Stand Januar 2012
Geografische Lage, Fläche, Einwohnerzahl
Kommunalpolitisches
Historische Entwicklung
Wirtschaftsstruktur, Infrastruktur
Sehenswürdigkeiten
Marzahn-Hellersdorf ist mit ca. 248.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Bezirk, der durch stetigen Wandel charakterisiert ist. Demografische Wellen der Altersstruktur werden den Bezirk noch lange von den historisch gewachsenen Bezirken unterscheiden.
Am nordöstlichen Stadtrand gelegen, umfasst der Bezirk mit den fünf „Dörfern“ Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Marzahn und Mahlsdorf 6.185 ha. Er grenzt im Norden und im Osten an Brandenburg, südlich an den Bezirk Treptow-Köpenick und westlich an den Bezirk Lichtenberg.
Der Bezirk wurde im vorigen Jahr für sein Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet.
Die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf hat 54 Mitglieder und folgende Fraktionen
19 DIE LINKE., 16 SPD, 10 CDU, 3 Bündnis 90/DIE GRÜNEN, 4 Piratenpartei und 2 Fraktionslose Bezirksverordnete
BVV-Vorsteherin: Kathrin Bernikas (CDU)
Bezirksbürgermeister: Stefab Komoß (SPD)
Gegründet wurde der Bezirk Marzahn am 05. Januar 1979. Aus der Teilung des Bezirkes ging am 01. Juni 1986 der Bezirk Hellersdorf hervor. Der seit dem 01. Januar 2001 wieder fusionierte Großbezirk umfasst nicht nur das Großsiedlungsgebiet mit seinen ca. 100 000 Wohnungen, in denen zwei Drittel der Bevölkerung leben, sondern auch die Kleinsiedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, die sich auf zwei Dritteln der Bezirksfläche erstrecken.
Die fünf Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Schon germanische und slawische Stämme siedelten in der Nähe der Wuhle. Sie entstanden um die Mitte des 13. Jahrhunderts, als deutsche Siedler in der Nähe des Wuhlelaufes die Wälder rodeten und Landwirtschaft betrieben. Erstmals urkundlich erwähnt wurden sie zwischen 1300 und 1375. Im Jahre 1920 wurden die bis dahin zum Kreis Niederbarnim gehörenden Dörfer nach Berlin eingemeindet.
Der Bezirk ist ein innovativer Industrie- und Gesundheitsstandtort. Er knüpft bei seiner Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsentwicklung an vorhandene Stärken und Strukturen an. Dies sind zum einen die Tradition als Industriestandort und zum anderen die Konzentration von Unternehmen aus dem Gesundheitswesen.
Mit seinen sehr gut erschlossenen Gewerbestandorten, der funktionierenden Infrastruktur und dem nahezu lückenlosen Nahverkehrnetz, dem schnellem Zugang zur Autobahn und ausgebautem Güter- und Personenverkehr, ist der Bezirk eine gute Adresse für Unternehmen. Darüber hinaus ermöglicht er den Unternehmen einen direkten Zugang zu den Hochschulen vor Ort. Durch die enge Zusammenarbeit mit den regionalen Wirtschaftsvereinen und –verbänden entstehen Netzwerke, durch die wiederum die Stärken des Bezirkes besser zum Tragen kommen.
Am südwestlichen Rand teilt sich Marzahn-Hellersdorf mit Lichtenberg das Gewerbeareal berlin eastside. Es ist das größte zusammenhängende Gewerbegebiet Berlins mit ca. 1.200 Hektar Gewerbefläche, zehn etablierten Gewerbeparks, 2.500 Unternehmen mit über 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Erstmals haben sich hier zwei Berliner Bezirke und drei private Flächeneigentümer in einem Public - Private - Partnership - Projekt zusammengeschlossen. Ein Schwerpunkt des Bezirkes ist in diesem und in den kommenden Jahren die Errichtung des „CleanTech Business Parks Berlin – Marzahn“, als Berlins größtes Industriegebiet (GI).
Auch als Gesundheitsstandort profiliert sich Marzahn-Hellersdorf. Mit dem berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Berlin und der Augenklinik Marzahn verfügt der Bezirk über zwei Gesundheitseinrichtungen, deren Bedeutung weit über die Grenzen der Region hinaus reichen. Das Vivantes-Klinikum Hellersdorf wird erweitert und erhält einen Neubau, der die psychiatrische Versorgung an einem Standort mit der somatischen Versorgung verbinden wird. In seiner Gerburtsklinik erblicken jährlich mehr als 2.000 Kinder das Licht der Welt.
Eine umfassende Versorgung bietet zum Beispiel das Ärztehaus in der Hellen Mitte an. Am Elsterwerdaer Platz hat sich ein neues Präventions- und Facharztzentrum etabliert. Es beherbergt u.a. verschiedene Schwerpunktzentren, u.a. das größte Zahnprophylaxezentrum Berlins. Wohnortnahe ambulante Versorgung gehört zum Standard in Marzahn-Hellersdorf. Die Gesundheitswirtschaft ist nach der Verwaltung der größte Arbeitgeber im Bezirk.
Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Entstanden sind u.a. die „Helle Mitte“ mit ihren kleinen und großen Geschäften, einem Multiplexkino und weiteren Einrichtungen, das Spree-Center sowie kleine und große Geschäfte im Roten Viertel, das „Corso“ in der Nähe des Roten Viertels, die „Plaza Marzahn“. Im Entwicklungsgebiet Biesdorf Süd entstand das Einkaufszentrum am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz. „EASTGATE Berlin“, das größte Einkaufszentrum im Osten Berlins, hat sich zusammen mit dem Kernbereich am S-Bahnhof Marzahn zum Handelsschwerpunkt entwickelt. Hervorzuheben ist die soziale Infrastruktur. Zur Familienfreundlichkeit tragen preiswerte Wohnungen in allen Größen und ein dichtes Netz von Kitas, Schulen, Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten bei.
Bildung
Der Bezirk ist ein attraktiver Bildungsstandort. Seine Schulen genießen hohes Ansehen, so dass seit einigen Jahren zunehmend Menschen wegen des Schulangebots in den Bezirk ziehen. Im Bezirk finden die Eltern und ihre Kinder ein Bildungsangebot, das für alle Interessenslagen eine passende Schulform bereit hält.
Die Bildung beginnt mit einem „Masterplan Kita“ zur Verbesserung der Schulfähigkeit, wird fortgesetzt mit einer hochwertigen Schulstruktur und der Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf und mündet in ein Lebenslanges Lernen, getragen und gefördert von der Volkshochschule, Freien Trägern u. a. Auch der Ausbau des Bildungsclusters Gesundheitsfortbildung, die Zusammenarbeit mit den ansässigen Fach- und Hochschulen gehören dazu.
Besondere aktuelle kommunal- und regionalpolitische Themen
Marzahn-Hellersdorf entwickelt als jüngster Berliner Bezirk eine besondere Dynamik. Vor zwei bis drei Jahrzehnten zogen nach Marzahn und vor zwei Jahrzehnten nach Hellersdorf vorwiegend junge Familien mit kleinen Kindern in die 100.000 Neubauwohnungen. Die Bevölkerung expandierte in kurzer Zeit. In den letzten Jahren ging die Einwohnerzahl in der Großsiedlung zurück und nahm im Kleinsiedlungsgebiet rasch zu. So ein dramatischer Wandel in der Bevölkerungsentwicklung hat in keiner anderen Region Deutschlands jemals stattgefunden. Seit zwei Jahren nimmt die Einwohnerzahl in allen Stadtteilen des Bezirkes wieder zu.
Nach einer Phase dramatisch sinkender Schülerzahlen von rund 60.000 Kindern im Jahr 1995 auf rund 20.000 Kinder im Jahr 2007 steigt die Schülerzahl nunmehr im sechsten Jahr wieder an. Steigende Geburtenzahlen und Zuzüge führen dazu, dass der Bezirk eine Schülerzahlprognose von plus 30 Prozent bis 2017/18 hat. Damit liegt er nach dem Bezirk Pankow auf dem zweiten Platz der Bezirke mit einem hohen Schülerzahlwachstum. Nachdem im laufenden Schuljahr mehr Kinder als erwartet in die Grundschulen aufgenommen wurden, kann davon ausgegangen werden, dass die Schülerzahlen sogar noch ausgeprägter und noch deutlicher als bislang prognostiziert steigen werden.
War der Bezirk zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung altersmäßig der jüngste Bezirk und die Kinderstube der Hauptstadt, ist inzwischen laut Prognose absehbar, dass der Anteil der älteren Bevölkerung in Marzahn-Hellersdorf bis zum Jahre 2030 um 190 Prozent steigen wird. Das heißt, gemeinsam mit Steglitz-Zehlendorf hat der Bezirk dann den höchsten Rentneranteil (29 Prozent).
Das Durchschnittsalter beträgt 42,7 Jahre und liegt damit noch unter dem Durchschnitt der Hauptstadt. Noch ist jeder Vierte ein Kind bzw. ein Jugendlicher (bis 25 Jahre). Die Zahl der Kinder unter 6 Jahren steigt seit 2000 wieder kontinuierlich an. Die ältere Bevölkerung ab 65 Jahren nimmt ebenfalls stark zu.
11 Prozent der Einwohner/innen haben einen Migrationshintergrund. Bei der Mehrheit der Migrant/innen handelt es sich um Spätaussiedler/innen und ihre Familien. Der Ausländeranteil beträgt lediglich 3,9 Prozent und ist damit der zweitniedrigste in Berlin. Während der Anteil junger Menschen unter 18 Jahren in der Gesamtbevölkerung sinkt, steigt er bei den Migrantinnen und Migranten. Jeder Fünfte unter 18 Jahren hat einen Migrationshintergrund.
Die Haushaltsgröße beträgt 1,8 Personen. Nur bei 31 % aller Kinder, die 2010 im Bezirk geboren wurden, waren die Eltern miteinander verheiratet. Das ist der höchste Wert aller Berliner Bezirke. Mit einem Alleinerziehendenanteil von 44 % nimmt Marzahn-Hellersdorf ebenfalls die Spitzenposition ein.
Wohnstruktur: Im Bezirk gibt es 130.505 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 90.559.000 Quadratmetern. Mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 69,4 Quadratmetern liegt der Bezirk im Berliner Durchschnitt (70,4 Quadratmeter). Mit mehr als 90 Quadratmetern finden sich die größten Wohnungen in Kaulsdorf, Biesdorf-Süd und in Mahlsdorf. Die Wohnungen in den Großsiedlungen sind durchschnittlich 60 bis 65 Quadratmeter groß. 18,2 Prozent aller Wohnungen befinden sich in Ein- und Zweifamilienhäusern. Eine höhere Quote gibt es nur in Reinickendorf und Treptow-Köpenick.
Stadtentwicklung
In den letzten Jahren erfolgte mit Hilfe des Stadtumbauprogramms Ost im Bezirk ein erheblicher Rückbau von nicht mehr benötigter sozialer Infrastruktur. Von den Wohnungsunternehmen wurden ca. 4.500 Wohnungen abgerissen. Im Gegenzug erfolgten aus dem gleichen Programm umfassende Aufwertungsmaßnahmen, die zur Stabilisierung der Wohngebiete aber auch der verbleibenden sozialen Infrastruktur beitrugen. Seit zwei Jahren ist der Rückbauprozess abgeschlossen und es wurde verstärkt in die Aufwertung der sozialen Infrastruktur investiert.
Viele Projekte wurden gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen, dem Senat und dem Bezirk unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner vorbereitet und umgesetzt. Schwerpunkt bildete dabei die moderne Gestaltung der Schulen und Freizeiteinrichtungen, wobei die Wünsche und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Bürgerhaushalt in die Projekte einflossen. So konnte in den letzten Jahren eine erhebliche Verbesserung der Wohnqualität erreicht werden.
Der Bezirk ist Mitglied des „Gesunden Städtenetzwerkes“, erhielt 1996 die Anerkennung als „Zukunftsbeständige Stadt“ und präsentierte auf der EXPO 2000 das „Hellersdorf-Projekt“ – die Strategie zur nachhaltigen Weiterentwicklung eines Stadtteiles in industrieller Bauweise. Für sein Nutzungskonzept zum „Stadtumbau Ost “ im Bundeswettbewerb erhielt er einen ersten Preis.
Großen Wert legt der Bezirk auf die Erhaltung und Pflege der Grünanlagen und hat in seinem Leitbild die Aufgabenstellung "Grüne Stadt ein Leben lang" fest verankert. Während in Berlin insgesamt der Anteil der Grünflächen an der Stadtfläche bei 14,4 Prozent liegt, bietet Marzahn-Hellersdorf mit rund 18 Prozent der Bezirksfläche - von der Parkanlage bis zum Schulhof - eine deutlich bessere Wohnqualität, und hier sind die vielen privaten Grünflächen nicht einmal mit eingerechnet.
Rund 22 Quadratmeter Grün- und Parkanlagen stehen pro Einwohner/in zur Verfügung. Davon liegt ein großer Teil in den Landschaftsräumen Wuhletal, Seelgraben, Hönower Weiherkette oder Kaulsdorfer Seen und bietet damit mitten in der Großstadt Naturraumqualitäten, die zu weitläufigen Spaziergängen und zum freien Spiel in der Natur einladen.
Erfreulicherweise gelang es in den letzten Jahren, viele der bestehenden Plätze und Parkanlagen schrittweise aus Mitteln des Stadtumbaus, der sozialen Stadt und der Arbeitsmarktförderung zu rekonstruieren. Gute Beispiele dafür sind der Springpfuhlpark, der in diesem und auch den nächsten Jahren kontinuierlich weiter umgestaltet wird und der Helene-Weigel-Platz, der jetzt denkmalgerecht aus Mitteln des Stadtumbaus und der Wohnfeldverbesserung wieder hergestellt wurde.
Die Gärten der Welt
im Erholungspark Marzahn: Am 09. Mai 1987 öffnete die „Berliner Gartenschau“ zur 750-Jahrfeier Berlins ihre Tore. Der 21 ha große Park lädt mit seinen ausgedehnten Spiel- und Liegewiesen, vielfältigen Gartenthemen, Spielplätzen und nicht zuletzt mit den „Gärten der Welt“ zum Verweilen ein. Im neuen repräsentativen Eingangsgebäude des Parks hat auch das Tourismusbüro des Bezirkes seinen Platz gefunden.
Der Chinesische „Garten des wieder gewonnen Mondes“ entstand in enger Kooperation mit der Partnerstadt Peking. Er wurde von chinesischen Fachleuten geplant, gebaut und mit originalen Bauelementen ausgestattet und im Herbst 2000 eröffnet. Mit 2,7 Hektar ist er der größte chinesische Garten Europas. Ein Teehaus ist über Uferwege und eine Zickzackbrücke mit anderen typischen chinesischen Bauten verbunden. Das Zentrum des reich bepflanzten Gartens bildet der See.
Der Japanische „Garten des zusammenfließenden Wassers“ präsentiert seit Mai 2003 eine geschlossene Gartenwelt mit Teich, Wasserläufen und Trockengarten und imposanten Steinsetzungen. Typische japanische Pflanzen, wie Ahorn, Azaleen und Magnolien setzen Farbakzente. Geplant wurde er von Shunmo Masuno, einem Zen-Priester und Gartendesigner aus Yokohama.
Der Balinesische „Garten der drei Harmonien“ zeigt – geschützt in einem Gewächshaus – einen Ausschnitt aus einem traditionellen balinesischen Wohnkomplex mit vier Haus- und Familientempeln sowie eine tropische Pflanzenwelt.
Der Orientalische „Garten der vier Ströme“ repräsentiert seit Juli 2005 die Gartentradition verschiedener orientalischer Länder. Der von dem Garten- und Landschaftsarchitekten Kamel Louafi und dem marokkanischen Gartenhistoriker Mohamed El Fai’z geschaffene Gartenhof ist ein altorientalisch ausgelegtes kleines Paradies – ein Riyad - Garten wie aus Tausendundeiner Nacht. Hier herrscht eine Vielfalt von Farben und Düften. Das fließende Wasser wird zum Klangerlebnis. Er wird vervollkommnet durch den im August 2007 eröffneten „Saal der Empfänge“, einem Palast mit gläserner Kuppel.
Der Koreanische „Seouler Garten“ ist ein großzügiges Geschenk der südkoreanischen Hauptstadt an Berlin. Im Mittelpunkt der mit Hilfe südkoreanischer Bauleute und Kunsthandwerker errichteten Anlage steht auf einer Anhöhe ein kunstvoll verzierter Pavillon. Von einer Terasse können die Besucher auf einen See schauen, der nach alter koreanischer Gartentradition das Herz reinigen soll. Die 4.000 Quadratmeter umfassende Gartenanlage wurde nach den koreanischen Traditionen des Buddismus, dem schamanischen Glauben und den Lehren des Konfuzius gestaltet. Danach soll der Mensch in den Gärten Freude, Entspannung und Ruhe in der Natur finden.
Als Beispiele für die europäische Gartenkunst wurde im Jahr 2007 der „Irrgarten“ nach dem Vorbild von Hampton Court sowie ein „Boden – Labyrinth“ nach dem Vorbild des Labyrinths der gotischen Kathedrale von Chartres in Frankreich eröffnet.
2008 wurde der überarbeitete „Karl – Foerster – Staudengarten“ und der „Italienische Renaissancegarten“ eröffnet. Er repräsentiert seit dem Mai 2008 ein weiteres Beispiel der europäischen Gartenkunst. Er trägt den Namen „Giardino della Bobolina“.
Im vergangenen Jahr wurde der „Christliche Garten“ übergeben, in diesem Jahr entsteht der „Englische Garten“.
Dem Park wurde im Mai 2010 die "Grüne Fahne" verliehen. Der "Green Flag Award" ist ein Preis, der in Großbritannien landesweit für Parkanlagen vergeben wird, die sich der Öffentlichkeit offen, besucherfreundlich und sauber präsentieren. Die "Gärten der Welt" und der SChlosspark Biesdorf erhielten diesen hochkarätigen Preis als erste Parkanlage Deutschlands.
Gründerzeitmuseum: Charlotte von Mahlsdorf eröffnete 1960 in dem von ihr geretteten Gutshaus eine private Sammlung von gründerzeitlichen Möbeln und mechanischen Musikinstrumenten aus der Zeit der Jahrhundertwende. Das Museum am Hultschiner Damm 333, wird vom Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e.V. betreut. Beeindruckend ist neben dem „Musikmaschinenzimmer“ besonders der vollständig erhaltene Tresen der legendären Kneipe „Mulackritze“ aus dem Zille-Milieu. Im Haus und Garten wird ein vielseitiges anspruchsvolles Kulturprogramm angeboten. Wer möchte, kann sich im Gutshaus trauen lassen oder mit Familie und Freunden feiern.
Historische Ensembles
Das Angerdorf Alt-Marzahn mit Bockwindmühle ist inmitten von Hochhäusern noch in seiner originalen Struktur erhalten und stellt eine Besonderheit in der Berliner Stadtlandschaft dar. Zum geschichtsträchtigen Ensemble gehören außerdem die Stülerkirche, die alte Dorfschule - als Domizil des Bezirksmuseums, der Tierhof und das Kulturgut. In der Bockwindmühle von Alt-Marzahn mahlt ein richtiger Müller, Jürgen Wolf, Mehl für die Besucher/-innen. Die Mühle ist inzwischen nicht nur zu einem Besuchermagneten vor allem für Kinder geworden, wer möchte, kann dort auch heiraten.
Der Tierhof mit seinem bäuerlichen Maschinenpark und Getreidelehrgarten ist nicht nur seit 20 Jahren ein anerkannter Zuchtbetrieb, der innerhalb des ökologischen Jahres junge Leute zu Tierpflegerinnen und Tierpflegern ausbildet und Workcamps organisiert, hier gibt es auch für Kinder und Schulklassen immer etwas zu entdecken. Sie können im Dorf den Weg des Korns vom Feld zur Mühle bis zum fertigen Brot verfolgen.
Das Angerdorf Kaulsdorf besteht aus einem gut erhaltenen Dorfkern mit Dorfkirche und den Anger begrenzenden Vierseithöfen. In der Dorfkirche kann ein kleines Turmmuseum mit Ausstellungen zur Kirchen-, Lokal- und Regionalgeschichte besichtigt werden. Das historische Gut Kaulsdorf ist Sitz der Spirituosen produzierenden Schilkin GmbH & Co. KG Berlin. Franz Carl Achard führte hier von 1782 bis 1785 die ersten Versuche zur Rübenzuckergewinnung durch.
Das Schloss Biesdorf und der Park – er gehört zu den schönsten Grünanlagen des Bezirkes - blicken auf eine 150 jährige bewegte Historie zurück. Der Wiederaufbau des denkmalgeschützten Schlosses in seiner historischen Gestalt wird zurzeit vorbereitet. Künftig soll die Galerie "Bilderstreit" mit Werken aus dem Kunstarchiv Beskow hier Einzug halten. Die Parkbühne zieht im Sommer mit ihrem attraktiven Konzert- und Kino-Programm Besucherinnen und Besucher weit über die Bezirksgrenzen an.
MUSIKFABRIK ORWOhaus e.V.: In der „lautesten Platte“ proben in über 100 Proberäumen ca. 700 Musikerinnen und Musiker. Das Projekt wurde innerhalb des Bundeswettbewerbs „Deutschland - Land der Ideen“ als „Ort der Ideen“ ausgezeichnet. Das ehemalige Industriegebäude an der Frank-Zappa-Str. 19 - 20, zieht die Kunst- und Musikszene an und bietet auf ca. 2.500 Quadratmetern Proberäume, die rund um die Uhr bespielbar sind, Tonstudios, musiknahe Dienstleistungen, gemeinsame Aktivitäten, wie Konzerte und Veranstaltungen und vieles mehr.
Museumswohnung: In der Hellersdorfer Str. 179 hat die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land eine 3-Raum-Wohnung, 1986 fertig gestellt von VEB Wohnungsbaukombinat Cottbus, bis auf wenige Details in ihrem Urzustand erhalten.
Galerie M: Die Galerie hat sich mit ihren Ausstellungen der zeitgenössischen Kunst sowie mit Veranstaltungen und Workshops über die Grenzen des Bezirkes einen Namen gemacht.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Internet Marzahn-Hellersdorf![]()
Telefon: (030) 90293-2003