„Kinder von Tschernobyl“ - 23. Kunstversteigerung am 1. Dezember

Pressemitteilung vom 10.11.2017

Über 250 Kunstwerke werden zugunsten der Aktion „Kinder von Tschernobyl“ in Lichtenberg zur Versteigerung gestellt. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) lädt zur 23. Kunstversteigerung herzlich für

Freitag, 1. Dezember 2017, um 19 Uhr in die rk – Galerie für zeitgenössische Kunst
im Ratskeller des Rathauses Lichtenberg, Möllendorffstraße 6 ein. (Einlass ab 18:30 Uhr).

Michael Grunst und Dr. Bertold Höcker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte sind Schirmherren der Veranstaltung des Aktionskreises Evangelischer Kirchengemeinden „Kinder von Tschernobyl“ in Zusammenarbeit mit der Galerie im Ratskeller, dem Graphik-Collegium Berlin e.V., dem Druckgraphik-Atelier Hartwig und dem Verein Berliner Künstler e.V. .

187 Kunstwerke, gespendet von 73 Künstler, außerdem 35 Kunstwerke aus Nachlässen können versteigert werden. 22 Kunstwerke werden von Sammlern und Kunstliebhabern gespendet.
Geboten werden Graphiken von Roswitha Albrecht, Bärbel Ambrus, Michael Arantes-Müller, Constanze von Ascheraden, Michael Augustinski, Kiyoshi Awazu, Ekkehard Bartsch, Maxim Bauer, Falko Behrendt, Roland Berger, Carolin Bernhofer, Günter Blendinger, Günter Böhme, Georg Bothe, Heribert Bücking, Marta Djourina, Christine Donath, Andreas Dress, Heike Drewelow, Götz Drope, Dagmar Eberle, Christine Falk, Maja-Helen Feustel, Antje Fretwurst-Colberg, Bernd Friedrich, Lothar Gericke, Sieghard Gille, Gisela Grade, Hilmar Grey, Margit Grüger, Karolin Hägele, Eberhard Hartwig, Sebastian Haßbecker, Michael Hegewald, Bernhard Heisig, Peter Hoffmann, Michael Hofmann, Veit Hofmann, Hubert Höft-Baumgardt, Stefan Holtz, Harry Horn, Birgit Horota-Müller, Horst Janssen, Joachim John, Tatiana Kan, Gerhard Kaufhold, Carina Kitzenmaier, Ingelore Klünder, Christine Knauber, Ulrich Karlkurt Köhler, Rotraut Kramer, Wolfgang Leber, Brigitte Lingertat, Harry Lütger, Carola Malter, Monika Meiser, Harald Metzkes, Arno Mohr, Hannah Molter, Helmut Müller, Waltraud Niedziella, Detlef Olschewski, Michael Otto, Ronald Paris, Christine Perthen, Wolfgang Petrovsky, Ahmed Ramadan, Thomas Ranft, René Rehfeldt, Gerenot Richter, Brigitte Riedel, Klaus Roenspieß, Rainer Schade, Peter Schlangenbader, Elsbeth Schneider, Peter Schulz Leonhardt, Tine Schumann, Martin Seidemann, Heidrun Sommer, Peter Sorge, Hans Stein, Henry Stöcker, Strawalde, Andrea Streit, Heike Streitner, Karin Tiefensee, Max Uhlig, Niels Unbehagen, Oscar Veyrunes, Marika Voß, Karin Waldmann, Helge Warme, Peter Weydemann, Florian Wolf oder Xago.

Die Exponate können vorab in der Galerie besichtigt werden: 27. bis 29.11.2017, 10 bis 19 Uhr.
Ein Nachverkauf zum Schätzpreis findet am 04.12.2017, 10 bis 18 Uhr statt.

Hintergrund:
Seit 1992 findet jährlich eine Versteigerung von Kunstwerken statt, ausgenommen die Jahre 2012, 2015 und 16. Alle Versteigerungsexponate werden von Künstlern, Kunstfreunden und Sammlern gespendet. Der gesamte Erlös wird dem Aktionskreis „Kinder von Tschernobyl“ für seine Arbeit zur Verfügung gestellt. In den 22 Kunstversteigerungen seit 1992 wurden Erlöse von insgesamt 79.801,59 Euro erzielt.
In der Nacht zum 26. April 1986 ereignete sich die Katastrophe von Tschernobyl. Wie aktuell dieses Thema nach wie vor ist, zeigte nicht nur der Reaktorunfall von Fukushima. Über 30 Jahre nach der Katastrophe sind die Spätschäden in und um Tschernobyl nach wie vor verheerend. Besonders gefährdet sind die Kinder.
Diesen Kindern hilft der Aktionskreis Evangelischer Kirchengemeinden „Kinder von Tschernobyl“, der 1990 gegründet wurde. Schwerpunkt der Arbeit ist die jährliche Sommeraktion. Kindern aus Gomel, einer Stadt in Weißrussland, wird ein drei- bis vierwöchiger Aufenthalt in Deutschland ermöglicht. Eigentlich sollen es gesunde Kinder aus Familien mit teilweise schwerstbehinderten Geschwisterkindern sein, die zur Erholung kommen, damit sich ihr Immunsystem in den wenigen Wochen in nicht verstrahlter Umgebung bei nicht verstrahltem Essen erholen und stabilisieren kann. Trotzdem haben auch viele dieser Kinder gesundheitliche Probleme, sind in der Entwicklung zurückgeblieben, leiden an spastischen Erkrankungen, auch infolge der Spätfolgen der verschiedenen freigesetzten Isotope. Plutonium, Jod, Strontium oder Cäsium haben auch nach ihren Halbwertzeiten gravierende Auswirkungen. In der Placenta eingelagertes Cäsium wirkt sich jetzt noch fatal auf die ungeborenen Kinder aus. Und die so vererbten, angeborenen Behinderungen der Kinder haben auch Auswirkungen auf die Familien, von denen viele in prekären Verhältnissen leben.

rk – Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller Lichtenberg | Möllendorffstraße 6 | 10367 Berlin | Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei

Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Abteilung Personal, Finanzen, Immobilien und Kultur
Amt für Weiterbildung und Kultur
rk – Galerie für zeitgenössische Kunst
Frau Eschrich, Telefon: (030) 90296-3713 | ratskeller@kultur-in-lichtenberg.de
www.kultur-in-lichtenberg.de

Aktionskreis Kinder von Tschernobyl
Volker Böhm, Telefon 030 427 02 81
VBoehm@telecolumbus.net | www.aktionskreis-kinder-von-tschernobyl.de