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Namensänderungen


Gebühren richten sich nach § 8 der Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes im Land Berlin.

Gebuehrenverzeichnis

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(Gebuehrenverzeichnis, 15704 KB)

Erklärung zur Ehenamensführung/Doppelnamensführung

Gemäß § 1355 BGB können die Ehegatten einen gemeinsamen Ehenamen bestimmen. Sie können den Geburtsnamen der Frau oder den Geburtsnamen des Mannes oder den zum Zeitpunkt der Eheschließung geführten Namen zum Ehenamen bestimmen. Wird diese Ehenamenserklärung nicht bei der Eheschließung abgegeben, kann diese, solange die Ehe besteht, nachgeholt werden. Beide Ehegatten müssen vorsprechen.
Vorzulegende Unterlagen sind Eheurkunde bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister und Personalausweise bzw. Reispässe.

Der Ehegatte, dessen Geburtsname oder Familienname nicht Ehename geworden ist, kann dem Ehenamen seinen eigenen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Eheschließung geführten Namen voranstellen oder anfügen (Doppelname). Diese Doppelnamensführung ist ein persönliches Recht dieses Ehegatten und erstreckt sich nicht auf Kinder oder Ehegatten. Nur dieser Ehegatte muss vorsprechen.
Vorzulegende Unterlagen sind Eheurkunde bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Ehreregister und Personalausweis bzw. Reisepass.

Die Führung des Doppelnamens kann auch widerrufen werden. Mit dem Widerruf führt der/die Erklärende wieder den Ehenamen. Nur der Widerrufende muss vorsprechen.
Vorzulegende Unterlagen sind Eheurkunde bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister.

Anschlusserklärungen an die Ehenamensführung der Eltern für gemeinsame Kinder über 5 Jahre


Ein Kind, welches das fünfte Lebensjahr vollendet hat, kann sich der Namensführung seiner Eltern anschließen, wenn diese einen Ehenamen bestimmt haben. Für Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren gibt diese Erklärung in der Regel der gesetzliche Vertreter (Eltern) des Kindes ab.

Kinder zwischen 14 und 18 Jahren geben die Erklärung selbst mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters ab. Kinder ab 18 Jahren geben diese Erklärung selbst ab.

Die Anschlusserklärung ist nicht an eine Frist gebunden.

Für Kinder unter fünf Jahren ist eine Anschlusserklärung nicht erforderlich, da sich hier die Bestimmung des Ehenamens der Eltern automatisch auf das Kind erstreckt.

  • Vorzulegende Unterlagen:
  • sind Eheurkunde bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Eltern
  • Geburtsurkunde des Kindes und ggf. Vaterschaftsanerkennung
  • Personalausweise oder Reisepässe aller Erklärenden

Neubestimmung des Geburtsnamens eines Kindes


Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht ihnen die Sorge für ihr Kind gemeinsam zu (entweder durch Sorgeerklärung beim Jugendamt oder durch Eheschließung haben die Eltern die gemeinsame Sorge für ihr Kind), so können sie gemeinsam innerhalb von drei Monaten ab Sorgebegründung den Kindesnamen neu bestimmen.

Vorzulegende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister
  • Geburtsurkunde desjenigen Elternteiles, dessen Familiennamen das Kind erhalten soll, wenn die Eltern nicht verheiratet sind
  • Personalausweise bzw. Reisepässe

Wiederannahme eines früher geführten Namens


Ein verwitweter oder geschiedener Ehegatte kann seinen Geburtsnamen oder den Namen wieder annehmen, den er bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt hat.

Vorzulegende Unterlagen:

  • Heiratsurkunde (wenn Eheschließung nach DDR-Recht), ansonsten beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister
  • Rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten, wenn in der Heiratsurkunde oder im Familienbuch die Auflösung der Ehe nicht vermerkt ist
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Geburtsurkunde

Einbenennung für Kinder durch Elternteil und dessen Ehegatten (auch Einbenennung von Stiefkindern)


Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht und sein Ehegatte können dem Kind gemäß § 1618 BGB ihren Ehenamen erteilen. Die Erteilung des Ehenamen ist auch unter Voranstellung oder Anfügung des bisherigen Geburtsnamens des Kindes möglich.

Voraussetzung für die Namenserteilung ist, dass das Kind im gemeinsamen Haushalt der Ehegatten lebt. Das Kind darf das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Bei gemeinsamer Sorge der Kindeseltern oder Namensgleichheit des Kindes mit dem Kindesvater, ist die Einwilligung (in öffentlich beglaubigter Form) des Vaters erforderlich. Siehe Einwilligungserklärung. Der einwilligende Elternteil kann sich hierzu an das Standesamt seines Wohnsitzes wenden.

Vorzulegende Unterlagen:

  • Wenn das Kind nicht in Marzahn-Hellersdorf geboren ist, dann wird eine neu ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister benötigt. Diese ist erhältlich beim Geburtsstandesamt des Kindes. Ansonsten genügt eine Geburtsurkunde.
  • beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Ehegatten
  • Personalausweise oder Reisepässe
  • Kinder ab 14 Jahren müssen in die Namenserteilung einwilligen. Kinder im Alter zwischen 7 bis 14 Jahren können selbst mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters einwilligen.
  • ggf. Einwilligung des leiblichen Vaters (siehe oben)
  • Sorgerechtsnachweis (Scheidungsurteil oder Sorgeauskunft vom Jugendamt des Geburtsortes des Kindes)

Einwilligungserklärung in die Einbenennung eines Kindes


Sofern das Kind, für welches Sie und Ihr Ehegatte eine Namensänderung gemäß § 1618 BGB abgeben wollen, den Namen des leiblichen Vaters führt oder sie die gemeinsame elterliche Sorge mit dem Kindesvater haben, benötigen Sie vor Abgabe dieser Erklärung die Einwilligung des leiblichen Vaters zu dieser Namensänderung.

Diese Einwilligung ist eine öffentliche Beurkundung, die von einem Notar, einem Standesbeamten oder sonstigen nach Landesrecht zuständigen Stellen vorgenommen werden kann.

Durch den Kindesvater vorzulegende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Information über die gewünschte Namensführung des Kindes
  • Angabe über den Wohnort des Kindes
  • Personalausweis bzw. Reisepass
Sie können auch mit dem Kindesvater gemeinsam im Standesamt vorsprechen, um eine gemeinsame Erklärung abzugeben.
Vorzulegende Unterlagen siehe Namensänderung für Kinder durch Elternteil und dessen Ehegatten.

Entgegennahme von Namenserklärungen gemäß § 94 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG)


Vertriebene und Spätaussiedler können die deutschsprachige Form ihres Vornamens, des Familiennamens und des Geburtsnamens annehmen. Sie können einen neuen Vornamen wählen, wenn es für ihre Vornamen keine deutschsprachige Form gibt. Sie können den Vatersnamen ablegen. Frauen können die männliche Form ihres Namens annehmen.

Notwendige Unterlagen:
*mit deutscher Übersetzung nach ISO-Norm

  • Geburtsurkunde russisches Original*
  • Heiratsurkunde russisches Original*
  • ggf. Scheidungsurteil russisches Original*
  • Scheidungsurkunde russische Original*
  • ggf. Sterbeurkunde des Ehegatten*
  • ggf. Sorgerechtsbeschluss für Kinder*
  • ggf. Einwilligungserklärung des leiblichen Vaters*
  • Spätaussiedlerbescheinigung
  • Registrierschein
  • Aufnahmebescheid
  • Anmeldebescheinigung
  • deutsche Personalausweise
  • Reisepässe des HeimatlandesAlle genannten Unterlagen sind im Original und in Kopie vorzulegen.
Diese Namenserklärungen sind gebührenfrei.
Sollten Sie der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sein, bringen Sie bitte einen beeideten Dolmetscher mit.
Wenn Sie keinen beeideten Dolmetscher mitbringen, kann auch eine Person Ihres Vertrauens in die deutsche bzw. russische Sprache übersetzen. In diesem

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