Ausstellung zur Entwicklung der Großsiedlungen im Alten Rathaus Marzahn durch Staatssekretärin eröffnet

Pressemitteilung vom 02.07.2008

Die Großsiedlungen in industrieller Bauweise sind in den letzten Jahren zu lebens- und liebenswerten Wohnquartieren mit ausgewogener Sozialstruktur weiterentwickelt worden, doch herrschen in der öffentlichen Meinung oft noch immer negative Vorurteile und Ablehnung vor. Der Verein Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. hat aus diesem Anlass
eine Ausstellung erarbeiten lassen, in der die Entwicklung der Großsiedlungen seit der Wende dargestellt und die Schritte und Maßnahmen bis zum aktuellen Programm „Stadtumbau Ost“ dokumentiert werden. Sie wurde heute im Alten Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin, durch Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eröffnet. Auch die Bundestagsvizepräsidenten, Petra Pau, war gekommen.
Die Staatssekretärin wandte sich gegen die Vorurteile, die scheinbar unausrottbar gegenüber der Plattenbauweise bestehen. Dank ganzheitlichem Ansatz, so betonte sie, entwickeln sich die Großsiedlungen, in den 20 Prozent der Berlinerinnen und Berliner wohnen, zu einem Erfolgsmodell. Noch aber gäbe es viel zu tun.

„ Marzahn-Hellersdorf ist ein Metropolenraum im Wandel“, sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Stefan Komoß und verweist auf die die besondere demografische Entwicklung: Lag das Durchschnittsalter 1990 noch bei 24 Jahren, beträgt es heute 42 Jahre
Diese Entwicklung stelle auch weiterhin eine große Herausforderung dar.

Der Verein möchte angesichts der aktuellen stadtentwicklungspolitischen Fokussierung auf die Innenstädte in Deutschland die unbestreitbaren urbanen Qualitäten auch dieser Stadtteile herausstellen und auf die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung dieses Stadttyps in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern hinweisen. Während Meinungsmacher hierzulande die nachhaltige Aufwertung dieser Stadtteile noch immer nicht recht zur Kenntnis genommen haben, wird der Erfolg dieser deutschen Bemühungen in vielen anderen Ländern mit Respekt und großem Interesse verfolgt.
Die Ausstellung wird zurzeit in die russische Sprache übersetzt und wandert demnächst nach Moskau. Dort soll es auch ein kleines Pilotprojekt zur Entwicklung einer Großsiedlung geben.
Fotos von der Ausstellung liegen in der Pressestelle vor und können gemailt werden.
Die Ausstellung kann bis zum 18.07. besichtigt werden.
Nähere Infos unter Tel.: 9940 1242.