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Lukas Natschinski: Jazz & Talk mit Uschi Brüning und Ernst-Ludwig Petrowsky

Uschi Brüning und Ernst-Ludwig Petrowsky
Bild: Uschi Brüning
Pressemitteilung vom 26.04.2017

Am Samstag, den 13. Mai 2017, ab 19:30 Uhr lädt Lukas Natschinski zum Jazz & Talk mit Uschi Brüning und Ernst-Ludwig Petrowsky in seiner Jazz&Talk-Reihe „Lukas Natschinski & Friends“ zur Begegnung der Jazz-Generationen im Kulturforum Hellersdorf. Als Akzente zum Jazz-Programm sind auch Stücke von Uschi Brünings neuestem Album “So wie ich” geplant.

“Ich hätte jedes Mal heulen können, wenn sie singt” – diese Huldigung aus Ulrich Plenzdorfs “Die Leiden des jungen W.” begleitet sie seit über 40 Jahren, ist sie doch im Jahr ihres 70. Geburtstages immer noch genauso wahr! Uschi Brüning, Grande Dame des German Jazz, sorgte zuerst für Furore in der Schlagerbranche, tourte aber schon bald mit der Klaus-Lenz-Band, dem Günther-Fischer-Quintett und Manfred Krug durch die DDR und das Ausland, gründete schließlich 1975 ihre eigene Band Uschi Brüning & Co. Für ihre Stimme, strahlend und doch warm, klassisch und doch modern, zart und doch expressiv, hat sie zahllose Bewunderer. Mit ihrem breiten Spektrum von literarischen Chansons über Blues, Gospel, Swing-Standards bis zur Improvisation im modernen Jazz weiß sie nach wie vor ihr Publikum zu elektrisieren. Ihr neuestes Album “So wie ich”, ihr erstes komplett deutschsprachiges Album seit vierzig Jahren, ist für den ECHO Jazz nominiert.

Stets an ihrer Seite ihr engster musikalischer Begleiter und zugleich Lebenspartner, Saxophon-Legende Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky. Als „Duo für Stimmband und Bambusblatt“ schafften sie es zu DDR-Zeiten gemeinsam über Wien und Paris bis nach Indien. Der Autodidakt Petrowsky gilt als einer der Urväter des ostdeutschen Jazz. Von der zarten Liebeserklärung bis zum Zornwind vermag er seinem Saxophon so ziemlich jeden Ton, jeden Klang, jeden Ausdruck zu entlocken und miteinander zu verschmelzen. „Infiziert“ vom amerikanischen Swing als Kontrapunkt zu den nationalsozialistischen Marschmusiken seiner Kinderzeit wurde der Jazz ihm nach dem Krieg zum Lebensinhalt und Jungbrunnen, der ihn heute die Plagen seiner 83 Jahre vergessen läßt. Bereits seit Mitte der 1950er Jahre spielte Petrowsky in verschiedenen Formationen; später wurde er Gründungsmitglied des für den DDR-Jazz wichtigen Manfred Ludwig Sextett und spielte unter anderem mit Joachim Kühn, Dorothy Ellison und Ruth Hohmann. 1971 gründete er mit Ulrich Gumpert die Jazzrockband SOK und gehörte 1973 zu den Gründern der Freejazzformation Synopsis. Petrowsky spielt nahezu überall auf der Welt, ist heute einer der bedeutendsten deutschen Musiker des modernen Jazz und hat bisher rund 70 LPs und CDs eingespielt.

Lukas Natschinski ist seit 2013 charmanter Gastgeber der beiden Reihen „Swing am Nachmittag“ und „Lukas Natschinski & seine Gäste“, seit 2017 „Lukas Natschinski Friends“, im Kulturforum Hellersdorf. Als solcher hat er bereits Jazz-Größen wie Ruth Hohmann, Matthias Hessel, Hartmut Behrsing und Horst Würzebesser willkommen geheißen.
Virtuos und mit für sein jugendliches Alter bemerkenswerter musikalischer Reife und Intensität zieht Natschinski sein Publikum in den Bann. Das jüngste Mitglied der bekannten Musikerfamilie war bereits während seiner Schulzeit am Carl-Philipp-Emmanuel-Bach-Gymnasium Jungstudent am Jazz-Institut Berlin (JIB) bei Manfred Dierkes (1966-2015), Jeanfrançios Prins (beide Gitarre) und Matthias Hessel (Klavier). Furios oder lyrisch, heiter oder nachdenklich, ob mit bekannten Jazzstandards, Klassikadaptionen oder Eigenkompositionen – stets weckt Lukas Natschinski bei seinem Publikum Begeisterungsstürme. Auch beliebte Stücke aus dem Werk seines Vaters Gerd Natschinski (1928-2015) sind immer wieder Teil seiner Programme, neu interpretiert und jugendlich frisch. Mit “Ruth Hohmann & Lukas Natschinski Live in Concert” brachte er 2014 sein erstes Album heraus, drei weitere sind inzwischen schon gefolgt. Die Presse feierte Natschinski als „Naturereignis“ (MAZ) und seine Stücke als „wunderbare Symbiose von Klassik und Jazz“ (MOZ).

Karten zum Preis 15 beziehungsweise 12 Euro (mit Berlin-Pass) können unter Tel. 030 561 11 53 oder kulturforum@kulturring.org reserviert werden.
Die Reihe wird unterstützt durch den Bezirkskulturfonds Marzahn-Hellersdorf.

Das Kulturforum Hellersdorf wird gefördert durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, FB Kultur.
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