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Quartiersentwicklung in Lichtenberg

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veröffentlichte 2009 das Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2008. Für unseren Bezirk wurde anhand der Untersuchungsergebnisse deutlich, dass sich in den drei Verkehrszellen Biesenbrower Straße (Neu-Hohenschönhausen Nord), Ribnitzer Straße (Neu-Hohenschönhausen Süd) und Tierpark (Friedrichsfelde-Nord) sozial belastende Faktoren häufen und verstetigen. Um diesem Negativtrend entgegen wirken zu können, stellt das Bezirksamt zusätzliche Mittel für diese drei Gebiete bereit. Für die Haushaltsjahre 2010 und 2011 wird ein Etat von jeweils 250.000 Euro zur Verfügung gestellt.
In den vergangen Monaten wurden für die drei Gebiete auf Datenbasis und im Erfahrungsaustausch mit Fachämtern unseres Bezirksamtes sowie mit den lokalen Akteuren Problemanalysen erstellt und gemeinsame Handlungsziele erarbeitet.Diese Handlungsziele werden für alle drei Gebiete jährlich überprüft und angepasst.

Handlungsziele

  • Handlungsziel 1: Kinder und Jugendliche des Zielgebietes erhalten eine ihrer sozialen Situation und ihrem kulturellen Hintergrund entsprechende verstärkte Förderung.
  • Handlungsziel 2: Junge Familien und Familien mit Migrationshintergrund werden mit Bildungs- und Beratungsangeboten besonders unterstützt und gefördert.
  • Handlungsziel 3: Ausbildungs- und Arbeitssuchende werden - in Zusammenarbeit mit dem für den Bezirk Lichtenberg zuständigen Jobcenter - im Sinne der Chancengleich-heit auf dem Arbeitsmarkt unterstützt und gefördert.
  • Handlungsziel 4: Bürgerinnen und Bürger gestalten ihren Stadtteil/Kiez aktiv mit und verfügen über ein demokratisches Grundverständnis.
Mit Hilfe dieser Handlungsziele soll/en
  1. der Negativtrend laut Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2008 gestoppt werden.
  2. Maßnahmekonzepte zur Stabilisierung aller im Gemeinwesen tätigen Akteure umgesetzt werden.
  3. Problembewusstsein bei Bewohnerinnen und Bewohnern und bürgerschaftliches Engagement, in Verbindung mit professionellen Angeboten zur Erzielung nachhaltiger Angebote, entwickelt werden.

Das Begleitgremium hat die eingereichten Vorschläge geprüft und bewertet

Vereine und freie Träger können sich auf der Grundlage der Handlungsziele mit geeigneten Maßnahmen und Projekten vor Ort beteiligen. Bis zum 15. Februar 2010 waren die Vorschläge einzureichen.
Zur Prüfung der Projektvorschläge und zur Koordinierung der Umsetzung und Abrechnung hat sich ein Begleitgremium „Quartiersentwicklung“ konstituiert. Das Gremium unter Leitung von Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich besteht aus Mitgliedern der BVV und Vertreterinnen und Vertretern der Fachämter. Bis zum 10. März 2010 wurden die eingereichten Projektvorschläge nach folgenden Bewertungskriterien geprüft:

  • Kenntnisse über das Gebiet/ Quartier
  • Bedarfsorientierung
  • Partizipation und Nachhaltigkeit
  • Vernetzende Wirkung
  • Ressourcennutzung/ Vernetzung im Stadtteil
  • Sensibilisierung der Anwohnerschaft für die soziale Problemlage des Kiezes
  • Generationsübergreifende und/ oder interkulturelle Wirkung
  • Öffentlichkeitswirksamkeit/ Wahrnehmung im Kiez (Transparenz und öffentliche Wahrnehmung)
Am 16. März 2010 hat das Bezirksamt einen Beschluss über die Finanzierung der Projekte gefasst.

Den Beschluss Drucksache Nr.1235/VI "Erarbeitung von Konzepten in Auswertung Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2008" hat die Bezirksverordnetenversammlung in der 36. Sitzung am 17.12.2009 gefasst.
  • Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung 1235/VI

    Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung 1235/VI laden »

    (BVV-Beschluss 1235/VI, 27734 Bytes)



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