Mehrteiliges Projekt zum Thema Arbeit
Die Berliner Künstlerinnen und Künstler analysieren mit ihren Arbeiten auf eigenwillige Weise gewohnte Arbeits- und Lebensstrukturen. Sie schaffen konkrete Handlungsmuster indem sie Prozesse, Ziele und Konsequenzen der Wertschaffung untersuchen und stellen mit Installationen, Fotografien, Zeichnungen, Filme und Reliquien die Selbstverständlichkeit der Arbeitsrealität auf den Kopf.
Die vier Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung zu Wort kommen zu lassen heißt gleichzeitig, vier Positionen darzustellen, die die Arbeitsrealitäten im privaten und öffentlichen Raum hinterfragen und Grenzen zwischen Arbeit und Privatem aufheben beziehungsweise in einen neuen Kontext stellen.
Nastia Eliseeva (1981 in St Petersburg geboren) lebt und arbeitet seit 2008 in Berlin. Sie schloss 2005 die Petersburger Staatliche Akademie für Kunst ab, studierte an der dänischen "Bornholms Højskole" und arbeitet seit 2004 mit deutschen, finnischen und italienischen Künstlern und Künstlerinnen zusammen. Ihre Objekte und Installationen hat sie in zahlreichen Projekten und Ausstellungen unter anderem in Galerien und Museen in St. Petersburg, Helsinki, Stuttgart, Büdelsdorf, Valencia ausgestellt. Sie ist Mitglied der finnischen Landart-Vereinigung "LaruArt". In der Ausstellung zeigt Nastia Eliseeva eine Installation deren Grundlage ein seit September 2009 geführtes Bildertagebuch ist. Das Tagebuch reiht ihren Alltag als Mutter, als Künstlerin, als in Berlin Neu-Angekommene auf zu einer Kette von subjektiven Einzeleindrücken. Diesen Alltag, in dem die Grenzen zwischen Arbeit und Privatem verschwimmen, setzt die Künstlerin in einen neuen Kontext aus fokussierter Wahrnehmung, Märchen, Traum. (Nastia Eliseeva
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Karin Schroeder (1973 in Rendsburg geboren) lebt und arbeitet in Berlin, sie hat Mode Design an der FHTW Berlin studiert und sich an zahlreichen Ausstellungen, Projektes und Aktionen zeitgenössischer Kunst beteiligt. Mit filmerischen und zeichnerischen Mitteln zeigt Karin Schroeder die Bewegungen der Hände beim (Hand-)Arbeiten ohne Werkzeug oder Material und ohne Orientierung auf ein bestimmtes Ergebnis. Die Künstlerin macht die Handlung selbst und die Spuren dieser sichtbar. In der Videoarbeit "Strickbewegung" wird die auf einen Punkt gerichtete Kamera durch die strickenden Hände geführt und zeichnet so deren Bewegungen auf. In der Serie zeichnerischer Arbeiten unter dem Titel "Hand-Arbeit: Spuren" zeichnen die Hände Spuren ihrer Bewegung auf Papier. In beiden Arbeiten bestimmt die gewohnte (Arbeits-) Bewegung der Hände das Bild.
Patrick Timm (1979 in Hamburg geboren) lebt und arbeitet in Berlin und St. Petersburg, studierte Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin und Design in St. Petersburg/Russia. In der Ausstellung zeigt der Aktionskünstler Patrick Timm dokumentarische Ausschnitte zweier Projekte die 2007 und 2008 im öffentlichen Raum stattgefunden haben. Die Aktion "Willste’n Euröö..?!" wendet sich mit dem Versuch, einen Euro zu spenden, an Berliner Banken in der Friedrichsstraße. Die mehrjährige Aktionsserie "faule ARBEIT" endete 2008 am 1. Mai mit einem Happening, in dem Arbeitsplätze an Passanten verschenkt wurden. (Patrick Timm
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Francis Zeischegg (1956 in Hamburg geboren) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Malerei und Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin, Sozialwissenschaften und Pädagogik an der Technischen Universität Berlin und war an Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Ursprünglich von der Malerei ausgehend arbeitet Francis Zeischegg heute skulptural und installativ sowie mit Wand füllenden Grafiken und anderen Medien. Die Themen ihrer künstlerischen Arbeit liegen im Grenzbereich zwischen Kunst, Architektur und der Wahrnehmung sozialer Räume. (Francis Zeischegg
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