Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellung - Worte zum Thema
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Herzlich Willkommen auf der Seite der Gleichstellungsbeauftragten im Bezirk Lichtenberg

Als kommunale Gleichstellungsbeauftragte bin ich Ansprechpartnerin für die Lichtenberger Bürger*innen für die Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Bezirk. Bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Kommune, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann haben, wirkt die Gleichstellungsbeauftragte mit.
Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, als eine wesentliche Voraussetzung der faktischen Gleichstellung sowie Maßnahmen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch stehen dabei im Vordergrund. Die Gleichstellungsbeauftragte initiiert darüber hinaus zielgruppenspezifische Maßnahmen zum Beispiel für Alleinerziehende, Migrantinnen oder den Girls Day. Sie arbeitet eng mit gesellschaftlich relevanten Gruppen und Behörden zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen im Bezirk zusammen. Sie ist Ansprechpartnerin für Projekte, Vereine und Träger, die Angebote für Frauen umsetzen oder entwickeln möchten.

Rechtliche Grundlagen finden Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung | Ausführungsvorschrift zum Landesgleichstellungsgesetz

Frauenbeirat

Mitglieder des Frauenbeirates und Bezirksamtsmitglieder freuen sich über die Gründung des Beirates.
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Der Bezirk Lichtenberg hat erstmals seit seiner Bezirksfusion 2001 wieder einen Frauenbeirat.

  • Weitere Informationen zu den Mitgliedern, Terminen und Aufgaben des Frauenbeirates gibt es hier

+ + Aktuelles + +

Auf Spurensuche in der Rummelsburger Bucht

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Bild: © ARochau - Fotolia.com

Wer kennt Lina Morgenstern, Clara Grunwald oder Hildegard Marcusson? Nach ihnen und anderen Frauen wurden im Jahr 2003 Straßen in der Rummelsburger Bucht in Berlin Lichtenberg benannt. Geehrt wurden damit Vertreterinnen der Frauenbewegung, Künstlerinnen und Gegnerinnen des NS-Regimes.

Bei einem sommerlichen Abendspaziergang durch das an der Spree gelegene Viertel am Freitag, 14. August 2020, von 18 bis 20 Uhr, werden die spannenden Biografien der Namensgeberinnen vorgestellt. Die Führung übernimmt Claudia v. Gélieu. Sie ist Politikwissenschaftlerin und Expertin für Frauengeschichte. Im Rahmen des Spaziergangs wird auch die Geschichte der noch vorhandenen, sogenannten “Mädchenhäuser” und die des Arbeitshauses Rummelsburg erforscht.

Die Führung wird in Zusammenarbeit mit Majel Kundel, der Gleichstellungsbeauftragten im Bezirksamt Lichtenberg, durchgeführt und ist kostenfrei.

Treffpunkt ist der S-Bahnhof Rummelsburg, Ausgang Richtung Hauptstraße.
Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Deshalb ist eine Anmeldung erforderlich.

Mehr Informationen finden Interessierte im Internet unter www.frauentouren.de

Gewinnerinnen des Lichtenberger Frauen*preises 2020

Drei unterschiedliche Trophäen auf weißem Hintergrund
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Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus konnte der Frauenpreis nicht am 7. März 2020 an die ausgewählten Gewinnerinnen übergeben werden. Die feierliche Verleihung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

2. - 8. März 2020: LICHTENBERGER FRAUEN*MÄRZ

Bildvergrößerung: v.l.n.r.: Die Gleichstellungsbeauftragte Majel Kundel, eine Sprecherin des Lichtenberger Frauenbeirates Judith Köpke & die Leiterin des Vereins LesLeFam, Constanze Körner halten Plakate zur Lichtenberger Frauen*woche 2020 hoch.
Bild: Bezirksamt Lichtenberg
Unter dem Motto Lichtenberg in Frauenhand – Sexismus hat keine Chance! fand die erste Lichtenberger Frauenwoche vom 2. – 8. März 2020 statt.

Mit zahlreichen Veranstaltungen, Vernetzungsmöglichkeiten und der Verleihung des Lichtenberger Frauenpreises wurden in der Woche vor dem Internationalen Frauentag verschiedenste Perspektiven des Lebens von Frauen aus Lichtenberg aufgegriffen.
Organisiert wurde diese von dem Verein Lesben Leben Familie in Kooperation mit dem Frauenbeirat Lichtenberg und dem Bezirksamt.
Das gewählte Motto soll darauf aufmerksam machen, dass Sexismus in Form von Benachteiligungen, Gewalt und Zuschreibungen den Alltag von Frauen* nach wie vor stark bestimmt.

Auftaktveranstaltung

Montag, 2. März 2020, 12 UHR

Fahnenhissung und offizielle Übergabe des symbolischen Rathausschlüssels durch Bezirksbürgermeister Michael Grunst an die Frauen Lichtenbergs.
  • Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin
  • Weitere Infos zur Lichtenberger Frauenwoche finden Sie im Internet unter: www.leslefam.de

Gewalt gegen Frauen

Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt stellen laut WHO und UNICEF die häufigste Menschenrechtsverletzung an Frauen und Mädchen und das größte Gesundheitsrisiko für sie weltweit dar. In Deutschland stehen häusliche und sexuelle Gewalt, aber auch Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und (Cyber-)Stalking im Fokus.

Häusliche Gewalt ist in Europa und auch in Deutschland nach wie vor eine der häufigsten Formen von Gewalt gegen Frauen. Sie umfasst vielfältige Erscheinungsformen. Sie reichen von subtilen Formen der Gewaltausübung durch Verhaltensweisen, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der
Geschädigten/des Geschädigten ignorieren, über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen, Bedrohung sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen, Freiheitsberaubung bis hin zu Vergewaltigungen oder gar zu versuchten oder vollendeten Tötungen.
Allein in Deutschland stirbt jeden dritten Tag eine Frau durch ihren (Ex-)Partner.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Personen in Ehe, eingetragener Partnerschaft oder einfach nur so zusammenleben, welche sexuelle Orientierung vorliegt oder ob es sich um eine Gemeinschaft mehrerer Generationen handelt. Wichtig ist, dass es sich um eine die Beziehung handelt (die noch besteht, in Auflösung befindlich ist oder seit einiger Zeit aufgelöst ist). Der Ort des Geschehens kann dabei auch außerhalb der Wohnung liegen. Häusliche Gewalt wird in über 80% der Fälle von Männern ausgeübt. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei bedeutungslos.
Gewalt gegen Frauen, in den eigenen vier Wänden durch den Ehemann, Partner oder Ex-Partner ist keine Privatsache! Darum sind wir alle aufgefordert hinzusehen und Unterstützung anzubieten.
Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 ist „Häusliche Gewalt“ eine Straftat und wird von der Polizei und den Gerichten als solche verfolgt.

Sie finden auf dieser Seite die wichtigsten Notrufnummern und Hilfeadressen für akut von Gewalt betroffene Frauen und Kinder in Berlin.

Hilfetelefon

Link zu: Internetseite des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zum Hilfetelefon
Bild: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

Das Hilfetelefon berät zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen. Neben den betroffenen Frauen können sich auch Angehörige, Freunde und andere Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte an das Hilfetelefon wenden.
Auf der Internetseite können Frauen auch über eine gesicherte, anonyme und barrierefreie Online-Verbindung Kontakt zu den Beraterinnen aufnehmen.
Über die Website gibt es auch einen Zugang zu einer Gebärdensprachübersetzung. Ebenso besteht eine Sprachvermittlung in 17 Sprachen. Sie ist täglich 24 Stunden kostenlos erreichbar.

BIG Hotline

Link zu: Internetseite mit Infos zur BIG Hotline
Bild: BIG e.V. - Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen

BIG Hotline – Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder. Sie ist täglich von 8 – 23 Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar.
Für das Angebot der Mobilen Intervention ist immer eine Mitarbeiterin einsatzbereit. Zwischen 23 – 8 Uhr stehen die Beraterinnen des Bundesweiten Hilfetelefons “Gewalt gegen Frauen” für allgemeine Beratung und Kontaktinformationen zu den Berliner Frauenhäusern zur Verfügung.

Die BIG Hotline wird von den Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen des Landes Berlin über deren aktuelle Aufnahmekapazitäten informiert. Dadurch können die Anruferinnen gezielt an freie Plätze vermittelt werden. Darüber hinaus gibt es eine umfangreiche Adresskartei, um Frauen an weiterführende Angebote vermitteln zu können.

nein hei§t NEIN. Das ist jetzt Gesetz.

"nein heißt nein" auf lilanem Untergrund
Bild: LARA Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen

Am 10. November 2016 sind folgende gesetzlichen Neuregelungen in Kraft getreten (§§ 177-179 StGB, §184i StGB):

Ein sexueller Übergriff ist dann strafbar, wenn er gegen den erkennbaren Willen einer Person ausgeführt wird. Es kommt nicht mehr darauf an, ob eine betroffene Person sich gegen den Übergriff gewehrt hat oder warum ihr dies nicht gelungen ist. Alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen werden unter Strafe gestellt.

Außerdem wird mit der Reform auch die Ungleichbehandlung im Strafrahmen bei Betroffenen mit Behinderung abgeschafft, bisher war ein sexueller Übergriff gegen eine ‚widerstandsunfähige‘ Person mit geringerer Strafe belegt.

Ganz neu eingeführt wird der Straftatbestand der sexuellen Belästigung. Dadurch sind künftig auch Übergriffe strafbar, die bislang als nicht erheblich eingestuft waren.
Quelle: Lokaler Server
Formate: video/mp4

Egal wie kurz der Rock, egal wie spät, egal wer und wann. Jede Frau hat das Recht "Nein" zu sagen! www.nein-heisst-nein-berlin.de Ein Videoclip der LARA Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen

Häusliche Gewalt

Audio Spots zum Thema „Häusliche Gewalt gegen Frauen”

Eine Kampagne der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und BIG e.V. in Kooperation mit Studierenden der Design Akademie Berlin und radioeins vom rbb.

Der Erlkönig

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Der Supermarkt

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Die Mobilbox

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Das Gedicht

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Hörspot der BIG-AG Schutzmaßnahmen für Frauen mit Behinderungen

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3

Angebote für Frauen

3D-Männchen lehnt an rotem Informationsbuchstaben
Bild: masterzphotofo - Fotolia.com

Diskriminierung und LSBTIQ

Umriss einer Hand die mit dem Wort im Vordergrun Stop Diskriminierung und weiteren Worten im Hintergrund zum Thema gefüllt ist
Bild: fotolia_71091184

Diskriminierung hat viele Gesichter – Gleichbehandlung ist Ihr gutes Recht!

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat zum Ziel, Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung zu verhindern oder zu beseitigen. Diese Kategorien beschreiben Lebensrealitäten von Menschen als Diskriminierungserfahrungen. Sie stereotypisieren und bewerteten Menschen und führen zu ungleichen Chancen.

Die Landesantidiskriminierungsstelle informiert im Berliner Beratungswegweiser zum Gesetz und den Beratungsstellen in Berlin, an die sich Menschen im Diskriminierungsfall wenden können. Gleichbehandlung ist Ihr gutes Recht!

LSBTIQ

Angebote im Bezirk

Treffpunkt Lesben Leben Familie e.V.
Lesben und Regenbogenfamilien Treff
Dolgenseestr. 21, 10319 Berlin
Tel: (030) 58682129
Mail: info@leslefam.de

Café Maggie Gangway e.V.
  • Jeden ersten Donnerstag im Monat ab 17 Uhr: Queer Maggie, Treff für junge LSGBTIQ* Menschen
  • Jeden dritten Dienstag im Monat 17.30 – 21.30 Uhr: Lesben* Treff Ost (LesLeFam e.V.)

c/o Gangway e.V. – Team Lichtenberg
Frankfurter Allee 205, 10365 Berlin
Tel: (030) 666 57 199
Mail: lichtenberg@gangway.de oder cafemaggie@gangway.de

Lesbische Sichtbarkeit

Berlinweite Angebote für Lesben

Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung – Fachbereich gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Gender Mainstreaming

Eine Gemeinschaft
Bild: creativeapril / depositphotos.com

Chancengleichheit für die Geschlechter bei jedem Handeln als Ziel zu haben, das soll mit Gender Mainstreaming erreicht werden.
www.gleichstellung-weiter-denken.de

Dokumentation Projekt Spielplätze in Lichtenberg und Gender Mainstreaming

Was ist Gender Mainstreaming? W ozu braucht es Gender Budgeting. Was hat das mit Spielplätzen zu tun? Genderkriterien für öffentliche Spielplätze.
Diese Fragen werden in der Broschüre kurz und knapp beantwortet.
Nach einem knappen Exkurs zu Gender Mainstreaming und Gender Budgeting wird der Frage nachgegangen, warum es notwendig ist, Spielplätze einer gendersensitiven Nutzungsanalyse zu unterziehen und was dabei heraus gekommen ist.

Spielplätze in Lichtenberg

PDF-Dokument (1.5 MB)

Evaluation eines spannenden Prozesses:
Der Bericht ist eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten des Bezirksamtes Lichtenberg, zeigt Erfolge, Synergieeffekte aber auch Vorbehalte, Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Nutzung von “Gender Mainstreaming und Gender Budgeting” zur Herstellung von Chancengleichheit von Männern und Frauen auf. Frau Dr. Frey von Genderbüro hat den Prozess der vergangenen zehn Jahre analysiert und gibt Empfehlungen für die Weiterarbeit.

Evaluationsbericht 2010 - Langfassung

PDF-Dokument (281.0 kB)

Evaluationsbericht 2010 - Kurzfassung

PDF-Dokument (105.9 kB)