Drucksache - DS/1903/VI  

 
 
Betreff: Plakataktion für ein Grünes Lichtenberg
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion CDUBezirksamt
  BzStR StadtBauUm,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
25.11.2010 
45. Sitzung in der VI. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Haushalt/Personal/Verwaltungsmodernisierung Entscheidung
05.01.2011 
54. Sitzung in der VI. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt/Personal/Verwaltungsmodernisierung vertagt   
02.02.2011 
55. Sitzung in der VI. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt/Personal/Verwaltungsmodernisierung ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Umwelt/Gesundheit mitberatend
15.12.2010 
50. Sitzung in der VI. Wahlperiode des Ausschusses Umwelt/Gesundheit erledigt   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
24.02.2011 
48. Sitzung in der VI. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
26.05.2011 
51. Sitzung in der VI. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag CDU PDF-Dokument
Beschlussempfehlung Haush/Pers/Verw PDF-Dokument
Vorlage z. Kenntnisnahme BA (Abb.) PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Dieser Beschluss der BVV bekräftigt ein Anliegen, das seit vielen Jahren vom Bezirksamt und einer ganzen Reihe von Initiativen, Verbänden und engagierten Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern verfolgt wird. Menschen sollen motiviert werden Geld zu spenden, um damit Bäume zu pflanzen und Grünflächen besser pflegen zu lassen. Aufrufe zu solchen Baumspenden hat es in Lichtenberg schon viele gegeben. Solche Spendenaufrufe greifen meist, wenn sie regional geprägt sind und die Spender damit beeinflussen können, dass Bäume direkt in ihrer Wohnortnähe gepflanzt werden.

 

Seit vielen Jahren gibt es eine große Bandbreite unterschiedlichster Akteure, die sich genau dafür einsetzen.

 

Einige Beispiele seien hier aufgeführt:

Auf Betreiben einer Karlshorster Initiative („Werknetz Karlshorst“) wurden im Jahr 2007 die unbepflanzten Baumscheiben des Bezirks gezählt. Dabei kam es zu einem erstaunlichen und gleichzeitig positiven Ergebnis: In ganz Lichtenberg gab es nur noch 2,3 % unbepflanzte Baumscheiben. Die Zahl hat sich gegenüber heute kaum verändert. Daraus lässt sich ableiten, dass der „gefühlte“ Bedarf offensichtlich größer ist als der Tatsächliche. Zudem ist anzumerken, dass etliche freie Baumscheiben immer noch von Gasleitungsschäden verseucht und erst in einigen Jahren soweit regeneriert sind, dass dort auch wieder Bäume gepflanzt werden können. Die Karlshorster Initiative warb gemeinsam mit dem Bezirksamt intensiv um Spendenmittel (im Internet, in der Presse, auf Veranstaltungen und mit persönlicher Ansprache), die dann aber leider nur recht spärlich flossen.

 

Die Pflanzung eines regulären Straßenbaumes kostet inklusive der dreijährigen Fertigstellungspflege (Kontrollgänge, Sicherungsmaßnahmen, Bewässerung in der warmen Jahreszeit) ca. 2.000 Euro. Das Bezirksamt kam den Spendenwilligen weitest möglich entgegen, in dem es anbot, die Hälfte der Kosten einer Baumpflanzung in Form von eigenen Dienstleistungen (Baumpflanzung und Fertigstellungspflege über mehrere Jahre) selbst zu übernehmen. So mussten von Spendern also 1.000 Euro für nur einen Baum aufgebracht werden. Viele ursprüngliche Spendenwillige sind davon überrascht, da mit solch hohen Kosten i.d.R. nicht gerechnet wird, wenn man über eine Baumspende nachdenkt. Trotzdem konnten Dank dieser Initiative einige Bäume mit Spendengeldern kofinanziert werden.

 

Eine Aktion größerer Dimension ging vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Mineralwasserhersteller „Lichtenauer“ aus. „Berliner Baumzauber“ hieß das Projekt, das über mehrere Jahre um Spenden für Baumpflanzungen warb. Das Bezirksamt Lichtenberg benannte hier Orte in Parks und Grünanlagen, an denen dann Bäume anlässlich von Geburten, Hochzeiten, etc. gepflanzt werden konnten. Hier war die Anzahl der gepflanzten Bäume dann tatsächlich etwas höher, da „Lichtenauer“ als Werbepartner und Sponsor deutlich bezuschusste und 100 Bäume für ganz Berlin stiftete.

 

Eigene Initiativen startete das Bezirksamt auch immer wieder, unter anderem im Quartierspark Randowstraße, wo gemeinsam mit dem Maßnahmeträger AIBM von Spendern Baumpatenschaften übernommen werden konnten. Etwa zwanzig Baumpatenschaften kamen dort zusammen. Diese beinhalteten eine Spende (im unteren dreistelligen Bereich) und die Verpflichtung zur weiteren Pflege des Baumes.

 

Als letztes Beispiel sei hier die traditionelle Spendensammlung von einigen Lichtenberger Apotheken genannt. Der Apothekenkalender wird gegen eine geringe Spende abgegeben und der Erlös gespendet. Mit dieser Aktion konnte eine Neupflanzung am Fennpfuhl vorgenommen werden (Ersatz für ein abgestorbenes Naturdenkmal) und im Rudolf-Seiffert-Grünzug wurden drei Bäume als Gruppe gepflanzt.

 

Das Bezirksamt wird sich auch in Zukunft vorhabenbezogen und regional dafür einsetzen, dass Baumspenden eingeworben werden und Baumpatenschaften unterstützen. Im Februar 2011 gab es im Rathaus die Veranstaltung "Mehr Natur in die Stadt" - Bürgerengagement für mehr Stadtgrün in Lichtenberg. Für den gesamten Bezirk wurde das Thema der Pflege von öffentlichen Grünflächen von engagierten Menschen vor Ort thematisiert und interessierte Partner können sich beim Bezirksamt melden. Ähnliches ist auf lokaler Ebene im Welskiez noch in diesem Frühjahr geplant. Das Bezirksamt wird den BVV-Beschluss zum Anlass nehmen, den Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg um Unterstützung bei der Suche nach spendenwilligen Unternehmen zu bitten.

 

 
 

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