Lichtenberger Mobilitätskonzept

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Bild: sunny studio - fotolia

Warum ein Mobilitätskonzept?

Im Bezirk werden im Laufe der nächsten 15 Jahre eine Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen angestrebt. Die Reduzierungspotentiale im Handlungsfeld Verkehr sind besonders hoch. Mit der Verabschiedung des Lichtenberger Klimaschutzkonzepts im Juni 2010 wurden auch fünf umzusetzende Klimaschutzmaßnahmen aus dem Bereich Verkehr verabschiedet:

  • V1 Ausbau ÖPNV
  • V2 Modernisierung des bezirklichen Fuhrparks
  • V3 Weiterentwicklung des Radwegekonzepts
  • V4 Verbesserung der Abstellangebote für Fahrräder
  • V5 Aktionen zu nachhaltiger Mobilität/Mobilitätserziehung.

Die Erstellung eines Lichtenberger Mobilitätskonzept soll die konkrete Umsetzung von verkehrlichen Maßnahmen vorbereiten und koordinieren. Dabei geht es im Wesentlichen, um die Reduzierung von verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen, die Sicherung von Mobilität für alle Bevölkerungsgruppe und eine Attraktivitätssteigerung von Fuß- und Fahrradverkehr sowie dem ÖPNV.

Basierend auf einer Bestands- und Zustandsanalyse, sowie Prognosen soll ein innovatives und nachhaltiges Handlungskonzept für den Bereich Verkehr entwickelt und anschließend auch umgesetzt werden. Das Mobilitätskonzept setzt beim Verhalten der Lichtenberger an und versucht diese im Sinne einer klimaverträglichen Mobilität anzuregen und zu fördern.

BA-Beschluss und Fördermittelantrag

Am 28.1.2014 wurde der Bezirksamtsbeschluss zur Aufstellung eines bezirklichen Mobilitätskonzepts gefasst. Die Drucksache DS/1101/VII wurde der Bezirksverordnetenversammlung am 20.2.2014 zur Kenntnis vorgelegt.
Das Bezirksamt stellte Ende März 2014 bei der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen Fördermittelantrag für 50 Prozent der anfallenden Kosten. Mit Antragstellung hat sich das Bezirksamt zur Bereitstellung der 50 % Co-Finanzierung verpflichtet. Im Vorfeld zum Fördermittelantrag stellte die Klimaschutzbeauftragte die inhaltlichen Schwerpunkte in unterschiedlichen bezirklichen Gremien zur Diskussion:

  • Präsentation vor dem Mobilitätsrat am 13.11.2013
  • Präsentation vor dem Umweltausschuss am 11.3.2014
  • Präsentation vor dem Beirat von und für Menschen mit Behinderung am 18.3.2014

BA-Beschluss zum Mobilitätskonzept

PDF-Dokument (86.9 kB)

Finanzierung

Das Konzept für den Bezirk wurde in der Zeit vom 15.10.2016 bis zum 25. 9.2015 und das Konzept für die Bezirksverwaltung Lichtenberg vom 3.2.2016 bis 15.10.2016 mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung zu 50 Prozent gefördert.

Logo Klimaschutzinitiative BMUB
Bild: BMUB

Mit Fördermitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMU konnte das Mobilitätskonzept für den Bezirk erarbeitet werden.

Bestandteile des Mobilitätskonzeptes

Mobilitätskonzept für den Bezirk

Am 4.9.2014 lag der positive Fördermittelbescheid der bundesweiten Nationalen Klimaschutzinitiative für 50 Prozent der anfallenden Kosten für die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes „Klimafreundliche Mobilität für den Berlin-Lichtenberg“ vor. Mit dem Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität wurde ein Kooperationsvertrag über eine gemeinsame Konzepterarbeitung abgeschlossen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und im Rahmen eines einsemestrigen Studienprojektes (15. Oktober 2014 bis 30. März 2015), dessen Ergebnisse im Anschluss durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin und eine studentische Hilfskraft ergänzt, vertieft und aufbereitet werden.

Auftakttreffen Mobilitätskonzept
Auftakttreffen Mobilitätskonzept Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Am 3.11.2014 fand die Auftaktveranstaltung im Lichtenberger Rathaus statt. Die Studenten vom Fachbereich Integrierte Verkehrsplanung erläuterten den angehenden Stadt- und Regionalplanern die Ergebnisse ihres Mobilitätsberichts. Anschließend erfolgte ein reger Austausch über eine weitere Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des bezirklichen Mobilitätskonzepts.

Das klimafreundliche Mobilitätskonzept für den Bezirk Lichtenberg ist fertiggestellt. Auf der Abschlussveranstaltung am 21.09.2015 im Haus der Generationen wurde die Vorgehensweise und die ersten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorgestellt. Informationen erhalten Sie aus den nachfolgenden Unterlagen:

Mobilitätskonzept für die Bezirksverwaltung

Das Konzept für ein betriebliches Mobilitätsmanagement verfolgt das Ziel, den verkehrsbedingten CO2-Ausstoss durch Dienstfahrten und Pendlerverkehre der Verwaltungsmitarbeiter zu reduzieren. Durch ein klimaverträgliches innerbetriebliches Mobilitätsmanagement sollen Verkehrsvermeidungs- und Verkehrsverlagerungspotentiale identifiziert und entsprechende Maßnahmen und Strategien entwickelt werden.
Dabei geht es um die Gestaltung der Rahmenbedingungen jeglicher – durch die Verwaltung ausgelöster – Mobilität der Verwaltungsmitarbeiter. Durch eine integrierte Gestaltung von Fuhrpark, Dienstfahrten und der Mobilität der Mitarbeiter auf dem täglichen Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wird das Ziel verfolgt, die Mobilität effizienter, umwelt- und sozialverträglicher, gesünder und attraktiver zu gestalten.

Mobilitätskonzept für die Verwaltung

Mobilitätsbildung

Bei der Erarbeitung des Mobilitätskonzepts für den Bezirk, unter reger Beteiligung einer breiten Bevölkerung, wurde deutlich, dass es dringend Aufklärungsbedarf bezüglich bereits vorhandener Mobilitätsangebote und –dienstleistungen gibt. Daher möchte das Bezirksamt durch Veranstaltungen und Aktionen im Bereich „klimaverträgliche Mobilität“ stärker informieren.

  • In der bezirklichen Jugendverkehrsschule in der Baikalstr. 4 stehen für Jung und Alt im Nachmittagsbereich zahlreiche Mobilitätsangebote zum Testen sowie wöchentliche Beratungssprechstunden zur Verfügung. Flyer
  • Mobilitätstag für Jung und Alt am Samstag, den 6. Mai 2017
    von 10 bis 18 Uhr Tag der Offenen Tür Jugendverkehrsschule Baikalstraße 4 Flyer
  • Informationsveranstaltung zur Mobilitätslandschaft am 8.6.2017 von 15 Uhr bis 17 Uhr in der Jugendverkehrsschule in der Baikalstr. 4

Mobilität von Kindern - Kinderstadtpläne

Bezirksbürgermeisterin Frau Birgit Monteiro und Klimaschutzbeauftragte Frau Schindler mit Kindern aus der Schule am lichten Berg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Eine neue Kiez Karte von Kindern für Kinder

Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Schule am lichten Berg haben einen Kinderstadtplan erstellt, der auf Gefahrenquellen aufmerksam macht, die auf dem Weg zur Schule oder auf dem Heimweg bestehen. Der Stadtplan für Kinder im Lichtenberger Stadtteil Frankfurter Allee Nord verzeichnet alles, was für Kinder wichtig und interessant ist: So zum Beispiel Kinder- und Jugendeinrichtungen, Grundschulen, Kitas, Spiel- und Sportplätze sowie Parks mit Spielwiesen, Tempo-30-Zonen, Zebrastreifen und Radwege mit Ampelanlagen.

„Dieser Plan ist ein toller Beitrag dazu, die Schülerinnen und Schüler sicher durch ihren Kiez zu leiten“, sagt Bezirksstadträtin Birgit Monteiro.
„Es ist sehr lobenswert, wenn ältere Schülerinnen und Schüler den Jüngeren helfen und Ihnen so den Start in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern. Denn genau für dieses Miteinander der Generationen steht der kinder- und familienfreundliche Bezirk Lichtenberg.“

Kinderstadtpläne im Bezirk
Erläuterungen zu den Kinderstadtplänen

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