Fragen und Antworten zur Begegnungszone Bergmannstraße

Das Modellprojekt Begegnungszone ist Teil der vom Berliner Senat beschlossenen Fußverkehrsstrategie. Zusammen mit der Radverkehrsstrategie soll sie dazu beitragen, die Lebensqualität in der Stadt auf Dauer zu Erhalten und zu verbessern.

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Finanziert wird die Begegnungszone ausschließlich von der Senatsverwaltung für Umwelt Verkehr und Klimaschutz (SenUVK).

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Die Durchführung einer Testphase ist das zentrale Ergebnis der zurückliegenden Öffentlichkeitsbeteiligung. Auf Basis des Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg. In Auswertung der Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsprozesses erfolgt die Umgestaltung der Bergmannstraße mit Maßnahmen, die eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes erlauben.

Test- und Evaluierungsphase sind ein ergebnisoffener Prozess, an dessen Ende die Entscheidung des Bezirks und seiner Bürger*innen steht, ob und wie die Bergmannstraße dauerhaft umgestaltet wird. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und die Erfahrungen aus der Testphase werden die Grundlage für diese Entscheidung sein.

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Die Bodenmarkierungen sollen allen Verkehrsteilnehmer*innen signalisieren, dass sie sich in einer verkehrsberuhigten Zone bewegen und entsprechend die Geschwindigkeit reduzieren. Die Verkehrsschilder, die auf Tempo 20, in der Bergmannstraße hinweisen, werden leider häufig nicht wahrgenommen. Die Bodenmarkierungen sollen daher die Beschilderung ergänzen und die Aufmerksamkeit der Fahrer*innen wecken, ohne sie abzulenken.

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Die weiß-roten Poller sollen verhindern, dass im Kreuzungsbereich geparkt wird und dadurch zu Fuß Gehende beim Queren der Straße behindert werden. Außerdem versperren parkende Autos die Sicht auf die Zufahrt der Querstraße wodurch andere Verkehrsteilnehmer erst spät gesehen werden.

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Ob immer noch gerast wird kann abschließend in der Evaluationsphase festgestellt werden, die im September 2019 beginnt. Die Evaluationsphase beinhaltet eine verkehrstechnische Untersuchung der Verkehrsabläufe, bei der u.a. eine Geschwindigkeitsauswertung stattfindet.

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Auch wenn durch die verkehrsrechtliche Beschilderung alles geregelt ist, halten sich leider nie alle Verkehrsteilnehmer*innen an die vorgeschriebenen Regeln. Deshalb muss mit regelmäßiger Überwachung und Ahndung der Verstöße auf die Einhaltung der StVO Einfluss genommen werden. Hier hilft nur ein erhöhter Überwachungsdruck durch das Ordnungsamt.

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Durch die bauzeitlich bedingte Vollsperrung der Friesenstraße wird nicht nur der Bus durch die Bergmannstraße umgeleitet, sondern auch der Autoverkehr, der z.Zt. diese Wegeverbindung nutzt. Um die eventuellen Verkehrsveränderungen durch die Begegnungszone in Zahlen ermitteln zu können, wird es nach Aufhebung der Vollsperrung der Friesenstraße eine Verkehrserhebung geben, die die aktuelle Verkehrssituation mit der vor Einrichtung der Begegnungszone vergleicht und auswertet.

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Eine perfekte Lösung, bei der die Interessen aller Beteiligten abgedeckt werden, wird es sicherlich nicht geben. Ziel ist es in der Evaluationsphase und den Bürgerbeteiligungen herauszufinden, wie der öffentliche Raum vor allem für die Fußgänger*innen und Radfahrenden durch die Neugestaltung der Bergmannstraße besser genutzt werden kann. Außerdem gilt es herauszufinden, was gut ist und was nicht, was weg sollte und was verändert werden sollte.

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Der Beteiligungszeitraum wird verkürzt, da die Testphase gemäß BVV-Beschluss frühzeitig im August 2019 endet. Im Anschluss erfolgt die Evaluationsphase. Gegenstand der Evaluierung ist neben der Auswertung der temporären Umgestaltung der Bergmannstraße – auch mit Blick auf die verkehrlichen Belange und die Erarbeitung von Varianten für die dauerhafte Ausgestaltung der Bergmannstraße. Weiterhin wird die verkehrliche Umgestaltung des Knotenpunktes Zossener- und Friesenstraße zu erörtern sein.

Diese Varianten werden in zwei Bürger*innenwerkstätten im Sommer 2019 erarbeitet. Als Grundlage der Diskussion in den Werkstätten werden durch ein Planungsbüro Gestaltungsansätze vorbereitet. Für die Werkstätten werden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Bürger*innen angeschrieben und zur Mitarbeit an der Planung für eine dauerhafte Ausgestaltung aufgefordert. Die Sichtweisen von Nutzer*innen und Anwohner*innen der Bergmannstraße sollen in den Werkstätten zueinander differenziert werden.

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Vor Ort wird der Beginn der Evaluationsphase in der Bergmannstraße durch Aufstellen von Schaubildern mit den Ergebnissen der Bürger*innenwerkstätten im Rahmen einer „Sommerwerkstatt“ im August 2019 erfahrbar sein. Die Aufsteller werden mit Verweisen zur zweiten Online-Beteiligung versehen, die eine „Stimmabgabe“ zu den Ergebnissen der Bürger*innenwerkstätten ermöglichen.

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Anfang des Jahres 2020 wird die Bürger*innenbeteiligung im Rahmen einer Abschlussveranstaltung gemeinsam mit Bürger*innen und der BVV ausgewertet.
Im ersten Quartal 2020 werden die Ergebnisse der Bürger*innenwerkstätten und der Sommerwerkstatt, sowie die Positionierungen von Verbänden und Initiativen zum weiteren Planungsprozess in der Bergmannstraße und im Bergmannkiez der BVV vorgelegt.

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Der öffentliche Raum gehört der Allgemeinheit, in dem jeder das Recht hat, sich aufzuhalten. Er ist der Öffentlichkeit gewidmet und frei zugänglich zu halten.
Öffentliche Flächen sind Verkehrs- und Aufenthaltsflächen für Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und Kraftfahrzeugverkehr, aber auch Parkanlagen und Platzanlagen.

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Seit Anfang Mai sind auf der Bergmannstraße in den Abendstunden Park- bzw. Kiezläufer unterwegs. Sie sollen in den Nachmittag- und Abendstunden für eine tolerante und rücksichtsvolle Nutzung der Bergmannstraße sorgen. Ab 22 Uhr wird die Einhaltung der Nachtruhe eingefordert. Zudem sollen sie Sachbeschädigungen unterbinden, die korrekte Müllentsorgung sowie die Einhaltung der Nutzungsauflagen in Schankvorgärten durchsetzen. Die Kiezläufer*innen sind in ihren Einsatzzeiten telefonisch erreichbar unter 0178-8043463. Außerhalb der Dienstzeiten können Sie sich mit Beschwerden und Hinweisen an das zentrale Parkmanagement melden (pm-goerlitzerpark@ba-fk.berlin.de).

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Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung finden Sie auch in unserer Pressemitteilung.

Auf der Webseite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird das Pilotprojekt umfassend vorgestellt.