Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

11.11.2019

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Bild: Katrin Becker

Anlässlich des 81. Jahrestages der Novemberpogrome haben die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am 9. November 2019 zur Gedenkveranstaltung in die Synagoge Fraenkelufer und zum Stillen Gedenken eingeladen.

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Bild: Katrin Becker

Dekel Peretz, Vorsitzender Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer e.V., begrüßte die Gäste und erinnerte u.a. daran, dass nach 1942 der Seitenflügel der Synagoge Kottbusser Ufer (heute Fraenkelufer) als Lager für gestohlenes Eigentum von Juden missbraucht wurde, die in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden.

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Bild: Katrin Becker

Die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann mahnte, dass wir in einer Zeit leben, in der der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus bis heute und heute wieder zu den großen Herausforderungen unserer Gesellschaft gehöre. Das hat erst vor kurzem der antisemitische Terroranschlag in Halle erneut deutlich gemacht. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte müssen jeden Tag neu verteidigt werden.

Das Stück “Aktion N!” des Heimathafen Neukölln beschäftigte sich mit der Geschichte der Enteignung von Juden in Neukölln und Kreuzberg durch die Nazis. Zu diesem Anlass wurde eine Kurzfassung des Theaterstücks aufgeführt.

  • mit: Natalie Conrad, Carina Huestegge, Eva Lange-Müller, Brigitte Menschel, Wolfgang Müller, Solmaz Sajadieh und Joana Stoye
  • Projektleitung und Regie: Stefanie Aehnelt
  • weitere Beteiligte des Projektes: Eli Fabrikant (Musik), Tatiana Heide, Juliane Köster (Schauspiel), Julia von Schacky (Bühne), Hannah Schopf (Dramaturgie/Text), Ran Chai Bar-Zvi (Kostüm), Karin Kuhrt, Claudia Steinert (Recherche)
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Bild: Katrin Becker

Im Anschluss gedachten die Teilnehmenden der Opfer mit Blumen und Kerzen.