Kleine Anfrage - KA/0112/VIII  

 
 
Nummer:KA/0112/VIIIEingang:05.09.2017
Eingereicht durch:Dr. Ingenbleek, Anja
Weitergabe:05.09.2017
Fraktion:Fraktion SPDFälligkeit:19.09.2017
Antwort von:BzStR SchulSpOrdUmVerBeantwortet:09.11.2017
Parlament:Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von BerlinErledigt:09.11.2017
  Fristverlängerung:
 
Betreff:Schüler*innen in Willkommensklassen - Situation und Perspektive
Anlagen:
BA Antwortschreiben PDF-Dokument
KA 0112-VIII Anlage PDF-Dokument
   

Kleine Anfragen Eingangstext

Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die nicht über Deutschkenntnisse verfügen, werden zuchst in speziellen Willkommensklassen unterrichtet, damit sie dort die notwendigen Sprachkenntnisse erwerben und den deutschen Schulalltag kennenlernen. Hier wird der Übergang in eine Regelklasse vorbereitet, der r die weitere Integration der Geflüchteten von großer Bedeutung ist. Sowohl die Organisation der Beschulung in Willkommensklassen als auch der Ablauf der Umschulung in Regelklassen sind für den Erfolg dieses Prozesses entscheidend.

 

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

 

1)     Wie viele Schüler*innen werden in Lichtenberg aktuell in Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse (Willkommensklassen) beschult? (Bitte nach Standorten und Altersgruppen – bis 12 J., ab 12 J., ab 16 J. - differenzieren.)
 

2)     Wie viele Schüler*innen, die im letzten Schuljahr eine Willkommensklasse besucht haben, sind zu Beginn des laufenden Schuljahres in Regelklassen Lichtenberger Schulen übergegangen? (Bitte nach Schulformen und Jahrgangsstufen differenzieren.)
 

3)     Trifft es zu, dass in Lichtenberg Fälle vorliegen, in denen Schüler*innen aus Willkommenklassen, die Ende des vergangenen Schuljahres eine Empfehlung für den Übergang in eine Regelklasse erhalten haben und dem Schulamt entsprechend gemeldet wurden, zu Schuljahresbeginn in ihre Lerngruppen zurückgeschickt wurden? Wenn ja, wie viele und inwiefern spielten schulorganisatorische Gründe hierfür eine Rolle?
 

4)     Welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Koordinierung der Willkommensklassen sieht das Bezirksamt und welche Aufgaben und Befugnisse kommen hierbei dem eingesetzten Koordinator zu?

 

Kleine Anfragen Antworttext

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

 

Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die nicht über Deutschkenntnisse verfügen, werden zunächst in speziellen Willkommensklassen unterrichtet, damit sie dort die notwendigen Sprachkenntnisse erwerben und den deutschen Schulalltag kennenlernen. Hier wird der Übergang in eine Regelklasse vorbereitet, der für die weitere Integration der Geflüchteten von großer Bedeutung ist. Sowohl die Organisation der Beschulung in Willkommensklassen als auch der Ablauf der Umschulung in Regelklassen sind für den Erfolg dieses Prozesses entscheidend.

 

1)     Wie viele Schüler*innen werden in Lichtenberg aktuell in Lerngruppen ohne Deutschkenntnisse (Willkommensklassen) beschult? (Bitte nach Standorten und Altersgruppen bis 12 J., ab 12 J., ab 16 J. - differenzieren.)
 

2)     Wie viele Schüler*innen, die im letzten Schuljahr eine Willkommensklasse besucht haben, sind zu Beginn des laufenden Schuljahres in Regelklassen Lichtenberger Schulen übergegangen? (Bitte nach Schulformen und Jahrgangsstufen differenzieren.)
 

3)     Trifft es zu, dass in Lichtenberg Fälle vorliegen, in denen Schüler*innen aus Willkommensklassen, die Ende des vergangenen Schuljahres eine Empfehlung für den Übergang in eine Regelklasse erhalten haben und dem Schulamt entsprechend gemeldet wurden, zu Schuljahresbeginn in ihre Lerngruppen zurückgeschickt wurden? Wenn ja, wie viele und inwiefern spielten schulorganisatorische Gründe hierfür eine Rolle?
 

4)     Welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Koordinierung der Willkommensklassen sieht das Bezirksamt und welche Aufgaben und Befugnisse kommen hierbei dem eingesetzten Koordinator zu?

 

 

 

Das Bezirksamt bittet die BVV um folgende Kenntnisnahme:

 

Zu 1.)

Gegenwärtig werden nach Kenntnis des Schulamts 356 Schüler*innen in Willkommensklassen im Grundschulalter (bis 12 Jahren) und 295 Schüler*innen in Willkommensklassen im Oberschulalter (ab 12 Jahren) beschult.

Grundsätzlich werden Schüler*innen über 16 Jahren auf Grund der knappen Schulplätze an die Klärungsstelle für berufliche Schulen verwiesen.

Einzelne Schüler*innen, die im Laufe der Beschulung in Lichtenberg das 16. Lebensjahr erreichten, werden weiter beschult. Ihre Anzahl wird nicht gesondert erhoben.

Die Standorte entnehmen Sie bitte der Anlage.

 

 

Zu 2.)

Dazu wird keine Statistik geführt.

 

 

Zu 3.)

Zum Ende des vergangenen Schuljahres wurden dem Schulträger eine große Anzahl (weit über 200) an Übergängern aus den Willkommensklassen in die Regelklassen für die Grundschulen und weiterführenden Schulen gemeldet.

Da die Sachbearbeitung für die Willkommensklassen wochenlang nicht besetzt war und im Schulamt die Einrichtung des neuen Schuljahres sowie die Eingliederung der Schulanfänger*innen aus den Gemeinschafts- und Erstaufnahmeeinrichtungen in die Regelklassen oberste Priorität hatte, wurden die Übergänger sukzessive eingegliedert und verweilten aus diesen Gründen länger in den Willkommensklassen.

 

 

Zu 4.)

Hierzu werden derzeitig Gespräche mit der Schulaufsicht geführt, welche auch für den eingesetzten Koordinator zuständig ist.

 

 

 
 

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