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Veranstaltungen 2017

07.12.2017: Engagieren für die Eine Welt– Entwicklungspolitische Austausch- und Partnerschaftsprogramme stellen sich vor

ASA-Team arbeitet mit Schüler*innen
Bild: Erich Köpp

Ob engagierte*r Schüler *in, bereits fertig mit der Schule oder mittendrin in Studium bzw. Ausbildung – du möchtest einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolvieren oder an einem Austauschprogramm teilnehmen? Oder eine Partnerschaft deiner Schule mit einer Schule im Globalen Süden initiieren?

Wie das geht, erfahren junge engagierte Menschen auf dieser Veranstaltung.
Folgende Programme werden vorgestellt:
Weltwärts – der entwicklungspolitische Freiwilligendienst
Austauschprogramm ASA
entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm ENSA

Ort: VHS, 10247 Berlin, Frankfurter Allee 37, R. 1104
~Veranstalter und Referent*innen: Vertreter*innen des ASA-Programms, des ENSA-Programms und des Weltwärts-Programms/Engagement Global gGmbH

Michael Jopp, Fachpromotor für Kommunale Entwicklungspolitik
Helena Jansen, Koordination Bezirkliche Entwicklungspolitik, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin~

20.11.17: Öffentlicher Kino- und Diskussionsabend "Das Kongo Tribunal - Auswirkungen der Globalen Rohstoffindustrie" im Moviemento-Kino

Das Kongo Tribunal in Bukavu
Bild: Realfictonfilme

Die Demokratische Republik Kongo ist einer der größten Krisenherde weltweit. Seit über 20 Jahren ist sie von Kriegen und humanitären Krisen betroffen. Rechtsfreie Räume und ein politisches Vakuum haben mafiöse Strukturen im Abbau und Handel von Rohstoffen geschaffen und feuern lokale Konflikte weiter an. Die Opfer gehen in die Millionen. Die Täter bleiben straffrei.

Im Sommer 2015 realisierte der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau mit seinem Team das ambitionierteste politische Theaterprojekt, das je auf die Bühne kam: Er lud mitten im Krisengebiet Opfer, Milizionäre, Regierungsvertreter*innen, Oppositionelle, Unternehmer*innen und internationale Organisationen zu einem großen fiktiven Volkstribunal, das der realen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte.

Der Dokumentarfilm „Das Kongo Tribunal“ lässt die Ereignisse und Verhandlungstage dieses spektakulären Projektes auf der großen Leinwand lebendig werden und kommt im November 2017 erstmals in die Kinos.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, das Ökumenische Netzwerkwerk Zentralafrika und PowerShift laden zu diesem Anlass zum Film- und Diskussionsabend “Das Kongo Tribunal – Auswirkungen der globalen Rohstoffindustrie” am 20.11.17 von 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr im Moviementokino in Berlin Kreuzberg ein.

Im Anschluss an den Film begrüßen wir unsere Gäste Prince Kihangi und Sylvestre Bisimwa, die zur Leitung und Jury des Tribunals in Bukavu gehörten. Wir diskutieren mit ihnen und dem Publikum über die ökonomischen und politischen Ursachen dieses Konfliktes und sein konkretes Gesicht vor Ort. Vor diesem Hintergrund wollen wir auch unsere eigene Rolle als Konsument*innen von Rohstoffen beleuchten, die in unseren Handys und PCs verbaut werden und uns fragen, was uns dieser Reichtum eigentlich wert ist.

Gäste:

Prince Kihangi, Anwalt für Bodenrecht und führender Kenner und Kritiker der Bergbauindustrie in der Demokratischen Republik Kongo

Sylvestre Bisimwa, Menschenrechtsanwalt in der Demokratischen Republik Kongo, regelmäßig tätig am Internationalen Gerichtshof in Den Haag, Vorsitzender des Kongo Tribunals

Moderation: Gesine Ames, Ökumenisches Netzwerk Zentralafrika

26.06.2017: Podiumsdiskussion Textillabels unter der Lupe – was steckt hinter den verschiedenen Siegeln?

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Immer mehr Konsument*innen achten beim Einkauf von Textilien auf Nachhaltigkeit. Ökologisch korrekt und fair hergestellt soll die Kleidung sein, ohne Einsatz von Pestiziden oder 90 Stunden-Wochen der Näher*innen. Doch woran erkennen wir entsprechende Textilien? Was können diese Standards leisten und wie?
Neben diesen Fragen wurde diskutiert, welche Label-Typen es gibt, und welche Siegel halten, was sie versprechen.

Februar und Mai 2017: Kinoabend The True Cost - Auswüchse der Globalen Bekleidungsindustrie

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Gleich zweimal wurde der Film “The true cost – Auswüchse der globalen Bekleidungsindustrie” im Kreuzberger Kino Moviemento gezeigt.
In dem Film erzählt Andrew Morgan die Geschichte des wahren Preises, den wir für billige Mode bezahlen. Er zeigt die prekären und lebensbedrohlichen Arbeitsbedingungen, unter denen unsere Kleidung entsteht und blickt auf unterschiedliche Problematiken anhand der gesamten Ausbeutungskette eines Kleidungsstückes. Er filmt die ätzenden gerbstoffverseuchten Flüsse, die ausgelaugte und vergiftete Böden zurücklassen, auf denen nichts mehr wächst. Außerdem zeigt er die Problematik des Gensaatguts auf, das verschuldete Kleinbäuer*innen in den Selbstmord treibt. Als krassen Kontrast filmt der Regisseur die gigantischen Shoppingmeilen unter dem Stern der „Fast Fashion“ – der „schnellen Mode“ von Primark, H&M und Co in unserer Nachbarschaft.

Anschließend diskutierte das Publikum mit Vertreter*innen öko-fairer Labels aus dem Bezirk und Berlin. Zu Gast waren Jeanine Glöyer von Jyoti – Fair Works, Nicole Saile vom Supermarché und Parag Chaturvedi von Fair & Organic.