvasen bekrönt wird. In der Holzverkleidung des Altartisches ist ein weiteres Gemälde, mit der Darstellung "Christus in Gethsemane" eingelassen. Die Grundfarben des Originals sind in Weiß und Gold angelegt.



Seit etwa 300 Jahren steht vor der Kirche das Naturdenkmal, die Mahlsdorfer Dorf-Linde (Winter-Linde, Tilia cordata).

...weitere Informationen(Externer Link)

Seitenanfang

Der Kirchhof Mahlsdorf

In Berlin gibt es über fünfzig Dorfkirchen, von denen fünfzehn von einem Kirchhof umgeben sind. Der Mahlsdorfer Kirchhof ist zusammen mit der Kirche denkmalgeschützt. Die Kirchhofsmauer besteht aus Feldsteinen mit einem aufgesetzten einfachen Gitterzaun aus Eisen. Der Friedhof ist etwa 4 000 qm groß und nach einer überlieferten regelmäßigen Wegeführung angelegt. Der Kirchhof zeichnet sich durch unterschiedliche, gepflegte Pflanzungen aus, immergrüne Hecken, Taxus, Buchsbaum und Efeu prägen das Grün. Auf dem Hof wächst Mahlsdorfs ältester Baum - eine etwa 350 Jahre alte Winterlinde. Diese ist als Naturdenkmal geschützt.

Seitenanfang

Der Friedhof Mahlsdorf

Städtischer Friedhof

In den parkähnlich angelegten Mahlsdorfer Friedhof führt eine eindrucksvolle Lindenallee. An einem Rondell auf dem Friedhof befindet sich das schlichte Grab eines einstigen Berliner Originals, der Orgel-Trude. Gertrud Müller hat mit ihren Leierkasten-Melodien vielen Berlinern und Gästen der Stadt Freude gebracht. Ihr Markenzeichen war ein Schornsteinfeger-Anzug mit Zylinder. Sie starb im Alter von 91 Jahren. Auf dem Grabstein steht die originelle Inschrift "Schornsteinfegerleierkastenmüllerin".
Im Jahre 2002 wurde die neue Anlage für anonyme Urnenbeisetzungen und eine Anlage für Erdbestattungen unter dem grünen Rasen eingeweiht.
...weitere Informationen

Seitenanfang

Die Friedrich-Schiller-Schule

Die Friedrich-Schiller-Oberschule wurde in zwei Etappen zwischen 1904 und 1908 auf einem 5100 qm großen Grundstück südlich der S-Bahn errichtet. Das Grundstück wird durch die Hummelstraße, Donizettistraße und die Straße An der Schule begrenzt. In der ersten Etappe wurde 1905 ein 24 x 14 m großer zweigeschossiger Baukörper mit Satteldach fertiggestellt. Die Fassaden des in Sichtklinker gemauerten Gebäudes waren mit neogotischen Motiven und eingesetzten Putzfenstern geschmückt. Im Grundriss liegen Eingangshalle und Treppenhaus in der Mittelachse, im Erd- und Obergeschoss werden von dieser Achse jeweils zwei Schulräume nach Norden und Süden erschlossen.
Bereits 1908 wurde das Schulhaus wegen Platzmangel erweitert. Im nördlichen Bereich des Grundstücks wurde dazu ein Pendant zum Schulhaus von 1904 errichtet und die beiden Gebäudeteile durch einen neuen, höheren Mittelrisalit, der die Aula beherbergt, verbunden. Gleichzeitig ist dazu ein freistehendes Turnhallengebäude im gleichen Stil erbaut worden.
Die gesamte Friedrich-Schiller-Schule ist ein Baudenkmal der Denkmalliste Berlin.

Seitenanfang

Fahrverbindungen:

Gründerzeitmuseum, Gutspark:
Bus 398;Hultschiner Damm

Dorfkirche, Kirchhof:
Tram 62; Alt-Mahlsdorf

Städtischer Friedhof:
Bus 395; Lemkestr./Kieler Str.

Friedrich-Schiller-Schule:
Bus 395, 398; Donizettistr./Lemkestr.

Kontakt

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Umwelt- und Naturschutzamt
Premnitzer Str. 13
12681 Berlin

Stadtplan


E-Mail

Postanschrift
12591 Berlin

Ihr Anliegen

Fahrverbindungen

S-Bahnhof:
S Mehrower Allee:
S7

Bus-Haltestelle:
S Mehrower Allee:
X69
Märkische Allee/Wuhletalstr.:
197, N97

Sprechzeiten

Uhr
Dienstag 9-12 Uhr
Donnerstag 16-18 Uhr
und nach Vereinbarung