Auftakt der Anwohnerbeteiligung zur „Wohnsiedlung Ilsestraße“

Pressemitteilung vom 05.04.2017

• Aufruf zur Teilnahme am Runden Tisch

• Einladung zur Anwohnerversammlung

Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft möchte ihre Wohnanlage Ilsestraße erweitern. Sie plant dort den Bau von Wohngebäuden, einer Kindertagesstätte und eines Blockheizkraftwerks.

Das Bezirksamt hat deshalb im Oktober vergangenen Jahres beschlossen, das Bebauungsplan-Verfahren 11-125 „Wohnsiedlung Ilsestraße“ einzuleiten. Das Verfahrensergebnis wird über die Art und das Maß der baulichen Nutzung entscheiden und die Grundstücksfläche der Wohnanlage sichern, die nicht bebaut werden darf. Damit hat ein vielschichtiger Verwaltungsprozess begonnen, an dessen Ende die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung über die Festsetzung und damit die Gültigkeit des Bebauungsplanes entscheiden wird.

Als ersten Schritt zur Beteiligung der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner lädt die zuständige Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD) gemeinsam mit dem Vorhabenträger, der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft, zu einer Anwohnerversammlung ein:

am Mittwoch, 31. Mai, um 18.30 Uhr
ins Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
(Gebäude D, Raum D 105, Treskowallee 8, 10318 Berlin)
Erreichbarkeit: Tram M17, 27 und 37 (Haltestelle HTW); U5 (Haltestelle Tierpark)

Auf der Versammlung möchten Bezirksamt, HOWOGE und das mit der Generalplanung beauftragte Architekturbüro CKRS Architekten den aktuellen Stand der Planungen vorstellen sowie mit den Anwohnerinnen und Anwohnern und weiteren Interessierten in den Dialog treten.
Um die Beteiligung der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner weiter zu intensivieren lädt die zuständige Bezirksstadträtin in der Folge zu einem Runden Tisch „Ilsestraße“ ein. Dort sollen Vertreter der Anwohnerschaft zusammen mit dem Bezirksamt Lichtenberg und der HOWOGE ihre Belange im Detail erörtern können und mögliche Kompromisse diskutieren. Bewerben können sich beispielsweise organisierte Vereine, Initiativen, Interessengruppen. Einzelpersonen oder Einzelgewerbetreibende können sich zu einer Interessengruppe zusammenfinden und dann einen Vertreter entsenden. Je Gruppe soll ein Mitglied entsandt werden können.
Interessierte Akteure aus Karlshorst werden gebeten, ihre Bewerbung bis zum 31. Mai 2017 an das Stadtentwicklungsamt zu richten, vorzugsweise per E-Mail an: stadtplanung@lichtenberg.berlin.de oder alternativ unter der Rufnummer: 030 / 90 296 -6433.
Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD), erklärt:
„Viele Anwohnerinnen und Anwohner sind dagegen, dass die Wohnanlage ausschließlich nach den Vorstellungen der HOWOGE verdichtet wird. Deswegen hat das Bezirksamt im vergangenen Jahr das Bebauungsplan-Verfahren eingeleitet, mit dem umfassend Einfluss auf das Bauvorhaben genommen werden kann. Teil eines jeden Bebauungsplan-Verfahrens ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die wir sehr ernst nehmen. Wir wollen die Anwohnerinnen und Anwohner nicht nur auf der Anwohnerversammlung informieren, sondern über das Arbeitsgremium des Runden Tisches auch in die weitere Planung einbeziehen.“

Hintergrund:
Die Wohnanlage Ilsestraße liegt im westlichen Teil von Karlshorst. In Ergänzung der bestehenden Bebauung plant die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft als Grundstücks-eigentümer im Bereich der Ilsestraße 18-78 eine Nachverdichtung und möchte dort neben neuen Wohngebäuden auch eine Kindertagesstätte errichten. Die Anfang 2016 durch die HOWOGE in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie schlug eine Errichtung von jeweils drei zueinander versetzten Wohngebäuden sowie eines einzelnen fünfgeschossigen Gebäudes mit einer Kita und einem Blockheizkraftwerk vor.
Im Rahmen der Prüfung des Bauvorhabens wurde eine Verdichtung in der angedachten Weise für rechtlich zulässig erachtet. Um die Freiräume längerfristig zu sichern sowie das Maß der Bebauung zu beschränken, war es notwendig, das Bebauungsplan-Verfahren 11-125 „Wohnanlage Ilsestraße“ im Oktober 2016 einzuleiten.
Dessen wichtigste Ziele sind die Sicherung der nicht überbaubaren Grundstücksfläche sowie die Festlegung der Art und des Maßes der baulichen Nutzung – die vorhandenen Qualitäten der Wohnanlage sollen auf diese Weise erhalten bleiben.
Das Bebauungsplan-Verfahren steht aktuell noch am Anfang, ein erster Bebauungsplan-Entwurf und die Begründung sollen Ende April 2017 vorliegen. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden ist für Mai 2017 geplant.

Weitere Informationen
finden stehen ab Mitte Mai 2017 unter: www.bebauungsplan-ilsestraße.de

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit
Birgit Monteiro
Telefon: (030) 90296-8000 | E-Mail