Rund um den Hund

Das Führen und Halten von Hunden in Berlin ist hauptsächlich durch die Vorschriften des Hundegesetzes geregelt.

Was sind die wesentlichen Regelungen?

  • Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung und die Kennzeichnung mittels Mikrochips gilt für alle ab dem 01.01.2005 neu angeschafften Hunde. Für bereits vor diesem Datum gehaltene Hunde gelten das Haftpflichtversicherungsgebot und die Chippflicht erst ab dem 01.01.2010.
  • Hunde müssen außerhalb eines eingefriedeten Besitztums ein Halsband mit Namen und Anschrift des Halters beziehungsweise der Halterin tragen und dürfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
  • Sie dürfen nicht auf , auf gekennzeichnete Liegewiesen und in Badeanstalten sowie an gekennzeichnete öffentliche Badestellen mitgenommen werden.
  • Hunde sind in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, in Waldflächen, die nicht Hundeauslaufgebiete gekennzeichnet sind), auf Sport- und Campingplätzen sowie in Kleingartenkolonien an einer höchstens zwei Meter langen Leine zu führen.
  • Auf Zuwegen zu Wohnhäusern und in Treppenhäusern, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Bahnhöfen, in Fußgängerzonen und Ladengeschäften, auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit Menschenansammlungen, in Büro- und Geschäftshäusern, sowie in Verwaltungsgebäuden sind sie an einer höchstens einen Meter langen Leine zu führen.
  • Es sind 10 Hunderassen und deren Kreuzungen aufgrund rassespezifischer Merkmale als besonders gefährlich gelistet. Als Voraussetzungen für das Halten und Führen gefährlicher Hunde müssen neben dem Mindestalter von 18 Lebensjahren auch die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit erfüllt sein.
  • Die Haltung gefährlicher Hunde muss unter Nachweis der Personalien des Halters beziehungsweise der Halterin sowie unter Angabe von Rasse und Alter des Hundes beziehungsweise der Hunde den bezirklichen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämtern angezeigt werden.
  • Gefährliche Hunde müssen außerhalb eines eingefriedeten Besitztums stets an einer höchstens zwei Meter langen Leine geführt werden, einen beißsicheren Maulkorb und eine sie kennzeichnende, behördlich erteilte Plakette tragen. Die bezirklichen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter können auf Antrag Ausnahmen erteilen.

Hinweise

Das Land Berlin erhebt nach den Vorschriften des Hundesteuergesetzes eine Hundesteuer als örtliche Aufwandssteuer. Besteuert werden Hundehalter und Hundehalterinnen, die einen oder mehrere Hunde zum Zwecke der privaten Lebensführung halten. Hundehalter oder Hundehalterin ist im Sinne dieser Vorschriften, wer einen oder mehrere Hunde in seinem Haushalt aufgenommen hat. Hier finden Sie die Formulare für die

Hundeauslauf

Beim Hundeauslauf in Berlin sind über die Vorschriften des Hundegesetzes hinaus auch die gesetzlichen Regelungen der

Die für das das Freilaufen lassen von Hunden geschaffenen

Hundeauslaufgebiete in Lichtenberg

  • Hundesportplatz Wartenberger Straße 120, 13053 Berlin (privat)
    c/o Pinscher & Schnautzer Klub 1895 e.V., (Teilfläche von 4.350 m²), Telefon: +49 3341-421205
  • Hundesportplatz Arnimstraße, 13051 Berlin (privat)
    c/o MV Berolina e.V., Telefon: +49 30 97885216
  • Hundeauslaufplatz Hausvaterweg 20, 13057 Berlin (privat)
    c/o Tierschutzverein Berlin (Tierheim Falkenberg), Telefon: +49 30 76888-0
  • Hundeauslaufplatz Zu den Krugwiesen 10/Seehausener Str. 5/Pablo-Picasso-Str. 37/39 13057 Berlin (ca. 0,5 ha -kommunal )
  • Dolgenseestraße / Hönower Weg in 10319 Berlin in Nähe Betriebsbahnhof Rummelsburg (ehemalige Sportfläche) – gebührenfrei – www.hundeplatzlichtenberg.de
  • Auslaufplatz Zwieseler Str. im Eigentum der BIM/Treuhandvermögen
    (Stand 12/2015)

Wer kontrolliert die Einhaltung der Regelungen?

Für den Vollzug des Hundegesetzes (insbesondere bei Beißattacken oder Bissverletzungen) sind in Berlin die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter , für einen Teil der Außenkontrollen die Ordnungsämter zuständig.

Welche Folgen hat ein Verstoß gegen das Berliner Hundegesetz?

Wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des Hundegesetzes zuwiderhandelt, handelt ordnunsgwidrig. Diese Ordnungswidrigkeiten können mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro, in Fällen der illegalen Züchtung, Ausbildung oder Abrichtung mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Darüber hinaus können auch eine generelle Leinenpflicht, eine Haltungsuntersagung, die Sicherstelllung oder dauerhafte Einziehung und in Einzelfällen die Tötung des Hundes angeordnet werden.