Drucksache - DS/1200/VIII  

 
 
Betreff: Queer-Beauftragte für Lichtenberg
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE.Fraktion DIE LINKE.
   
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungAntrag zur Beschlussfassung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
21.03.2019 
29. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Gleichstellung und Inklusion mitberatend
03.04.2019 
25. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Gleichstellung und Inklusion erledigt   
Haushalt und Personal Entscheidung
10.04.2019 
29. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt und Personal vertagt   
09.05.2019 
30. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt und Personal vertagt   
12.06.2019 
31. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt und Personal vertagt   
14.08.2019 
32. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt und Personal vertagt   
06.09.2019 
33. (Sonder-) Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt und Personal gegenstandslos   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag DIE LINKE. PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammmlung wolle beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht eine Stelle Queer-Beautragte im Bezirk zu schaffen und einen eigenen zusätzlichen Haushaltstitel einzurichten und diesen mit 20.000 Euro pro Jahr auszustatten.

Aufgaben sollen unter anderem sein:

-          Stärkung der Akzeptanz innerhalb und außerhalb der bezirklichen Verwaltung von Queeren Menschen.

-          Sie ist erste Ansprechpartnerin für Kindertagesstätten, Schulen, Senioreneinrichtungen etc. und unterstützt freie Träger und Netzwerke.

-          Sie erstellt und organisiert zielgruppengerechte Konzepte und Veranstaltungen.

-          Sie arbeitet eng mit dem Ausschuss Gleichstellung und Inklusion zusammen und berichtet hier über ihre Arbeit.

-          Alle 2,5 Jahre erfolgt ein Bericht für die BVV.

 

Begründung:

Lichtenberg benötigt für seine Verwaltung und Menschen, welche im Bezirk leben, insbesondere für LSBTT*IQ eine vertrauensvolle Ansprechpartner*in. Gerade mit der Ausrichtung als inklusiver und vielfältiger Bezirk brauchen wir eine kompetente Ansprechpartnerin, welche für alle Lichtenberger* in diesem Handlungsfeld verantwortlich ist. Der Bezirk Tempelhof Schöneberg hat im Jahr 2017 als erster Bezirk in Berlin eine Ansprechpartnerin für Menschen mit homosexueller und anderer Identität jenseits der zweigeschlechtlichen Norm geschaffen. Ergebnisse der aktivierenden Befragung „Demokratische Kultur in Lichtenberg“ durch die Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke stellen ebenso einen Bedarf fest. Mittels 34 leitfadengestützer Interviews mit 39 haupt- oder ehrenamtamtlichen Aktiven im Bezirk konnten erstmalig Handlungsempfehlungen eruiert werden, u. a.: „Die Befragten wünschen sich eine größere Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Community und einen Raum für deren Treffen und Veranstaltungen. Ein_e Ansprechpartner_in oder Beauftragte_r für LGBTIQ*glichst nicht parteigebunden wurde ebenfalls als Wunsch genannt. (vgl. https://www.licht-blicke.org/wp-content/uploads/2018/05/Befragung_Broschuere_web1.pdf S. 23).

Um den anstehenden Aufgaben gerecht zu werden, soll diesem wichtigen Arbeitsfeld ein eigenständiges Budget zugeordnet werden, um die Arbeitszeit gezielt einzusetzen und sie nicht zu binden beispielsweise in der dauerhaften und projektbezogenen Akquise von (Dritt-) Mitteln. Ausschließlich mit einem eigenständigen Haushaltstitel können anstehende Arbeitsprozesse effektiv gestaltet werden.

 
 

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