Drucksache - DS/1454/IV  

 
 
Betreff: Rettet den Tunnel Dresdener Straße
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:BezirksverordneterVorsteherin
Verfasser:Gerlich, RalfJaath, Kristine
Drucksache-Art:AntragDrucksache zurückgezogen
   Beteiligt:PIRATEN
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
17.12.2014 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg überwiesen   
Ausschuss für Kultur und Bildung Vorberatung
06.01.2015 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr und Immobilien Beratung ff
14.01.2015 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr und Immobilien zurückgezogen   

Beschlussvorschlag

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsamen mit dem Verein Berliner Unterwelten eine Lösung zu finden, den U-Bahnhof "Dresdener Straße" und die vorhandenen Tunnelteile inklusive dem letzten verbliebenen Stück unterirdischer Berliner Mauer zu erhalten. Die Dresdener Straße soll dabei für Schwerlastverkehr gesperrt werden und als Spielstraße (siehe Drucksache DS/1642/II) ausgewiesen werden.

 

Begründung:

 

Der Tunnel ist ein wichtiges Zeitzeugnis des U-Bahnbaus der 20er Jahre. Der blinde Tunnel wurde nie in Betrieb genommen, weil während des Baus die Streckenführung über den Moritzplatz umgeschwenkt worden ist. Nach den nun bestehenden Planungen wird der Bahnhofsrohbau - angeblich "aus statischen Gründen" - im Jahre 2015 mit "Flüssigerde" verfüllt. Der Berliner Unterwelten e.V. hatte 2013/14 zusammen mit einem Statikbüro an Alternativlösungen gearbeitet, um die historisch einmalige Anlage zu retten und den kommenden Generationen zu erhalten. Jedoch hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für den betroffenen Abschnitt der Dresdener Straße 30 Tonnen Verkehrslast in jeder Fahrtrichtung (gesamt 60 Tonnen) gefordert, obwohl es sich um eine Einbahn- und Nebenstraße handelt. Das statische Gutachten und das Sicherheitskonzept des Vereins waren auf 16 Tonnen pro Fahrtrichtung (insgesamt 32 Tonnen bei einer Einbahnstraße) ausgelegt. Es wären 92 Tonnen Baustahl zur zusätzlichen Sicherung erforderlich gewesen, eine Auflage, die der Berliner Unterwelten e.V. niemals hätte aus eigener Tasche finanzieren können. Anmerkung: Zweiter Abschnitt der Begründung von den Berliner Unterwelten übernommen.

 

Ralf Gerlich entlässt diesen Antragstext in die Gemeinfreiheit (Public Domain) als CC-0 (http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/legalcode). Er verzichtet weltweit auf alle urheberrechtlichen und verwandten Schutzrechte, soweit dies gesetzlich möglich ist. Der Antragstext darf ohne weitere Erlaubnis kopiert, verändert, verbreitet und aufgeführt werden. Dies schliesst kommerzielle Zwecke explizit mit ein.

 

 

BVV 17.12.2014

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Überweisung: Ausschuss für Kultur und Bildung, Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr und Immobilien (federführend)

 

 

KuBi 06.01.2015

ÄA B'90/Die Gnen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, wie der U-Bahnhof "Dresdener Straße" und die vorhandenen Tunnelteile inklusive dem letzten verbliebenen Stück unterirdischer Berliner Mauer zu erhalten wäre und ob und in welchem Rahmen die Erhaltung in der Zuständigkeit des Bezirkes liegt.

 

Der BVV ist bis zum März 2015 zu berichten.

 

 

UVKI 14.01.2015

Die Drucksache wird zurückgezogen.

 
 

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