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2020 - Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

09.11.2020

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Bild: Katrin Becker

Anlässlich des 82. Jahrestages der Novemberpogrome luden die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am 9. November 2020 zum Stillen Gedenken ein. Unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln legten die Bezirkstadträtin Clara Herrmann und die Vorsitzende der Bezirksversammlung, Kristine Jaath, zusammen mit Dekel Peretz, Vorsitzender des Vereins Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer, und weiteren Gästen in Stillen Gedenken an die Opfer Kränze und Blumen nieder.

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Bild: Katrin Becker

Die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markieren den Übergang von der Diskriminierung hin zur systematischen Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung, die in den Holocaust mündete. Synagogen und Geschäfte jüdischer Inhaber*innen wurden zerstört, geplündert und in Brand gesetzt. Auch die Synagoge am Fraenkelufer wurde in Brand gesetzt und stark beschädigt. Sie wurde nur deshalb vor dem vollkommenden Ausbrennen bewahrt, weil die Flammen drohten auf die nahegelegene Schule überzugreifen. Insgesamt kamen als 1.300 Jüdinnen und Juden in dieser Nacht durch nationalsozialistischen Terror ums Leben.
Die Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung gehören zu den großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Das machen die antisemitischen Anschläge in Europa deutlich. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte müssen jeden Tag neu verteidigt werden. In Rahmen dessen steht das Stille Gedenken des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg für das Erinnern und Gedenken, gegen das Vergessen.

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Bild: Katrin Becker