Gender Mainstreaming = Geschlechter-Gleichstellung ist eine Vorgabe der Europäischen Union, nachzulesen im Amsterdamer Vertrag von 1999, Artikel 3, Abs.2: Bei allen in diesem Artikel genannten Tätigkeiten wirkt die Gemeinschaft darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern. Europa greift damit auf, was die 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 mit dem Gender-Mainstreaming-Konzept gefordert hat.
Für das deutsche Wort Geschlecht gibt es im anglo-amerikanischen Sprachraum zwei Begriffe: gender und sex. Der Begriff gender = Geschlecht bezieht sich auf die gesellschaftlichen, sozial und kulturell überlieferten und geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern. Diese sind erlernt und damit auch veränderbar. Hingegen ist das biologische Geschlecht = sex in der Regel nicht veränderbar.
Wörtlich übersetzt bedeutet mainstream = Hauptstrom/Hauptströmung. Gender Mainstreaming und Frauen- und Gleichstellungspolitik bilden als Doppelstrategie eine Hauptausrichtung/Hauptströmung, damit Geschlechtergerechtigkeit nachhaltig in allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen von Politik und Verwaltung berücksichtigt wird.
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat in seiner Sitzung vom 15.04.2008 eine neue Struktur für die Implementierung von Gender Mainstreaming/Gender Budgeting sowie die Projekte für 2008 beschlossen.
Informationen zur Anwendung von geschlechtergerechter Sprache, denn die Sprache ist die Kleidung der Gedanken ...
Eine lebendige Sprache entwickelt sich mit den Menschen, die sie sprechen. Auch die zunehmende Gleichberechtigung von Frauen und Männern findet sich in der Sprache wieder. Das betrifft Medien und Alltagssprache, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung gleichermaßen.
Entsprechende Entwicklungen finden auch im Bereich der Rechts- und Verwaltungssprache im Land Berlin statt. So regelt zum Beispiel die Gemeinsame Geschäftsordnung (GGO I) des Landes Berlin:
"Die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern ist zu beachten. Im amtlichen Sprachgebrauch ist die im Einzelfall jeweils zutreffende weibliche oder männliche Sprachform zu verwenden." (GGO I, § 2 Abs. 2)
Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung laden »
(Flyer_Geschlecht, 461164 KB)
"Leitfaden zur geschlechtergerechten Formulierung - Mehr Frauen in die Sprache"
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Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Erst am 23. März 2012 haben Frauen so viel verdient, wie Männer bereits am 31. Dezember 2011. Der nächste equal pay day ist am 23. März 2012. Dann heißt es wieder: Mit politischen Aktionen und den berühmten roten Taschen auf die immer noch bestehende Lohnungleichheit! aufmerksam zu machen.
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Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland laden »
(atlas_gleichstellung, 7073591 KB)Filmausschnitte aus dem Pressegespräch im Vorfeld der Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung am 24. Februar 2011 in Berlin.
Im Gespräch: Roswitha Bocklage, BAG-Sprecherin, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wuppertal; Ida Hiller, BAG-Sprecherin, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg; Christine Rabe, Gleichstellungsbeauftragte, Bezirksamt Charlottenburg - Wilmersdorf von Berlin sowie Prof. Dr. Ute Klammer, Universität Duisburg-Essen, Vorsitzende der Sachverständigenkommission zur Erstellung des Ersten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung. Pressegesprächleitung: Katrin Lechler, freie Journalistin.
Die wichtigsten Aussagen zum Ersten Gleichstellungsbericht zeigt folgender Kurzfilm von Snežana Sever, Gleichstellungsbeauftragte im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin.
Am 25. Januar 2011 wurde das Sachverständigengutachten für den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übergeben. Das Gutachten und die Zusammenfassung können Sie hier abrufen.
Gutachten der Sachverständigenkommission -
Zentrale Ergebnisse und Handlungsempfehlungen laden »
Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Als professionelle Agentinnen des Wandels auf kommunalpolitischer Ebene bieten die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der weiblichen Bevölkerungsmehrheit vor Ort eine Chance auf Gehör. Als Expertinnen für Geschlechterpolitik sind sie eine Instanz für Vernetzung, Interdisziplinarität, Lobbying für Frauen und politische Partizipation der Bürgerinnen [...].
[...] Die “Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen” (BAG) ist ein professionelles Netzwerk der institutionalisierten Frauenbewegung. Vernetzung ist die zeitgemäße frauenpolitische Strategie dieses offenen und flexiblen Bündnisses zur Einmischung von Frauen in politische Entscheidungsprozesse auf nationaler Ebene [...].
Weitere Informationen finden Sie unter www.frauenbeauftragte.de/die-bag/bag-netzwerk/
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