Mobilitätstag für alle Generationen in der Jugendverkehrsschule

Pressemitteilung vom 20.04.2017

Der kinder- und familienfreundliche Bezirk Lichtenberg setzt auch Prioritäten beim generationenübergreifenden Klimaschutz und der klimafreundlichen Mobilität: „Das Bezirksamt hat von Oktober 2014 bis Oktober 2015 zusammen mit Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern, Studenten und Dozenten der TU ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Die Studenten waren dazu beispielsweise mit Helmkameras unterwegs, um Engpässe und Defizite im Verkehr und speziell bei den Radwegen ausfindig zu machen“, erklärt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke).

Ergebnis der Studie: Lichtenberg hat zwar schon sehr viele klimafreundliche Angebote, aber die meisten Menschen kennen sie nicht. „Darauf reagieren wir jetzt mit einem erweiterten und berlinweit einzigartigen Angebot in der Jugendverkehrsschule. Den Auftakt bildet am Samstag, 6. Mai, der Tag der offenen Tür in der Jugendverkehrsschule in der Baikalstraße 4 in Friedrichsfelde“, sagt Michael Grunst. Von 10 bis 18 Uhr können Interessierte beispielsweise E-Bikes und Lastenfahrräder testen oder sich zum Thema Mobilität informieren. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Umweltstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) eröffnen das Fest offiziell um 11 Uhr. Anschließend zeigen beide in einem Wettlauf gegen die Stoppuhr, wie geschickt sie per Elektrofahrrad einen Parcours meistern. Alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger können anschließend versuchen, die Zeiten der Politiker zu unterbieten. Der schnellste Elektrofahrradfahrer oder die schnellste Elektrofahrradfahrerin aus Lichtenberg erhält einen Preis.

Außerdem gibt es Neuigkeiten zur Mobilität im Alter sowie einen Infostand zur IT-gestützten Mobilitätsberatung. Wer mag, kann sich persönlich dazu beraten lassen, wie sich der Arbeitsweg klimafreundlich gestalten lässt. Dabei werden verschiedenen Routen und Verbindungen gesucht und verglichen und alle Verkehrsmittel berücksichtig wie Fahrräder, Fahrgemeinschaften, Laufen, Car- und Bikesharing sowie öffentliche Verkehrsmittel. Außerdem erklären die Experten, welche frei zugänglichen Apps und Internetanwendungen es gibt und wie diese benutzt werden können.

Jugendliche können in der Baikalstraße zudem mit Hilfe einer so genannten „Rauschbrille“ testen, wie gefährlich es ist, betrunken Rad zu fahren oder unterwegs zu sein. Im „ACE Fahrradsimulator“ können sie ihr Reaktionsvermögen in kritischen Verkehrssituationen testen. Dazu werden relevante Größen wie Radfahrgeschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg getestet.

Kinder können ein Verkehrspuzzle machen, Bobby-Car und Fahrrad fahren oder ihr Geschick auf einem Fahrradparcours beweisen. Sie lernen dabei, sich spielerisch mit Gefahren auseinander zu setzen und kritische Situationen im Straßenverkehr einzuschätzen.

Überdies berät die Polizei an diesem Tag, wie sich Fahrräder vor Dieben schützen lassen. Außerdem können mitgebrachte Drahtesel von Experten gekennzeichnet und durchgecheckt werden.

Wer mag, kann zudem alte Fahrräder mitbringen und sie spenden. Denn in der Jugend-verkehrsschule „Baikalstraße“ ist ab sofort immer dienstags von 15 bis 17 Uhr eine öffentliche Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt in Betrieb. Dort können Kinder und Erwachsene unter Fachkundiger Anleitung lernen, ihre Fahrräder zu reparieren.
Ein inklusives Mobilitäts-Theaterstück bietet ab 16 Uhr lockere Unterhaltung. Für Getränke und leckeres Essen ist gesorgt. Der Eintritt zum Tag der offenen Tür ist frei.

Weitere Infos:
Klimaschutzbeauftragte Kirsten Schindler,
Telefon: (030) 90296-4205 | E-Mail | www.berlin.de/ba-lichtenberg/jugendverkehrsschule