Integrationspreis - Preisträger

Integration und Frauen 2018 – Arwa Almohaden, Monique Mathis

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Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Den diesjährigen bezirklichen Integrationspreis erhalten Monique Mathis, Mitarbeiterin der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE und Arwa Almohaden und das Projekt „Get connected mit Arwa“ des Frauentechnikzentrums. Lichtenbergs Bezirksbürgermeister, Michael Grunst (Die Linke), hat den Preis am Dienstag, 16. Oktober 2018, in der Firmenzentrale der HOWOGE, verliehen.

Als Preisträger und Preisträgerinnen wurden in diesem Jahr Projekte, Initiativen, Institutionen aber auch Einzelpersonen gesucht, die sich der Arbeit mit Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung verschrieben haben. Sie sollten dabei auf die speziellen Probleme und Interessen der Frauen und Mädchen eingehen und sie befähigen, damit umzugehen. Bewerben konnten sich auch Frauen oder Mädchen, die durch ihren ganz persönlichen Lebensweg ein positives Beispiel für andere Zuwanderinnen und Zuwanderer sind.

Michael Grunst erklärt: „Die beiden Preisträgerinnen erfüllen all diese Kriterien und engagierren sich vorbildlich für eine gerechte Gesellschaft, in der sich alle Menschen respektieren, achten und gegenseitig umsorgen.“

HOWOGE-Mitarbeiterin Monique Mathis wurde vom Verein „Hestia“ vorgeschlagen. Er wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördert. Monique Mathis unterstützt Frauen und ihre Familien, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bei der Wohnungssuche. Michael Grunst sagt: „Monique Mathis begegnet diesen Frauen unabhängig von ihrer Herkunft mit Freundlichkeit, Toleranz und dem Wunsch, ihnen in ihren schwierigen Lebenslagen zu helfen und das vorurteilsfrei und mit Respekt. Sie leistet dabei wertvolle Integrationsarbeit. Für diesen vorbildlichen Einsatz möchte ich mich herzlich bedanken!“

Auch Arwa Almohaden ist im Bezirk aktiv: 2015 flüchtete sie mit ihrer Familie aus dem Irak nach Deutschland. „Die zweifache Mutter verlor keine Zeit, sondern engagierte sich in ihrem Beruf als IT-Ingenieurin, um zu helfen. lm Projekt „Get connected mit Arwa“ vermittelt sie arabischsprachigen Frauen den Umgang mit den digitalen Medien sowie IT-Basiswissen mit dem Ziel, dass die Kursteilnehmerinnen schnell auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Sie unterstützt damit selbstlos die Integration dieser Frauen und dafür bin ich ihr dankbar und dem Frauentechnikzentrum, welches die Charta der Vielfalt unterzeichnet hat und Träger des Emblems „Integrationsfreundliche Organisation“ ist unheimlich dankbar“, sagt Michael Grunst.

Integration und Sport 2017 – Wartenberger SV

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Bild: Wartenberger SV

Ein Vereinsfest stieg am Samstag, 14. Oktober 2017, auf dem Sportplatz des Wartenberger SV am Fennpfuhlweg. Im Rahmen dieser Feier haben Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) zusammen mit dem Vorsteher der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung Rainer Bosse und der bezirklichen Integrationsbeauftragten Bärbel Olhagaray um 13.30 Uhr den bezirklichen Integrationspreis 2017 und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro an den Verein übergeben.

2017 wurde der Integrationspreis des Bezirkes mit den Themen „Sport und Integration“ ausgeschrieben. Denn in zahlreichen Sportprojekten und verschiedenen Lichtenberger Vereinen trainieren seit langem auch Migrantinnen und Migranten und verbringen dort einen Teil ihrer Freizeit. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich als Trainer oder Betreuer in den Klubs im Kiez. Dort hat schon so manche Sportlerkarriere begonnen. Außerdem hilft Sport dabei, Konflikte abzubauen und die Persönlichkeit zu entwickeln.

„Der Wartenberger SV hat sich schon immer für das Gemeinwesen eingesetzt und mit dem Zuzug von Geflüchteten nach Lichtenberg verstärkt um Integration bemüht. So ist eine besonders enge Partnerschaft mit der Gemeinschaftsunterkunft im Hausvaterweg entstanden, in deren Rahmen Sportangebote für die Bewohner der Unterkunft entwickelt wurden. Dieses Engagement wollen wir mit dem Integrationspreis würdigen“, erklärt Bezirksbürgermeister Michael Grunst.

Inzwischen erleichtern es verschiedene Internetportale jenen Neuzuwanderern, die bereits in eigenen Wohnungen leben, sich über die Sport- und Trainingsmöglichkeiten beim Wartenberger SV zu informieren. Der Verein hat dabei Flexibilität und Offenheit bewiesen. Er sorgt außerdem dafür, Werte zu vermitteln: So lernen beispielsweise männliche Migranten, weibliche Trainerinnen zu akzeptieren.

Integration Kunst und Kultur 2016 – Vereine social tat e.V. und Reinigungsgesellschaft

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Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Der Integrationspreis 2016 stand unter dem Motto “Lichtenberg würdigt Vielfalt und Kreativität“ – für die künstlerische und kulturelle Begegnung seiner Bürgerinnen und Bürger. Es wurde das Projekt „REINIGUNGSGESELLSCHAFT“, mit den Künstlern Henrik Mayer, Martin Keil, Claudia Tannhäuser, Susann Bartsch, Soliman Nazari, Irina Novarese, Bassil Obead und Andere für ihr Projekt “Atelier Global”, ansässig in der Flüchtlingsunterkunft Ruschestraße und der Verein Social Tat ausgezeichnet.

Die Künstlerinnen und Künstler der Notunterkunft Ruschestraße haben gemeinsam mit der Bewohnerschaft, ein ganz besondere Form des künstlerisches Ausdrucks und der Beteiligung entwickelt. Die entstandenen kleinen und größeren Kunstwerke sprechen für den Ideenreichtum und die Fähigkeiten der vor allem jungen Geflüchteten und beleben vor allem das Areal an der Frankfurter Allee Süd und den Verein Social Tat e.V. aus.

Seit 2006 engagiert sich der Verein Social Tat für interkulturelle Demokratie mittels kultureller-künstlerischer Bildungsprojekte für und mit Berliner Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Der Verein hat seinen Sitz im Bezirksteil Alt-Hohenschönhausen.

Der Verein fördert Kultur und Verständigung aller Ethnien, Geschlechter und Generationen und positioniert sich mit seinen Projekten gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Integration und Wirtschaft 2015 – Stiftung OTA

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Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) verlieh am Donnerstag, 1. Oktober 2015, um 17 Uhr, den Integrationspreis des Bezirkes Berlin-Lichtenberg an den Ausbildungsbetrieb OTA. Ort der Veranstaltung ist die Josef-Orlopp-Straße 45.
Die Jury hatte sich in diesem Jahr auf das Motto „Integration und Wirtschaft“ verständigt und sich bei der Vergabe einstimmig für die OTA entschieden.
Der Ausbildungsbetrieb OTA/OTA Stiftung ist bereits seit Anfang der 1990er Jahre im Bezirk ansässig. Das deutsch-türkische Unternehmen der Familie Tanyildiz bildet in 22 Lehrberufen aus und bringt eigene Erfahrungen bei der Bedeutung des Erlernens der deutschen Sprache als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration mit. Die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten werden individuell ausgerichtet auf die Möglichkeiten von körperlich, geistig und sozial benachteiligten Jugendlichen, von denen viele einen Migrationshintergrund haben.
Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro sagt: „Der Bezirk Lichtenberg begrüßt besonders, dass sich OTA zukünftig auch an der Integration der in Lichtenberg lebenden Flüchtlinge beteiligen will und dazu eigene Erfahrungen und Sachverstand einbringen möchte. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.“

2015: Integrationssonderpreis für herausragendes Engagement in der Flüchtlingsarbeit

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und die Lichtenberger Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (beide SPD) haben am Montag, den 14. September 25, um 16:00 Uhr in der Notunterkunft Karlshorst, Köpenicker Allee 146 bis 168, in 10318 Berlin gemeinsam den Integrationssonderpreis für herausragendes Engagement in der Flüchtlingsarbeit vergeben.

Den Sonderpreis haben erhalten:

  • der DRK-Kreisverband Müggelspree e.V.
  • die Evangelische Paul-Gerhardt-Kirchgemeinde Karlshorst
  • die Initiative „Lichtenberg hilft“

Gewinner des Sonderpreises 2015

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Integration und Bildung 2014 – Preisträger Brodowin-Grundschule

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Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Am 25. September 2014 verlieh Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) um 15 Uhr der Brodowin-Grundschule in Alt-Hohenschönhausen, Liebenwalder Straße 22, den ersten Integrationspreis des Bezirkes Berlin-Lichtenberg. Die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung hatte den Preis vor kurzem initiiert – vor dem Hintergrund der wachsenden Migration im Bezirk. Der Preisträger wurde unter Berücksichtigung des Mottos „Flucht und Vertreibung“, aus zahlreichen anderen Vorschlägen einstimmig von der Jury ausgewählt.

Die Brodowin-Grundschule leistet seit Jahren einen herausragenden Beitrag bei der Integration von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunft. Darunter sind viele Flüchtlingskinder, die in den umherliegenden Flüchtlingsheimen leben oder im Kiez gemeinsam mit ihren Eltern eine Wohnung beziehen konnten. Der Bezirk möchte mit der Verleihung die nicht einfache Aufgabe würdigen, Kinder ohne Deutschkenntnisse und mit unterschiedlichen Voraussetzungen in bestehende Klassenverbände zu integrieren. Dieser Aufgabe stellt sich die gesamte Schule mit großer Selbstverständlichkeit und ohne nennenswerte, größere Konflikte. Die Jury ist davon überzeugt, dass diese Leistung nur vollbracht werden kann, wenn die Schulleitung und die engagierte Lehrerschaft gut zusammen arbeiten und dabei Eltern, Schüler und die Schulsozialarbeiter mit eingebunden werden. Deshalb würdigt der Festakt in der Schule am 25. September auch all jene, die an der Integrationsarbeit in der Brodowin-Grundschule ihren Anteil haben.