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Das Angerdorf Marzahn


Natur und Stadtgrün

Alt-Marzahn Mai 2005 / 1934

Das Dorf Marzahn wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und erstmals im Zusammenhang mit dem Nonnenkloster Friedland am 19. November 1300 als "Mortzane" erwähnt.

Im Mittelpunkt der Feldmark entstanden als märkisches Angerdorf die Höfe der Ritter, Dorfschulzen und Bauern auf beiden Seiten der Straße nach Frankfurt/Oder und nach Altlandsberg jeweils in der Dorfmitte als Fachwerkbauten. Sie umgaben den Dorfanger mit der Dorfkirche. Die Stallungen lagen an den Dorfenden.

Kolonisten aus der Pfalz besiedelten ab 1764, von Friedrich II angelockt, das nach dem siebenjährigen Krieg verödete Dorf neu.
Von der um 1900 beginnenden erneuten Siedlungstätigkeit blieb Marzahn weitgehend unberührt. Um die Jahrhundertwende lebten hier etwa 700 Menschen. Die hiesigen Bauern belieferten die Berliner Großmärkte mit Obst und Gemüse, dies wurde 1898 mit der Eröffnung eines Bahnhofes der "Wriezener Bahn" erleichtert.

In den 70er Jahren errichtete der Magistrat von Berlin auf den ehemals meist landwirtschaftlich genutzten Flächen die ersten Neubauten der Großsiedlung Marzahn. Das Dorf wurde in der Folge eine Insel zwischen den Hochhäusern.

Die Dorfform mit dem spindelförmigen Anger hat sich in Marzahn aber trotzdem gut erhalten, da der Durchgangsverkehr ca. 1982 aus dem Dorf herausgenommen wurde. In den 80er Jahren wurden die nahezu komplett erhaltenen Bauernhöfe aufwändig rekonstruiert. Viele Gebäude wurden im Stil der historischen Backsteinhäuser wieder aufgebaut. Heute steht die alte Dorfanlage unter Denkmalschutz.
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Der Dorffriedhof Marzahn

Der kleinste Friedhof von Marzahn wurde 1893 eröffnet, nachdem der bisherige Dorffriedhof (Kirchhof) neben der Dorfkirche wegen fehlender freier Grabstellen geschlossen werden musste. Der Friedhof wird von der Landsberger Allee, der Allee der Kosmonauten und der Bärensteinstraße begrenzt. Die beeindruckende, axial in der Mitte verlaufende Lindenallee stammt aus dem Jahre 1898 und reichte bis zu der 1911 errichteten Friedhofskapelle, welche aber Ende der 70er Jahre wegen der Baufälligkeit entfernt werden musste. 1984 fand auf dem Friedhof die letzte Erdbestattung statt. Heute ist er geschlossen.
Auf dem Friedhof sind 64 Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft des Zweiten Weltkriegs beigesetzt. Ihre Grabstätten werden in Abstimmung mit dem Senat von Berlin wieder hergestellt, da sie ein Dauerruherecht besitzen.
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Die neogotische Dorfkirche

Dorfkirche Marzahn

Die seit 1985 unter Denkmalschutz stehende Dorfkirche wurde im Jahre 1870/71 nach den Plänen des Architekten Friedrich August Stüler in den Formen der märkischen Backsteingotik erbaut.
Sie wurde nur 60 Meter östlich der damaligen mittelalterlichen Dorfkirche im Feldsteinbau errichtet. Das alte und baufällige Gotteshaus riss man 1874 ab, also drei Jahre nach der Fertigstellung der neuen Kirche.
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www.dorfkirche-marzahn.de(Externer Link)

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Der Tierhof Alt-Marzahn

Der Tierhof in Alt-Marzahn, gleich neben dem Mühlberg, wird seit 1997 von der Agrarbörse Deutschland-Ost als Bildungsstätte betrieben. Hier lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit Tieren oder absolvieren ihre berufs- oder studienvorbereitende Ausbildung. Der Tierhof zeigt wie ein typisch märkischer Bauernhof um 1900 geführt wurde.
Der Hof ist einer von 14 anerkannten Zuchtbetrieben in Deutschland zum Erhalt gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Haustierrassen, wie z.B. die "weiße hornlose Moorschnucke". In einem Park mit Maschinen und historischen Geräten können sich die Besucher mit bäuerlichen Traditionen vertraut machen.

Tierhof Alt-Marzahn:

Agrarbörse Deutschland Ost e. V.

Alt-Marzahn 63
12685 Berlin

Tel.: (030) 5440033


Öffnungszeiten:

Montag bis Feitag 9:00 Uhr - 16:30 Uhr
Samtag, Sonntag und an Feiertagen 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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Das KulturGut Alt-Marzahn

KulturGut

Fast am Dorfausgang, in Alt-Marzahn 23 befindet sich das KulturGut. Das KulturGut ist ein kommunales Kulturzentrum im historischen Dorfkern von Marzahn. Zur Straße hin präsentiert es sich mit einem alten märkischen Bauernhaus, dahinter wurde bereits Ende der achtziger Jahre der ehemalige Vierseithof in traditionellem Stil wieder neu aufgebaut. In typischer Backsteinbauweise entstanden Gebäude, die den früher vorhandenen Stallungen und Scheunen entsprechen. Der Hofkomplex mit seinen vielfältigen kulturellen Angeboten ist bei den Marzahnern sehr beliebt. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im sozial-kulturellen Bereich, wobei soziale Aufgaben im Vordergrund stehen.
Das KulturGut profilierte sich als ein künstlerisch-kreatives Zentrum. Es beherbergt heute mehrere künstlerische Werkstätten, mit einer "Scheune", einem vielseitig nutzbaren Veranstaltungssaal sowie ein Galeriecafé und eine Puppenbühne.

KulturGut Alt-Marzahn

Alt-Marzahn 23
12685 Berlin

Ansprechpartnerin:
Fr. Maron Münzner

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Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

Bezirksmuseum Marzahn

Seit dem Spätsommer 2000 wird die ehemalige Dorfschule in Alt-Marzahn als Bezirksmuseum genutzt. Das zweigeschossige Gebäude wurde 1911/12 nach den Plänen des Architekten Paul Tarruhn aus Lichtenberg erbaut und befindet sich westlich der Dorfkirche. Der Bauplatz war früher Kirchengrund.
Durch seine unregelmäßige Gestalt und die großen Fenster wirkt das Museum gegenüber dem streng gegliederten Kirchenbau eher verspielt. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Fassadengestaltung an der Westeite und damit dem Eingang zuteil. Der Architekt betonte diesen mit einer sehr repräsentativen Giebelwand, welche gleichzeitig die unterschiedlichen Traufhöhen des Gebäudes überspielte.

Im heutigen Bezirksmuseum erinnern noch einige Ausstattungsgegenstände an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes. So erreicht man heute noch die Geschosse über die alte Treppe. Im Foyer sind ein Trinkbrunnen mit Wasserleitungszufluss erhalten geblieben und im nordöstlich gelegenen ehemaligen Klassenzimmer eine der Wandtafeln.

Das Museum bietet:
Regionalgeschichtliche Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen, Ausstellungsführungen und Führungen im Stadt-Raum für Gruppen, museumspädagogische Projekte, insbesondere für Kindergruppen und Schulen, Nutzung des regionalgeschichtlichen Archivs einschließlich wissenschaftlicher Beratung und des separaten Veranstaltungsraumes



Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf:

Alt-Mazahn 51
12685 Berlin

Tel.: (030) 54790921/27
Fax: /030) 54790920

E-Mail

Öffnungszeiten:

Dienstag - Donnerstag 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 10:000 bis 14:00 Uhr
Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr

Führungen und Archivbenutzung nach Vereinbarung)

Eintritt frei!

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Das Landhaus "Marzahner Krug"

Marzahner Krug

Erstmals wurde ein Krug 1450 in Marzahn erwähnt. Nach dem Dreißigjähigen Krieg war das alte Kruggut, damals verbunden mit dem Schulzenamt, das einzige noch bestehende Bauerngut. Über die Geschichte des Dorfkruges ist sonst wenig überliefert; sicher ist, dass der Krug über seine gesamte Geschichte ein wichtiger dörflicher Treffpunkt gewesen ist.
Am 1. März 1953 wurde hier die erste LPG Berlins, die "Neue Ordnung" ins Leben gerufen.

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Kontakt

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Umwelt- und Naturschutzamt
Premnitzer Str. 13
12681 Berlin

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12591 Berlin

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