Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Weg zur Fairtrade-Town

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Bild: BA FK

Selbstverständnis der Steuerungsgruppe auf dem Weg zum Fairtrade-Bezirk

Unsere Wirtschafts- und Lebensweise haben gravierende Auswirkungen auf die Menschen in den Ländern des Globalen Südens. Hier setzt der Faire Handel an: Er ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt.
Wir setzen auf soziale und ökologische Standards: Fairer Handel schafft menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ermöglicht den Produzent*innen und Arbeiter*innen ihren Lebensunterhalt nachhaltig zu sichern. Fairer Handel stärkt die lokale Wirtschaft und fördert umwelt- und ressourcenschonende Anbau-, Produktions- und Verarbeitungsmethoden. Fairer Handel setzt sich für transparente und langfristige Handelsbeziehungen ein und schließt ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit aus.

Wir glauben an die Macht der Konsument*innen – sowohl des Einzelnen als auch die der öffentlichen Hand: Durch unser Konsumverhalten entscheiden wir mit, welchen Stellenwert faire Arbeits- und Lebensbedingungen im weltweiten Handel haben.

Die Steuerungsgruppe will dazu beitragen, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg seiner globalen Verantwortung gerecht wird. Wir möchten Impulse für faires Wirtschaften in der Bezirkspolitik, der Bezirksverwaltung und bei den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks setzen.

Die Steuerungsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen sowie Mitgliedern der Fraktionen im Bezirksparlament und der Verwaltung. Sie übernimmt eine koordinierende Funktion und trifft sich regelmäßig.

Jede Interessierte und jeder Interessierte ist zur Mitarbeit eingeladen!

Kontakt:
Helena.jansen@staepa-berlin.de
Fachpromotorin für Kommunale Entwicklungspolitik
Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg – San Rafael del Sur e.V.
Büro: Adalbertstr. 23b, 10997 Berlin
Tel.: +49-30-61 20 91 65
Fax: +49-30-61 20 91 67
http://www.staepa-berlin.de/s_verein/fachpromotorin_kommunale_entwicklungspolitik/

Ziele der Steuerungsgruppe

Vernetzung

Mit der Unterstützung der Kampagne „Fairtrade-Towns“ stärken wir die zahlreichen Initiativen und die engagierten Menschen im Bereich des Fairen Handels in Friedrichshain-Kreuzberg, schaffen mehr Öffentlichkeit für den Fairen Handel und tragen zu einer breiten Vernetzung bei. Besonderes Augenmerk legen wir auf Klein- und Kleinstbetriebe bzw. Geschäfte in unserem Bezirk. Zudem unterstützen wir insbesondere diejenigen Unternehmen, die ausschließlich fair gehandelte Produkte führen und achten auf eine entsprechende Darstellung bei der Öffentlichkeitsarbeit und im bezirklichen Einkaufsführer.

Bezirklicher Einkaufsführer

In den nächsten Monaten soll ein bezirklicher Einkaufsführer entstehen, um die Suche nach öko-fairen Produkten zu erleichtern.

Vielseitigkeit

Neben dem Fairen Handel machen wir weitere Möglichkeiten nachhaltigen Konsumverhaltens im Bezirk bekannt und vernetzen uns mit Initiativen, die für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise eintreten.

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Ein wichtiger Teil unserer Aktivitäten soll Bildungsarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich sein. Bewohner*innen des Bezirks sollen für weltweite Produktionsbedingungen sensibilisiert werden, wir zeigen Ihnen Ansätze für ein nachhaltiges Konsumverhalten.
Gerne unterstützen wir Schulklassen, Jugendgruppen oder Senior*innen bei der Suche nach Referent*innen und Workshopangeboten.
Wir begeistern im Bezirk verwurzelte Medien wie lokale Zeitungen, Kiezblätter und Blogs für das Thema Fairer Handel und für unsere Aktivitäten.

Sensibilisierung von Bezirkspolitik- und verwaltung

Unsere Bezirksverwaltung kann die Ziele des Fairen Handels unterstützen, indem sie fair gehandelte Produkte einkauft und auf Güter verzichtet, die Umwelt und Natur belasten und durch ausbeuterische Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder unter Verletzung sozialer Mindeststandards hergestellt werden. Die Steuerungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, auf entsprechendes Verwaltungshandeln hinzuwirken.

Mitwirkung zur Anerkennung der Stadt Berlin als Fairtrade-Town

Damit auch Berlin als Stadt zur Fairtrade-Town werden kann, müssen mindestens 8 Bezirke die Auszeichnung Fairtrade-Town tragen. Die Steuerungsgruppe hat sich daher die Auszeichnung des Bezirks als Ziel gesetzt und unterstützt damit die Stärkung des Fairen Handels in ganz Berlin.

Steigerung des Angebots fair gehandelter Produkte im Bezirk

Das Potential der fair gehandelten Produkte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist enorm.
Fair gehandelte Produkte umfassen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Textilien, Spielzeug, Fußbälle, elektronische Geräte, Schnittblumen, Steine, Schmuck oder Gold. Die Steuerungsgruppe will zur Steigerung eines vielseitigen Angebots im Bezirk beitragen. Dabei kann die Mitarbeit unzähliger Akteur*innen aus den Kiezen angefragt werden – auch aus den Migrant*innen – Communities.

Flyer Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Weg zur Fairtrade-Town

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Aktuelle Mitglieder der Steuerungsgruppe (Stand Juni 2016):

  • Cornelia Dressler, Dathe-Gymnasium
  • Fabio Reinhardt, Piratenfraktion, MdA
  • Frank Vollmert, SPD, BVV
  • Jessica Miriam Zinn, Piratenfraktion, BVV
  • Julian Schwarze, B‘90/Die Grünen, BVV
  • Juliane Kühnrich, Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung – Weed e.V. (beratend)
  • Katharina Drees, Baobab Infoladen e.V.
  • Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin F’Hain/X-Berg
  • Nicole Saile, Supermarché
  • Sebastian Dieke, DIE LINKE, BVV
  • Stefan Bracht, Kiez Rösterei K61
  • Turgut Altug, B‘90/Die Grünen, MdA
  • Sprecherin: Helena Jansen, Fachpromotorin Kommunale Entwicklungspolitik beim Verein zur Förderung der StäPa Kreuzberg – San Rafael del Sur e.V.