Geplante Unterkünfte

Wohncontainer in Hellersdorf
Bild: EJF-gAG

Im Zuge der steigenden Flüchtlingszahlen beschloss der Berliner Senat 2016 die Neuerrichtung von Wohncontainern („Tempohomes“) und „Modularen Unterkünften für Flüchtlinge“ (MUF). Diese Gebäude können in relativ kurzer Zeit errichtet werden. Durch den Einsatz von Fertigelementen wird die Bauzeit reduziert.

Tempohomes sind für insgesamt 30 Standorte für eine Betriebsdauer von bis zu drei Jahren vorgesehen. In Marzahn-Hellersdorf sind zwei Containerstandorte in Betrieb genommen worden. Im Oktober 2016 ist in Hellersdorf ein Tempohome installiert worden, das 280 Geflüchteten ein temporäres Zuhause bietet. Das Grundstück des Tempohome an der Dingolfinger Str. 3-5a liegt an der Straßenkreuzung Alt-Biesdorf/Blumberger Damm. Hier haben im August des Jahres 2017 bis zu 250 Menschen ein temporäres Zuhause gefunden. Der Betrieb der Unterkünfte obliegt der Zuständigkeit des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).

Aktuelle Information zur Unterkunft Murtzaner Ring

Baustelle Murtzaner Ring 68 im Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Bild: BA M-H

Die Planung und Umsetzung der MUF erfolgt durch die Senatsverwaltung für Finanzen zusammen mit der Berliner Immobilienmanagement GmbH (Auswahl und Tausch von Standorten), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (konkrete Bautätigkeiten) sowie die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Auswahl von Heimbetrei-bern). Die Zuständigkeiten liegen demnach beim Land Berlin. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist bemüht, die ihm vorliegenden Informationen möglichst transparent zu machen.

Am Murtzaner Ring 68 in 12681 Berlin-Marzahn sind die bauvorbereitenden Maßnahmen, d.h. notwendige Baumfällungen, Beräumungen und Erdarbeiten, für eine solche Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) im April 2019 abgeschlossen worden. Die eigentlichen Bauarbeiten starten ab Mai 2019. Wie die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mitteilte, wird die Bauphase bis voraussichtlich Frühjahr 2020 andauern.

Bereits im September 2018 informierte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in einer öffentlichen Veranstaltung über die Unterkunft, um Anregungen von Nachbarinnen und Nachbarn in der Planung zu berücksichtigen. Dies ist u.a. durch die Positionierung der Häuser gelungen, deren Ausrichtung überarbeitet wurde. Der Baumbestand und das freie Blickfeld sind dadurch weitestgehend erhalten worden. Es entstehen zwei sechsgeschossige Häuser, die in L-Form angeordnet sind. In gemeinschaftlich genutzten Appartements werden rund 480 Menschen untergebracht. Nach dem Erstbezug sollen die Gebäude zunächst für fünf Jahre als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende genutzt werden, um danach parallel auch als Wohnhäuser für andere Personengruppen zur Verfügung zu stehen.

Baustelleneinrichtungsplan Murtzaner Ring (Stand: 02.05.2019)

PDF-Dokument (626.9 kB)

Präsentation der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, Abteilung V (Stand: Oktober 2018)

PDF-Dokument (1.2 MB)

Schreiben von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle vom 7. Juni 2018

PDF-Dokument (917.6 kB)

Fragen und Antworten aus dem Bürgerdialog vom 17. September 2018

Nach einer Prognose des Senates kommen weiterhin ca. 700 Geflüchtete pro Monat in Berlin an. Die vorhandenen Unterbringungskapazitäten reichen dafür jedoch nicht aus, so dass weitere Unterkünfte gebaut werden müssen.

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Es gibt kaum freie Grundstücke, die dem Land Berlin gehören und die groß genug sind, um den Bau einer modularen Unterkunft zu ermöglichen. Neben dem Murtzaner Ring werden allerdings auch noch an weiteren Standorten in Berlin neue Unterkünfte entstehen.

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Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 vorgesehen. Ein genaues Datum steht derzeit noch nicht fest.

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Die Eröffnung ist für Sommer 2020 vorgesehen. Ein genaues Datum steht derzeit noch nicht fest.

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Dies ist bautechnisch gesehen die verhältnismäßig wirtschaftlichste Lösung, um den seitens des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gemeldeten Bedarf an Unterbringungskapazitäten zu decken.

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Der Baulärm wird sich insofern in Grenzen halten, als die Gebäude aus vorgefertigten Teilen zusammengebaut werden und keine Abrissarbeiten o.ä. stattfinden werden. Die regulären Bautätigkeiten werden in der Zeit zwischen 7:00 und 20:00 Uhr stattfinden.

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Alle Grünflächen, die im Zuge der Baumaßnahmen möglicherweise beschädigt werden, werden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wiederhergestellt.

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Während der Bauarbeiten gibt es evtl. ein temporäres Parkverbot. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen kümmert sich aber um eine möglichst anwohnerfreundliche Lösung. Die Bezirksbürgermeisterin kümmert sich außerdem um die Durchsetzung der Parkordnung in der Langhoffstraße durch das Ordnungsamt.

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Der Abstand zu den Nachbargebäuden entspricht den gesetzlichen Vorschriften zum Lärmschutz. Es werden keine Balkone gebaut. Die Gebäude sind nach Nord bzw. Süd ausgerichtet.

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Die Bezirksbürgermeisterin hat sich zur Abstimmung einer Lösung bzgl. der Infrastruktur an die Senatskanzlei gewandt.

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Der Einzugsbereich der Schule am Regenbogen soll wieder verkleinert werden. Außerdem ist in Friedrichsfelde-Ost ein Ausweichstandort geplant, um den bestehenden Standort zu entlasten. Die Schulplanung erfolgt in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

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Durch das Bezirksamt erfolgt die Beantragung von 600.000 € aus Bundesmitteln zur Sanierung des Spielplatzes an der Poelchaustraße/Langhoffstraße bzw. am Murtzaner Ring.

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Für die ambulante medizinische Versorgung vor Ort ist gemäß SGB V weder das Land Berlin noch der Bezirk Marzahn-Hellersdorf verantwortlich, sondern die Kassenärztliche Vereinigung. Die Bezirksbürgermeisterin setzt sich zusammen mit den Gesundheitsstadträten aus Lichtenberg und Neukölln gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung für eine bessere medizinische Versorgung ein. In Hinblick auf den aktuellen und den zusätzlichen Bedarf nach Belegung der Unterkunft wird außerdem der „MedPunkt“ am Standort Bitterfelder Straße in Zusammenarbeit mit „Vivantes“ fortgeführt, um die ärztliche Situation zu entlasten.

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Die Polizei unterscheidet hinsichtlich der Sicherheitssituation grundsätzlich zwischen einer subjektiven Wahrnehmung und einer objektiven Sachlage. Tatsächlich gibt es derzeit kein erkennbares bzw. objektiv vorhandenes Sicherheitsproblem an Standorten, an denen Unterkünfte für Geflüchtete eröffnet wurden. Es gibt keinerlei belastbare Hinweise, warum dies am Murtzaner Ring anders sein sollte. Im Falle gegenteiliger Beobachtungen steht die Polizei immer als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erstellt den Baustelleneinrichtungsplan, der auf der Website des Bezirksamtes veröffentlicht wird. Sobald die Unterkunft fertiggestellt und ein Betreiber ausgewählt sein wird, wird es außerdem eine zweite Informationsveranstaltung für die Nachbarschaft sowie einen Tag der offenen Tür für alle Interessierte geben. Zu beiden Veranstaltungen wird zu gegebener Zeit eingeladen.

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Es bestehen verschiedene Nachnutzungsmöglichkeiten, wie z.B. studentisches Wohnen.

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Stadtgut Hellersdorf - Zossener Straße 138

Der Beitrag des Bezirks zu einem attraktiven und lebenswerten Quartier ist die Ertüchtigung der Infrastruktur, für die schon jetzt dort Lebenden und für die Zuziehenden. Von der Kita bis zur Grundschule, von der Jugendfreizeiteinrichtung bis zum Kinderforscherzentrum HELLEUM – all diese Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sind gerade in der Erneuerung oder werden in den nächsten Jahren umfassend saniert oder neu gebaut. Auch für die Skater vom Libertypark wird nach einer Lösung gesucht, um ihnen einen neuen Ort in kurzer Entfernung zur alten Anlage zur Verfügung zu stellen.

In dem neuen Quartier Stadtgut Hellersdorf wird auch ein Wohngebäude für die Unterbringung von Menschen mit Fluchterfahrung gebaut. Im Sommer 2019 beginnen die bauvorbereitenden Maßnahmen und anschließend die Bauarbeiten. Dadurch kann die Containersiedlung an der Zossener Straße 138, so genannte „Tempohomes“, abgetragen werden.

In die neuen rund 68 Wohnungen ziehen ca. 250 Menschen ein, die bislang übergangsweise in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften, insbesondere Notunterkünften, Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen, untergebracht waren. Die Unterkunft wird mit einer normalen Lebensdauer für Neubauten als Wohnhäuser konzipiert und kann aufgrund der modularen Bauweise in einem kurzen Zeitraum errichtet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das Wohngebäude mit geringem Aufwand als normaler Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung gestellt werden. Eine langfristige Nachnutzung ist also ausdrücklich erwünscht.

Präsentation der GESOBAU zum Stadtgut Hellersdorf

PDF-Dokument (3.1 MB)

Zeitung „Stadtgut Hellersdorf“ vom Februar 2019

PDF-Dokument (3.8 MB)